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Hauptspeisen

Hauptspeisen, Vegi

Linsen Ghackets mit Hörnli

Juli 30, 2020

Ghackets mit Hörnli ist purer Soulfood. Es erinnert an Kindheitstage, wird in Ski- und Alphütten gegessen und macht von Kleinkind, über Teenager bis hin zur Oma einfach jeden glücklich. Das Schweizer Nationalrezept wird traditionel aus gehacktem Rindfleisch zubereitet und zusammen mit Hörnli (= Pasta-Sorte) und Apfelmus serviert. Wie das Gericht schlussendlich gegessen wird ist dabei höchst individuell: Die einen mischen das Apfelmus unter das Gericht, andere tauchen die gefüllte Gabel mit Ghacktem und Hörnli ins Apfelmus, bevor der Bissen verschlungen wird, dann gibt es Personen, die das Apfelmus zum Schluss “als Dessert” essen und wieder andere, die das Apfelmus komplett verschmähen und es lieber an den Tischnachbar weitergeben. So vielseitig wie man Ghackets mit Hörnli essen kann, so ähnlich sind sie allesamt in ihrer Rezeptur: Rindfleisch, Zwiebeln, Karotten, (Sellerie), Thymian, Rotwein, Bouillon treffen auf Hörnli und Apfelmus.

Selbstverständlich gibt es auch vegetarische Varianten von diesem Gericht, aber die sind meistens mit Soja-Hack (oder einer sonstigen Fleisch-Alternative) zubereitet. Eine fleischlose Variante von Ghackets mit Hörnli zu kochen, habe ich schon lange auf meiner “To Cook List” stehen:) Jedoch habe ich mir vorgenommen, nicht eine “Fleisch-Alternative” zu verwenden, welche so tut als ob es echtes Hackfleisch wäre, sondern ich wollte schon immer ein Ghackets mit Hörnli aus Linsen zubereiten. Spätestens seit mein Rezept für eine vegane Linsenbolognese ein solch grosser Erfolg geworden ist, war für mich klar, dass auch das Ghackte mit Hörnli, gekocht mit Linsen super gut schmecken wird.

Wichtig an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass mein Linsen Ghackets mit Hörnli nicht 100% vegetarisch bzw. vegan ist, weil ich ein klein bisschen Bratensauce für die Bindung dazu gebe. ABER: Für all jene, die das Gericht komplett ohne Tierische Zutaten kochen möchten, die geben zu Beginn einfach 1 gehäuften Esslöffel Mehl zu den Linsen. Dies sorgt ebenfalls für eine gute Bindung der Sauce. Und ich persönlich habe mir fest vorgenommen, dass ich mich auf die Suche nach einer vegetarischen Bratensauce mache, falls also jemand einen Tipp für mich hat, wo ich so etwas kaufen kann – her damit! ;)

Zweiter Hinweis: Weil es heute besonders schnell gehen musste beim Kochen, habe ich auf eine gefrorene Brunoise-Gemüsemischung zurückgegriffen (=klein geschnittene Karotten, Lauch und Sellerie). Wer das nicht zuhause hat, kann stattdessen einfach 4 grosse Karotten und 1 Zwiebel klein hacken und der Sauce beigeben.

Sooo…genug geplappert. Hier gehts zum Rezept:

Rezept: Linsen Ghackets mit Hörnli

ZUTATEN

4 Personen

  • 250g grüne Linsen
  • 300g Gemüsemischung Brunoise von Migros ODER 4 grosse Karotten und 1 Zwiebel
  • 2dl Rotwein
  • 1 Liter Wasser
  • 2 Bouillonwürfel
  • 3 EL Tomatenpüree (Tomatenmark)
  • 1 EL Zucker
  • 1/2 TL Räucherpaprika
  • 1/2 TL getrock. Thymian
  • 2 EL Bratensauce-Paste (zum Binden)
  • Hörnli
  • Reibkäse (z.B. Parmesan)
  • Apfelmus aus dem Glas

ZUBEREITUNG

  1. Brunoise Gemüsemischung in Olivenöl anbraten. Als Alternative werden die Karotten und die Zwiebel in ganz kleine Stücke gehackt und in Olivenöl angebraten.
  2. Als nächstes werden die Linsen dazu gegeben und kurz mit angedünstet.
  3. Nun kommen 3 EL Tomatenpüree dazu, welches sofort mit dem Gemüse und den Linsen vermengt wird.
  4. Wer später auf die Zugabe von Bratensauce-Paste verzichten möchte, der gibt JETZT 1 gehäuften EL Mehl zum Gemüse und vermengt es gleichmässig.
  5. Mit 2dl Rotwein ablöschen und 1l Wasser plus 2 Bouillonwürfel dazu geben.
  6. Das Ganze wird nun für 25 Minuten auf mittlerer Flamme gekocht, bis die Linsen gar sind und die Flüssigkeit eingekocht ist. Falls nötig, müsst ihr evt. während dem Kochen nochmals etwas Wasser nachschütten.
  7. Nach 25 Minuten wird nun die Bratensaucen-Paste (ich verwende diejenige von Knorr) dazu gegeben. Wer stattdessen Mehl am Anfang verwendet hat, lässt diesen Schritt nun einfach weg.
  8. Abgeschmeckt wird das Linsen Ghackets mit Hörnli nun mit 1 EL Zucker, 1/2 TL getrocknetem Thymian und 1/2 TL Räucherpaprika. Falls nötig noch etwas Salz dazu geben.
  9. Nun sollte die Linsen-Sauce auch schon fertig zubereitet sein. Achtet kurz vor dem Servieren auf die Konsistenz und gebt falls nötig nochmals etwas Wasser dazu, so dass das Linsen Ghackets schön sämig und nicht zu trocken ist.
  10. Jetzt müssen nur noch die Hörnli gekocht werden und das Gericht zusammen mit Reibkäse und Apfelmus serviert werden.

 

 

 

 
Blitzküche, Fisch

Pasta mit Crevetten an Tomatenrahmsauce

Juni 9, 2020

Diese Pasta mit Crevetten an einer cremigen Tomatenrahmsauce ist ein Gericht, welches mit wenig Aufwand und in kürzester Zeit zubereitet ist. Es eignet sich daher ideal als schnelles Feierabendgericht. Mit ein wenig “Extra-Schnickschnack” kann die Pasta mit Crevetten aber auch als Hauptgang für Gäste serviert werden. Tipps dazu, wie ihr das Gericht “pimpen” könnt, findet ihr weiter unten im Rezept ;)

Damit die Pasta noch etwas ausgewogener und gesünder wird, gebe ich eine grosse Portion frischen Blattspinat hinzu. Abgesehn davon, dass durch die Zugabe von Blattspinat die Nährwerte gesteigert werden, sehen die grünen Blätter auch optisch einfach sehr ansprechend aus :) Selbstverständlich kann der Blattspinat aber auch weggelassen werden.

Bei den Crevetten habe ich mich für die geschälte Variante entschieden, weil diese einfacher zum essen sind, da man Sie nicht mehr von Ihrer Schale befreien muss. Wenn man das Menü optisch noch etwas “pimpen” möchte, z.B. wenn man Freunde bekocht, kann man zusätzlich zu den geschälten Crevetten noch 1-2 Riesengarnelen (mit Schale) anbraten und diese dekorativ auf der Pasta verteilen. Ein weiterer, zusätzlicher Hingucker für Gäste ist ein frisches Kräutersträusschen als Dekoration auf dem Teller ;)

So, das wären eigentlich auch schon die wichtigsten Eckpunkte zu diesem Pastagericht. Ich wünsch euch viel Freude beim Nachkochen und bin gespannt auf eure Feedbacks.

 

Rezept: Pasta mit Crevetten an Tomatenrahmsauce

ZUTATEN

2 Personen

  • 250g Fettuccine oder Tagliatelle (oder  300g frische Pasta)
  • 1.25dl Rahm
  • 2 gehäufte EL Tomatenpüree
  • 10 Cherrytomaten
  • 4-5 Zweige frischer Dill (oder 1 TL getrockneter Dill)
  • 3-4 Zweige frischer Basilikum
  • 0.5dl Weisswein
  • 1 TL Zucker, Salz & Pfeffer
  • 200g Crevetten, roh (geschält)
  • 100g-200g frischer Blattspinat

ZUBEREITUNG

  1. Rahm mit Tomatenpüree aufkochen.
  2. Weisswein, Dill, Basilikum und Cherrytomaten (geviertelt) dazu geben.
  3. Mit 1 TL Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Wasser für Pasta zum kochen bringen und salzen. (Hier findest du einen Tipp, wie du die richtige Menge Salz für das Pastawasser bestimmen kannst).
  5. Crevetten mit 2 halbierten Knoblauchzehen (optional: zusätzlich einem Rosmarinzweig) in Olivenöl für 3-4 Minuten kräftig anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.
  6. Gleichzeitig kommen die Fettuccine oder Tagliatelle ins kochende Wasser. Bitte beachtet dabei unbedingt die Kochzeit auf der Packungsbeilage eurer Pasta und passt das Timing entsprechend an.
  7. Kurz bevor die Pasta fertig gekocht ist, wird der frische Blattspinat in den Kochtopf zur Pasta gegeben. Dieser muss nur einmal kurz ins kochende Wasser getaucht und dann zusammen mit der Pasta abgegossen werden.
  8. Die gekochte Pasta wird nun zuerst mit Olivenöl vermengt und anschliessend die Tomatenrahmsauce untergehoben.
  9. Die Pasta auf vorgewärmten Tellern verteilen und mit den gebratenen Crevetten und frischen Kräutern garnieren.

 

 
Beilagen, Salate

Schneller Kartoffelsalat

Mai 17, 2020

Kartoffelsalat als Beilage zu grilliertem Fleisch oder Bratwurst gehört zu meinem absoluten Favoriten unter den Grillbeilagen. Am liebsten so, wie ihn die Mama stets zubereitet hat: Mit einer cremigen, leicht zwiebeliger Sauce und mit viiiiiel Liebe. Da ein solcher Kartoffelsalat aber leider auch viel Zeit in der Küche benötigt, habe ich ihn bis jetzt lieber auswärts gegessen, statt selbst gekocht ;)

Aber nun ist endlich der Zeitpunkt gekommen, an welchem ich es mir zur Aufgabe gemacht habe, einen schnellen Kartoffelsalat zu kreieren. Und siehe da – die Aufgabe wurde erfolgreich gelöst! Ganz nach Düsentrieb’s Manier habe ich für euch ein Rezept zusammengestellt, mit welchem ihr innerhalb von 20-25 Minuten einen leckeren Kartoffelsalat zaubern könnt, der nach genau so viel Liebe schmeckt, wie wenn Oma oder Mama ihn gekocht hätten.

Für alle die jetzt fragend die Stirn runzeln…ja wie lange dauert denn so ein klassischer Kartoffelsalat? 40 Minuten für das kochen der Kartoffeln, 15 Minuten für das schälen der heissen Kartoffeln (und für das sich dabei Finger verbrennen), 10 Minuten für das Sauce zubereiten und sicher nochmals 15 Minuten um den Salat in der Sauce ziehen zu lassen. Total = 1h 20 Minuten (Krass, oder?!)

Aber wie gesagt, mit diesem Rezept schafft ihre es locker in 20-25 Minuten. Das Geheimnis hinter meinem Kartoffelsalat liegt in der Reihenfolge der Kartoffelzubereitung: Die Kartoffeln werden im rohen Zustand MIT Schale in feine Scheiben geschnitten. Dies reduziert die Kochzeit auf 10 Minuten und das Schälen der heissen Kartoffeln bleibt einem so erspart :) Simpel, aber locker mal 1h Stunde in der Küche eingespart.

Ich wünsche euch viel Spass beim Nachkochen!

Kurze Schritt für Schritt Anleitung aus meinen Instagram-Stories:

 

Rezept: Schneller Kartoffelsalat

ZUTATEN

2-3 Personen (Beilage)

  • 600g Kartoffeln (Sorte: Festkochend)
  • 1/2 Zwiebel
  • 0.5dl Bouillon
  • 3-4 gehäufte EL Mayonnaise
  • 1-2 EL milder Senf
  • 2 EL weisser Balsamico Essig
  • 1 EL süsser Essig (oder 1 TL Honig)
  • Salz/Pfeffer
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Optional: 2 EL Brunos Best French Dressing 

ZUBEREITUNG

  1. Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, salzen.
  2. Kartoffeln in 5mm dünne Scheiben schneiden (NICHT schälen!) und ins kochende Wasser geben. Für ca. 10 Minuten “al dente” kochen.
  3. Für die Sauce die Zwiebel in sehr feine Würfel schneiden und zusammen mit der Mayonnaise, Senf, Essig und Bouillon vermengen. Falls nötig noch etwas Salz/Pfeffer dazu geben.
  4. Optional: 2-3 EL Brunos Best French Dressing dazu geben.
  5. Die Kartoffelscheiben abgiessen und unter dem kalten Wasserstrahl runter kühlen.
  6. Die erkalteten Kartoffelscheiben zur Sauce geben, kurz darin ziehen lassen und mit frischem Schnittlauch dekorieren.

 

Weitere Grill-Beilagen findet Ihr hier:

 
Hauptspeisen

Die besten Spargelrezepte

April 23, 2020

Wie jeden Frühling brennt es mir regelrecht unter den Fingern…wann kommt endlich der erste Spargel??? Und kaum ist der Spargel erhältlich, beginnt auch sogleich die Suche nach den besten Spargelrezepte im Netz :) Zum guten Glück sind in den vergangenen Jahren einige Spargelrezepte zusammengekommen. Spargelquiche, Flammkuchen mit Spargeln, Spargelrisotto…etc.

Nachfolgend findet Ihr das Best Of von Düsentrieb’s Kitchen Spargelrezepte. Ich wünsche euch wie immer viel Spass beim Nachkochen!

Cremiger Spargelrisotto mit Lachsfilet

Spargelrisotto Rezept Spargel Risotto Spargelrisotto Lachs Spargelrezepte Frühlingsrezept Lach mit Spargeln

Dieser Spargelrisotto verdankt seine Cremigkeit der Zugabe von etwas Frischkäse (Alternativ: Mascarpone). Zusammen mit einem Stück gebratenem Lachsfilet zaubert ihr ein traumhaftes Frühlingsgericht.

 

Spargel Erdbeeren Salat mit Sweet Chili Dressing

Spargel Erdbeeren Salat Feta Spinat Rezept Frühlingsrezept Frühlingssalat Spinatsalat grüne Spargeln

Wer es lieber etwas leichter mag, dem sei dieser Spargel Erdbeeren Salat empfohlen. Das Besondere an diesem Rezept ist das Sweet Chili Dressing, welches eure Geschmacksknospen Purzelbäume schlagen lässt!

 

Flammkuchen mit Spargeln und Rauchlachs

Bild Spargel Flammkuchen mit Rauchlachs

Wenns schnell gehen muss, dann empfehle ich euch diesen Flammkuchen mit Spargeln und Rauchlachs zu backen. Dank Fertigteig und einigen wenigen Zutaten ist der der Flammkuchen in 25 Minuten servierbereit.

 

Spargelwähe mit Spinat und Ricotta

Spargelwähe Spargel Wähe Rezept Spargel Tarte Rezept Spargelauflauf Spargelwähe Spinat Ricotta

Auch für diese Spargelwähe (Spargelquiche, Spargeltarte) benötigt ihr nicht sonderlich viel Zeit. Gemeinsam mit einem leckeren Blattsalat serviert, ergibt dies ein leckeres und gesundes Dinner für die ganze Familie.

 

Weisse Spargeln mit Kopfsalat und Erdbeeren

Weisse Spargeln nicht bitter kochen mit Sauce Hollandaise und Kopfsalat sommermenü sommerrezept Spargelrezept Rezept

Wie man dem weissen Spargel die Bitterkeit nimmt, erfahrt ihr in diesem Rezept ;) In Kombination mit dem fruchtigen Aroma der Erdbeeren, der Frische des Kopfsalates und natürlich der Cremigkeit der Hollandaise zaubert ihr mit diesen simplen Zutaten ein fantastisches Frühlingsgericht!

 

Zitronenrisotto mit Spargeln, Rucola und Rauchlachs

Bild Zitronenrisotto mit Spargeln

Wie ihr dem Foto entnehmen könnt, stammt dieses Rezept aus den Anfängen von Düsentrieb’s Kitchen :) Das Foto könnte definitiv besser sein, aber das Rezept für diesen Zitronenrisotto mit Spargeln und Rauchlachs schmeckt deshalb nicht minder gut ;)

Vollkornpasta mit Spargeln, Cherrytomaten und Bufala Mozzarella

Bild Vollkornpasta mit Spargeln

Und noch ein Rezept aus früheren Zeiten…aber auch hier gilt: Lecker ist es allemal! Das Pastagericht kann übrigens mit beliebigen Gemüsesorten kombiniert werden…also ideal für die Verwertung von übrig gebliebenen Gemüseresten ;)

 

 

 

 
Fleisch und Geflügel, Hauptspeisen

Ossobuco – Saftige Kalbshaxen aus dem Ofen

April 11, 2020

Ossobuco ist ein traditionelles Gericht, welches ursprünglich aus dem Norden Italiens stammt. Ich persönlich verbinde Ossobuco aber viel mehr mit der Tessiner Küche. Hier, d.h. in “der Sonnenstube der Schweiz” hatte ich bereits einige Male die Gelegenheit, in einem traditionellen Grotto ein saftig, zart schmelzendes Ossobuco zu geniessen. Natürlich, wie könnte es auch anders sein, wird im Tessin dazu meistens eine leckere Bramata Polenta serviert. Mmhhhh…egal, ob das Ossobuco “eine Nonna” gekocht hat oder ein junger Küchenhengst – es schmeckte einfach immer nach grossmütterlicher Liebe, halt das, was man heute als “Soul Food” bezeichnen würde.

Erst kürzlich entschloss ich mich dazu, endlich selber mal ein Ossobuco zu “kochen”. Also eigentlich handelt sich dabei ja um ein Schmorgericht, d.h. der Ofen macht die ganze Arbeit für uns :) Und siehe da – gleich beim ersten Anlauf ein absoluter Volltreffer!! Man oh man, dachte ich mir – wieso um Himmels Willen habe ich das nicht schon früher gemacht?! Ossobuco ist so einfach zubereitet, wird (mit meinem Rezept ;) butterzart und eignet sich perfekt als Gästemenü, da man es super vorbereiten kann.

Ich brauche ca. 20 Minuten bis das Ossobuco im Ofen ist, wo es 3-4h vor sich hin schmort. Wenn man etwas langsamer in der Küche unterwegs ist, braucht man vielleicht 30 Minuten. Aber hey – that’s it! Das Fleisch kann easy bereits am Nachmittag geschmort und dann am Abend, wenn z.B. die Gäste da sind, einfach nochmals aufgewärmt werden. Und man sagt ja, dass ein aufgewärmtes Ossobuco sogar einen Ticken besser schmeckt, als frisch zubereitet ;)

Lange Rede, kurzer Sinn – hier meine Tipps für ein perfekt gegartes, butterzartes Ossocbuco mit Bramata Polenta: 

  • Kalbshaxen so dick wie möglich kaufen (5cm müssen es sein)
  • Gemüse in grobe Stücke schneiden (nicht wie in vielen Rezepten beschrieben wird, in kleine Stücke). Wenn ihr grosse Gemüsestücke zubereitet, habt ihr sogleich eine Gemüsebeilage, die ihr zum Ossobuco servieren könnt ;)
  • Die Bramata Polenta NICHT zu lange kochen. Sie darf noch etwas Biss haben
  • Seid bitte grosszügig mit der Zugabe von Butter und nehmt einen rezenten Käse (z.B. gereifter Parmesan) für die Bramata Polenta

So – ich glaub das sind die wichtigsten Infos zum Rezept. Ach ja, bevor ich es vergesse zu erwähnen: Beim Ossobuco kann man ja das Knocheninneren ebenfalls essen. Serviert also on top einige Scheiben geröstetes Brot zum Menü. Das Knochenmark kann ausgekratzt, auf das geröstete Brot gestrichen und mit ein bisschen Fleur de Sel (oder gewöhnlichem Salz) verzehrt werden ;)

Kurze Schritt für Schritt Anleitung aus meinen Instagram-Stories:

Rezept: Ossobuco – Saftige Kalbshaxen aus dem Ofen

ZUTATEN OSSOBUCO

2 Personen

  • 2 Kalbshaxen (mind. 5cm dick)
  • 4 Karotten
  • 3 Stangensellerie
  • 1-2 rote Zwiebeln
  • 350ml Weisswein
  • 2dl Bouillon
  • 1.5 TL Zucker
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Rosmarinzweige
  • 10 Cherrytomaten
  • Olivenöl
  • Bratbutter
  • Mehl

ZUTATEN BRAMATA POLENTA

2 Personen

  • 160g Bramata Polenta
  • 6-8dl Bouillon
  • 40g Butter
  • 40-50g geriebener, rezenter Parmesan

 

ZUBEREITUNG OSSOBUCO

  1. Ofen auf 130 Grad (Umluft) vorheizen.
  2. Gemüse vorbereiten: Karotten schälen und in grosse Stücke schneiden. Stangensellerie waschen und in grobe Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und je nach Grösse in 1/4 oder 1/8 schneiden. Cherrytomaten waschen und halbieren.
  3. 2dl Bouillon vorbereiten: Ich koche hierfür Wasser im Wasserkocher, messe 2dl in einem Messbecher ab und gebe soviel Instant-Bouillon dazu, bis diese kräftig/salzig schmeckt.
  4. Nun werden die 3.5dl Weisswein sowie die 1.5 TL Zucker zur Bouillon gegossen und der fertige Sud beiseite gestellt.
  5. Kalbshaxen mit Salz und Pfeffer würzen, in Mehl wenden und dann in grosszügig Bratbutter und Olivenöl kräftig anbraten. Am besten macht ihr das direkt in einem so genannten “Bräter”. Wenn ihr kein Bratbutter habt, könnt ihr auch nur Olivenöl nehmen.
  6. Angebratene Kalbshaxen aus dem Bräter nehmen, zur Seite legen und stattdessen das Gemüse (Karotten, Zwiebeln und Stangensellerie) in den Bräter geben. Ebenfalls kräftig anrösten und dann mit 2/3 des vorbereiteten Wein-Bouillon-Sud ablöschen.
  7. Kalbshaxen zurück zum Gemüse in den Bräter geben, Lorbeerblätter, Rosmarin und Cherrytomaten dazu geben.
  8. Deckel drauf und ab damit in den Ofen für 3-4h. Nach ca. 1.5h mal den Flüssigkeitsstand überprüfen: Die Kalbshaxen sollten ca. zur Hälfte (max. 3/4) in der Flüssigkeit liegen. Falls die Flüssigkeit weniger werden sollte, einfach nochmals etwas vom vorbereiteten Sud nachgiessen.
  9. Nach 3-4h sollte das Ossobuco zart geschmort sein, so dass es sich fast von selbst vom Knochen löst. Sobald dies der Fall ist, kann man das Ossobuco servieren. Werdet ihr es erst später auftischen, kann der Bräter nun aus dem Ofen genommen und ausgekühlt werden. Zum gewünschten Zeitpunkt einfach nochmals bei 100 Grad ca. 20 Minuten erwärmen.

Tipp: Falls ihr keinen Bräter habt, bratet ihr die Kalbshaxen in einer Bratpfanne an und gebt sie anschliessend in eine feuerfeste Ofenform (welche am besten einen Deckel hat).

ZUBEREITUNG BRAMATA POLENTA

  1. Bouillon zum Kochen bringen und Bramata dazu geben, einrühren. Startet mit 6dl Flüssigkeit und gebt, falls nötig, noch mehr Flüssigkeit dazu.
  2. Auf niedriger Temperatur die Bramata Polenta leicht köcheln lassen. Die Sorte, welche ich verwendet habe, war bereits nach 25 Minuten gar.
  3. Sobald die Bramata bissfest gekocht ist, werden Butter und Parmesan dazu gegeben.
  4. Gebt nochmals so viel Flüssigkeit dazu, dass die Bramata Polenta schön “schlotzig” ist. Da sie Tendenziell noch etwas nachzieht, gebe ich lieber ein bisschen mehr Flüssigkeit dazu.

Tipp: Wers besonders cremig mag, der kann zusätzlich noch ein Klecks Mascarpone in die Bramata einrühren ;)

 

Als komplettes Menü für Gäste empfehle ich euch folgende Vorspeise und Dessert:

Vorspeise Frühling/Sommer: Spargel Erdbeer Salat

Vorspeise Herbst/Winter: Orangen Randen Carpaccio

Dessert Frühling/Sommer: Luftig leichte Quarkcreme im Glas

Dessert Herbst/Winter: Zwetschgen Crumble

 
Hauptspeisen, Süsses

Blitzschnelle Rhabarber Galette

März 30, 2020

Galette, Galette, Galette – was ist eigentlich eine Galette?! Die rudimentär geformten Fruchtkuchen kenne ich eigentlich nur Dank Instagram und Co. Im realen Leben ist mir bis jetzt noch nie eine Galette begegnet…ausser natürlich meine selbstgemachte Rhabarber Galette :)

Die Galette stammt, wie der Name vermuten lässt, aus Frankreich und ist dort, abhängig von der Region, eine Bezeichnung für eine bestimmte Sorte (Buchweizen-)Crèpes oder eben für diese wunderbaren Fruchtkuchen.

Mit Rhabarber zubereitet schmeckt mir die Galette wohl am besten (Übrigens: Rhabarber Saison in der Schweiz ist von April bis Juni). Die Kombination aus dem säuerlichen Rhabarber mit der Süsse des Mürbeteigs und (optional) des Vanille-Schlagrahms ist geradezu göttlich!! Und noch etwas macht die Düsentrieb’s Rhabarber Galette zu einem ganz besonders leckeren Rhabarber Rezept: In der Galette versteckt sich nämlich noch etwas Marzipan, was das “gewisse Etwas” ausmacht. Auch wenn Ihr keine Marzipan-Fans seid, müsst ihr es unbedingt so probieren!

Und nun zum eigentlichen Clou dieses Rezeptes: Die Rhabarber Galette hat den Titel “Blitzschnelle” Rhabarber Galette verdient, weil ich sie der Einfachheit halber mit einem Fertigteig zubereite. Jawohl, Ihr habt richtig gelesen: Mit einem Fertigteig…genauer gesagt, mit einem fertigen Mürbeteig. Für alle leidenschaftlichen Hobby-Bäcker(innen) sehr wahrscheinlich ein absolutes NoGo..aber für alle anderen (praktisch veranlage Alltagsköche, engagierte Mamis und Papis oder vielbeschäftigte Business-Frauen und Männer) ist dieses Rezept ein Segen auf Erden! :)

Teig kaufen – Teig belegen – Teig backen. Fertig. So oder so ähnlich könnte das Rezept lauten ;) Mit etwas Puderzucker bestreut und ein bisschen Vanille-Schlagrahm (Schlagsahne/Schlagoberst) serviert, sieht die Rhabarber Galette hübsch aus, schmeckt unglaublich lecker und macht jeden glücklich, der ein Stück davon abbekommt ;)

In diesem Sinne – viel Spass beim Nachbacken

Kurze Schritt für Schritt Anleitung aus meinen Instagram-Stories:

Blitzschnelle Rhabarber Galette


ZUTATEN

  • 1 Süsser Mürbeteig (Mein Favorit: Süsser Mürbeteig von Migros)
  • 250g-300g Rhabarber
  • 2 EL Zucker
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 2 EL geriebene Mandeln
  • 80g Marzipan
  • 1 Ei
  • Mandelblättchen
  • Puderzucker
  • Optional: 2dl Rahm und Vanillezucker

ZUBEREITUNG

  1. Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Rhabarber waschen und in ca. 1.5cm Stücke schneiden
  3. Rhabarberstücke mit dem Zucker und Zitronensaft marinieren und zur Seite stellen.
  4. Auf einem mit Backpapier belegten Blech den Mürbeteig auslegen und mit ca. 2 EL geriebenen Mandeln bestreuen.
  5. Die Marzipanrolle in ca. 2mm dicke Scheibchen schneiden und diese gleichmässig auf dem Mürbeteig bzw. auf den geriebenen Mandeln verteilen.
  6. Nun werden die marinieren Rhabarberstücke auf den Teig gekippt und ebenfalls gleichmässig verteilt.
  7. Nun wird der Teigrand zur Mitte hin einschlagen, so das ein ca. 4cm dicker Rand entsteht.
  8. Den Rand mit einem verquirlten Eigelb bestreichen und die Mandelblätthen darauf streuen und leicht andrücken.
  9. Die Rhabarber Galette kommt nun für ca. 25-30 Minuten in den Ofen. Wichtig: Platziert das Blech im unteren Drittel des Ofens. Nach Ende der Backzeit kontrolliert kurz den Boden der Galette – dieser sollte ganz leicht gebräunt sein. Falls das noch nicht (oder zu wenig) der Fall sein sollte, dann backt die Galette nochmals für 5-10 Minuten auf reiner Unterhitze.

Tipp: Die Galette kann mit den unterschiedlichsten Früchten zubereitet werden. Ganz egal, ob mit Steinobst (Nektarinen, Pflaumen…) oder mit Beeren – probiert aus, was euch schmeckt.

Weitere leckere Rhabarber-Rezepte findet Ihr hier:

 
Fisch, Hauptspeisen, Vegi

Cremiger Spargelristotto mit Lachsfilet

März 22, 2020

Frühlingszeit ist Spargelzeit. Und ich freue mich jedes Jahr wie ein kleines Kind auf die ersten Spargeln! Schnell war daher die Inspiration zu diesem leckeren Spargelrisotto gekrönt mit einem Stück Lachsfilet geboren.

Das Geheimnis hinter der Cremigkeit dieses Spargelrisottos liegt in der Zugabe von ein bisschen Frischkäse. Und damit der Spargelrisotto auch so richtig intensiv nach frischem Spargel schmeckt, wird ein Teil der Spargeln in Form eines Pürees zum Risotto gegeben. Klingt aufwändig? Ist aber ganz einfach!

Wer kein Lachs mag, kann den Spargelrisotto auch mit einem anderen Topping servieren: Als vegetarisches Menü empfehle ich euch zum Beispiel ein bisschen Belper-Knolle darüber zu hobeln. Und für alle  Fleischliebhaber sei ein rosa gebratenes Lammrack dazu empfohlen ;)

Lasst mich wissen, mit was ihr euren Spargelrisotto am liebsten serviert…

Viel Spass beim Nachkochen!

Kurze Schritt für Schritt Anleitung aus meinen Instagram-Stories:

Cremiger Spargelrisotto mit Lachsfilet


ZUTATEN

2 Portionen (Hauptgericht)

  • 500g grüner Spargel
  • 1 Glas Risotto (2dl Glas verwenden)
  • 1 dl Weisswein
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 handvoll geriebenen Parmesan
  • Optional: 20g Butter
  • 100g Frischkäse (z.B. Philadelphia)
  • ca. 1.5l Wasser und 2 Bouillonwürfel (ihr werdet nicht die komplette Bouillonmenge benötigen)
  • 2 Lachsfilet

ZUBEREITUNG

  1. Die grünen Spargeln waschen und vom holzigen Ende befreien. Dann die oberen 2/3 der Spargeln (inkl. Spitzen) in ca. 3-4cm lange Stücke schneiden. Die Spargelstücke werden in Olivenöl kräftig angebraten, mit Salz abgeschmeckt und zur Seite gestellt.
  2. Der untere Drittel der Spargeln wir ebenfalls grob zerkleinert und in Salzwasser ca. 10 Minuten weich gekocht.
  3. Die weichen Spargelstücke mit 100g Frischkäse mit Hilfe eines Stabmixers oder Food Processors fein pürieren. Das Spargelpüree ebenfalls zur Seite stellen.
  4. Für den Risotto bringt ihr nun 1.5l Wasser zusammen mit 2 Bouillonwürfel zum Kochen. Achtet darauf, dass die Bouillon während der gesamten Zeit der Risottozubereitung auf kleiner Flamme leicht köchelt.
  5. Als nächster Schritt wird die Zwiebel in feine Stücke geschnitten und in einer Bratpfanne in etwas Olivenöl angeschwitzt.
  6. Nach kurzer Zeit kann nun der Risottoreis dazu geben und gemeinsam mit den Zwiebeln nochmals ca. für 1 Minute mit angedünstet werden. Zwiebelstücke und Reis werden nun mit dem Weisswein abgelöscht. Gleich darauf folgen die ersten 1-2 Suppenkellen der Bouillon, welche ihr in die Pfanne gebt damit der Risotto darin langsam köcheln kann.
  7. Immer dann, wenn die Flüssigkeit im Risotto fast verschwunden ist, wird erneut eine weitere Kelle Bouillon nachgegossen. Dies macht ihr solange, bis der Reis noch stark al dente ist, d.h. noch nicht ganz gar ist.
  8. Als nächster Schritt werden nun der geriebene Parmesan, das Spargel-Frischkäsepüree und die gebratenen Spargelstücke ins Risotto gegeben. Wer mag, kann sein Spargerisotto zusätzlich mit einem Stück Butter verfeinern ;) Tipp: Legt einige Spargelstücke für die Deko zum Schluss zur Seite ;)
  9. Dies ist nun der Moment, an welchem die beiden Lachsfilets in eine separate Bratpfanne gegeben und kräftig von beiden Seiten angebraten werden. Achtet darauf, dass ihr die Lachsfilets nur kurz anbratet, damit diese im Kern noch schön glasig sind.
  10. Sobald die Lachsfilets fertig gebraten sind, kontrolliert die Konsistenz des Spargelrisottos: Al dente, d.h. bissfest sollte der Spargelrisotto sein. Gebt nochmals ein bisschen von der Bouillon dazu, damit das Risotto schön “schlotzig” und nicht zu trocken auf den Tellern landet.
  11. Zum Servieren wird nun der Spargelrisotto in vorgewärmte Teller verteilt und die Lachsfilets darauf drapiert.

Tipp: Anstelle von Kuhmilch-Frischkäse (wie z.B. Philadelphia) schmeckt der Spargelrisotto auch mega lecker mit Ziegenfrischkäse.

 

Und weitere Spargelrezepte findet ihr übrigens hier:

 

 
Blitzküche, Hauptspeisen

Pasta mit Cime di Rapa

März 7, 2020

Meinen ersten Teller Pasta mit Cime di Rapa durfte ich in der bekannten Ortschaft “Alberobello” in Alpulien geniessen. Umgeben von den, für Alberobello typischen, “Trulli-Häusern” servierte mir ein charmanter, italienischer Kellner einen Portion dieses sündhaft leckeren Gerichtes, in welches ich mich auf Anhieb verliebt habe. Amore mio! Für mich stand sofort fest, dass ich Pasta oder genauer gesagt Orecchiette mit Cime di Rapa zuhause unbedingt nachkochen musste.

Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich das Gemüse “Cime di Rapa” (zu Deutsch: Stängelkohl) nicht. Anscheinend ist es mit dem Broccoli verwandt, schmeckt für mich persönlich aber so gar nicht nach Broccoli. Viel mehr überwiegt das leicht bittere Aroma des Stängelkohls, welches dieses Pastagericht so einzigartig macht. Klassisch wird Cime di Rapa mit einer Pastasorte Namens “Orecchiette” serviert. Orecchiette (zu Deutsch: “Öhrchen”) stammen ursprünglich aus Apulien und werden in dieser Gegend an jeder Ecke angeboten, produziert und natürlich in unterschiedlichsten Variationen gegessen. Natürlich kann Cime di Rapa auch mit einer anderen Pastasorte serviert werden…aber ich empfehle euch wirklich, euch auf die Suche nach den Orecchiette zu machen – sie passen einfach am besten dazu.

Und bevor ich es vergesse zu erwähnen: Ein weiterer grosser Pluspunkt der Pasta mit Cime di Rapa ist deren Schnelligkeit in der Zubereitung: Ganz nach Düsentrieb’s Kitchens Manier ist das komplette Gericht in 20-25 Minuten gekocht :) Da die Pasta und das Gemüse im gleichen Kochtopf gekocht werden und für die eigentliche “Sauce” nur einige Sardellen zusammen mit Knoblauch, Peperoncini und Olivenöl kurz angedünstet werden, hält sich der Aufwand in der Küche wirklich enorm in Grenzen.

Wer jetzt in der Zutatenliste “Sardellen” entdeckt und wie ich, kein ausgesprochener Sardellen-Fan ist, dem sei hier gleich vorab gesagt: Keine Angst, die Sardellen schmeckt man im fertigen Gericht nicht wirklich, wenn man das nicht möchte oder mag. Wenn ihr nur 1/2 Büchse Sardellenfilets in die Sauce mischt, dann sorgen sie einfach für ein leckeres Aroma. ABER: Bei diesem Gericht bin ich ganz ehrlich auf den Geschmack von Sardellen gekommen :) D.h. ich bevorzuge es heutzutage, eine komplette Büchse Sardellen (=ca. 10 Filets) in die Sauce zu geben, so dass man deren Aroma ganz leicht erahnen kann. Mein Tipp: Probiert es zuerst mit weniger Sardellen – ihr könnt immer noch mehr dazu geben, falls es euch schmeckt ;)

Pasta mit Cime di Rapa

ZUTATEN

4 Personen

  • Mind. 400g Cime di Rapa (oder mehr)
  • 400g-500g Orechiette (oder eine andere Pastasorte)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6-10 Sardellenfilets (=1/2 bis eine ganze Büchse Sardellen)
  • 1 Peperoncino
  • Olivenöl
  • Geriebenen Parmesankäse
  • Optional: 1 Handvoll Cherrytomaten

ZUBEREITUNG

  1. Sardellenfilets mit einem Messer zerkleinern und zusammen mit 5-6 EL Olivenöl in eine grosse Bratpfanne geben. Wer das Aroma von Sardellen mag, dem empfehle ich ca. 10 Sardellen dazu zu geben, wer kein Fan von Sardellen ist, der belässt es bei 6 Stück.
  2. Peperoncino von den Kernen befreien und klein schneiden. Auch hier gilt: Erst einmal vorsichtig mit der Schärfe umgehen. Wem es zu wenig scharf ist, kann nachträglich immer noch etwas mehr Peperoncino zur Pasta geben.
  3. Die Knoblauchzehen mit Hilfe einer Knoblauchpresse zu den restlichen Zutaten pressen und alles kurz auf mittlerer Flamme anrösten. (Tipp: Um Zeit zu sparen, können die Knoblauchzehen MIT Haut, d.h. OHNE vorher zu schälen, gepresst werden).
  4. Optional: Wer mag, kann eine Handvoll Cherrytomaten halbieren und ebenfalls kurz (sehr kurz!) mit der Olivenöl-Knoblauch-Sardellenmischung andünsten. Danach die Pfanne vom Herd nehmen und alles auskühlen lassen.
  5. Die Cime di Rapa waschen, die eventuell holzigen Enden abschneiden und das restliche Gemüse in 1cm-5cm lange Stücke schneiden. Die Stängel werden eher in kürzere Stücke geschnitten (1-2cm) wobei die Blätter nur grob, in grössere Stücke zerkleinert werden (4-5cm).
  6. Nun wird in einem GROSSEN Topf reichlich Wasser zum kochen gebracht und anschliessend gesalzen. (Hier findet ihr übrigens einen Beitrag, wie man die richtige Menge Salz für das Pastawasser ermittelt). Dann werden die Orechiette ins kochende Wasser gegeben.
  7. Kurz vor Ende der Kochzeit der Orechiette wird nun die geschnittene Cime di Rapa ebenfalls ins Kochwasser gegeben und für 3 Minuten mitgekocht. Pasta und Cime di Rapa zusammen abgiessen und sofort in die Pfanne zum Olivenlöl/Sardellen/Knoblauch geben.
  8. Alles gut miteinander vermengen und mit geriebenen Parmesan servieren.

Tipp: Wer kein Peporoncino zuhause hat, kann stattdessen auch auf ein scharfes Öl oder Chili-Flocken zurückgreifen.

 

 
Suppe, Vegi, Vorspeisen

Pastinakensuppe mit Gemüsechips

Februar 11, 2020

Diese Pastinakensuppe ist in Windeseile zubereitet, schmeckt lecker cremig und ist Dank den selbstgemachten Gemüsechips eine wahre Augenweide. Vor allem dann, wenn die Suppe im Rahmen eines Gästemenüs serviert wird und somit das Erscheinungsbild noch ein bisschen wichtiger ist, sind die selbstgemachten Gemüsechips ein echter Hingucker. Selbstverständlich können die Gemüsechips, wenns schnell gehen muss, auch weggelassen werden.

Die Pastinake hat in unseren Breitengraden ihre Saison von Oktober bis März. Als klassisches Herbst-Winter Gemüse kann sie vielseitig eingesetzt werden und eignet sich ideal für eine warme Suppenmahlzeit. Wer mehr über die Pastinake erfahren möchte, der findet hier weiterführende Informationen, Nährwertangaben und Rezeptvorschläge.

Die Pastinakensuppe kann klassisch mit Kartoffeln und etwas Rahm zubereitet werden, funktioniert aber auch wunderbar als vegane Variante: Anstelle von Rahm, empfehle ich euch die vegane Pastinakensuppe mit etwas Kokosmilch (und optional: ein bisschen Curry oder Zitronengrass) zu verfeinern.

 

Pastinakensuppe mit Gemüsechips

ZUTATEN

3-4 Portionen

  • 450g Pastinaken
  • 200g Kartoffeln
  • 1 grosse Zwiebel
  • 1 Liter Wasser
  • 2 Bouillonwürfel
  • 1dl Rahm
  • Olivenöl
  • Salz, Bouillon, Pfeffer

Vegane Variante:

  • 1dl Kokosmilch
  • Option “Curry”: 1-2 EL Thai-Curry Paste (rot, grün oder gelb)
  • Option “Lemongrass”: 2 Stangen Zitronengras halbiert mitkochen

Gemüsechips

  • 1/2 Karotte
  • 1/2 Rande (rote Beete)
  • 4 Röslichöhl (Rosenkohl)
  • Olivenöl
  • Salz

ZUBEREITUNG Suppe

  1. Die Zwiebel schälen, in grobe Stücke schneiden und in Olivenöl bei mittlerer Hitze anbraten.
  2. Die Pastinaken schälen, in grobe Stücke schneiden und zu den Zwiebeln geben. Zusammen mit den Zwiebeln kurz andünsten und dann mit ca. 8dl Wasser ablöschen. (Tipp: Ich gebe immer nur so viel Wasser hinzu, dass das Gemüse gerade so mit Wasser bedeckt ist. Das restliche Wasser wird erst während bzw. nach dem Pürieren dazu gegossen – so viel, wie es dann für eine gute Konsistenz benötigt).
  3. Als nächstes werden die Kartoffeln geschält, in grobe Würfel geschnitten und zu den Pastinaken gegeben. (Tipp: Falls ihr übrig gebliebene Kartoffeln habt, können auch bereits vorgekochte/geschälte Kartoffeln zur Pastinakensuppe gegeben werden. Suppen bieten ideale Verwertungsmöglichkeiten für Pellkartoffeln, die im Kühlschrank rumliegen ;)
  4. Weiter  kommen 2 Bouillonwürfel dazu. Das Gemüse wird nun ca. 10 Minuten gekocht, bis alles schön weich ist.
  5. Mit Hilfe eines Stabmixers wird das weich gekochte Gemüse zusammen mit der Bouillon püriert. Ihr könnt nun so viel Wasser dazu schütten, bis für euch die Konsistenz stimmt. Ich benötigte alles in allem 1 Liter Wasser.
  6. Abgeschmeckt wird die Pastinakensuppe mit ca. 1dl Rahm sowie etwas Salz (oder Instant Bouillon) und Pfeffer.
  7. Optional: Kurz vor dem Servieren kann die Suppe nochmals mit dem Pürierstab schaumig geschlagen werden. Ebenfalls ein toller Effekt hat die Zugabe von etwas Schlagsahne, diese lässt die Suppe schön cremig/schaumig werden.

Tipp: Falls eure Suppe aus Versehen zu flüssig geworden ist, kann diese ganz einfach durch die Zugabe von Kartoffelflocken (Fertig Kartoffelbrei / “Stocki”) eingedickt werden.

ZUBEREITUNG Gemüsechips

  1. Für die Gemüsechips den Backofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.
  2. Die Gemüse waschen und mit Hilfe einer Gemüsereibe in ca. 2mm dicke Scheiben schneiden (Karotten vorher noch schälen).
  3. Die Gemüsechips auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und mit Salz bestreuen.
  4. Die Gemüsechips kommen nun für ca. 20-25 Minuten in den Backofen. Wichtig ist, dass ihr die Backofentür immer mal wieder kurz offen lässt, damit die Feuchtigkeit entweichen und die Gemüsechips knusprig werden.
  5. Die Gemüsechips sind fertig, wenn diese leicht gebräunt sind. Zum Abkühlen aus dem Backofen nehmen und später dekorativ auf der Suppe verteilen.

Weitere leckere Suppen-Rezepte für den Winter findet ihr hier:

 
Hauptspeisen, Vegi

Käsespätzle mit Röstzwiebeln (Chässpätzli)

Februar 5, 2020

Käsespätzle oder wie man sie hier in der Schweiz liebevoll nennt “Chässpätzli” oder “Chäs Chnöpfli” gehören für mich in die Kategorie “Soulfood”. Wenn ich mir etwas Gutes tun möchte, also ein “Essen für die Seele” (und nicht für die Figur!) gönne, dann darf es gerne mal eine deftige Portion Käsespätzle mit Röstzwiebeln sein.

Zudem eignen sich “Chässpätzli” ideal dazu, übrig gebliebener Raclettekäse zu verwerten. Selbstverständlich können auch andere Käsereste für Käsespätzle verwendet werden, wichtig dabei zu beachten ist, dass der Käse (oder die verschiedenen Käsesorten) ein rezentes Aroma aufweisen. Seid ruhig experimentierfreudig mit dem Käse, je rezenter, desto besser! :) Für meine Spätzli habe ich dieses Mal ausschliesslich Raclettekäse verwendet und zwar von den Sorten Blauschimmel, Portwein, Schafskäse und Geräucherter Raclette Käse. Hört sich mutig an, aber das Ergebnis hat geradezu himmlisch geschmeckt!

Eine weitere, wichtige Komponente neben dem rezenten Käse, sind natürlich die Spätzle an sich. Ich empfehle euch, diese selber zu machen. Und zwar am besten gleich in einer doppelter Portion, so dass Ihr die Hälfte davon einfrieren und für ein schnelles Abendessen wieder verwerten könnt ;) Wer keine Zeit oder Lust hat, die Spätzle selber zu machen, der kann selbstverständlich auf Fertigspätzle aus dem Kühlregal zurückgreifen (wenn die Sauce richtig “geil” schmeckt, merkt man den Unterschied kaum :D)

Die dritte, wichtige Zutat der Käsespätzle sind die Röstzwiebeln. Die Zwiebelringe mit etwas Mehl und Paprika bestäubt und in ordentlich Fett gebraten, zaubert ihr aus “simplen Zwiebeln” einen wahren Gaumenschmaus!

 

Käsespätzle mit Röstzwiebeln (Chässpätzli)

ZUTATEN

3 Portionen

Spätzle:

  • 300g Mehl
  • 3 Eier
  • 1.5dl Wasser
  • 1.5 TL Salz
  • Butter
  • (Wer Fertigspätzle kauft, benötigt ca. 650g-750g Spätzli für 3 Personen)

Käsesauce:

  • 1dl Rahm
  • 1dl Milch
  • 170-200g rezenter Käse (=ca. 5 Scheiben Raclettekäse)
  • Salz

Röstzwiebeln:

  • 2-3 rote Zwiebeln
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Paprika
  • Prise Salz
  • Optional: 1 Prise Räucherpaprika

ZUBEREITUNG

  1. Für den Spätzliteig wird das Mehl zusammen mit dem Salz in eine Schüssel gegeben,  miteinander gleichmässig vermengt und zum Schluss eine kleine Mulde in der Mitte geformt.
  2. Mit Hilfe eines Schwingbesens werden dann die Eier mit dem Wasser verquirlt und in die Mitte der Mehlmischung gegossen.
  3. Der Teig wir nun mit einer Holzkelle von innen heraus zuerst langsam angerührt und dann immer kräftiger “geschlagen” bis der Teig gleichmässig glatt ist (keine Klümpchen hat) und “Blasen wirft”. Lasst den Spätzleteig nun für 30 Minuten ruhen.
  4. In der Zwischenzeit können die Röstzwiebeln vorbereitet werden: Hierfür die Zwiebeln in ca. 3-5mm dicke Ringe schneiden und mit dem Mehl, Paprika und etwas Salz bestäuben.
  5. In einer Bratpfanne werden die Röstzwiebeln in reichlich Fett (ich verwende Bratbutter) gleichmässig auf mittlerer Flamme angebraten, bis diese schön goldbraun gebacken sind.
  6. Für die Spätzle ein Topf mit Wasser und Salz zum kochen bringen und den Spätzleteig mit Hilf eines Spätzlesiebes oder einem Spätzlehobel in das kochende Wasser geben. Die Spätzle kurz im Wasser ziehen lassen und warten, bis diese an der Wasseroberfläche aufschwimmen (dann sind sie gar). Die Spätzli mit einer Schaumkelle aus dem Wasser nehmen, in eine Schüssel zum Auskühlen geben und sofort mit etwas Butter vermengen. Dieser Schritt so oft wiederholen, bis der komplette Spätzleteig gekocht ist.
  7. Für die Sauce wird nun der Rahm zusammen mit der Milch in eine Pfanne gegeben und der Käse (entweder geraffelt oder in kleine Stücke geschnitten) langsam darin geschmolzen.
  8. Sobald der Käse flüssig und mit der Rahm-Milch Mischung zu einer homogenen Sauce verschmolzen ist, könnt ihr die Sauce probieren und falls nötig mit etwas Salz abschmecken.
  9. Nun werden die Spätzli in die Sauce gegeben, alles miteinander vermengt und auf vorgewärmten Tellern angerichtet. Hierfür eine Portion Käsespätzle mit Röstzwiebeln garnieren und etwas frisch gemahlener Pfeffer und ein bisschen Paprika darüber streuen.

Tipp: Solltet ihr aus irgend einem Grund eher mildere Käsesorten für die Sauce verwenden, könnt ihr den Geschmack der Käsesauce mit Hilfe einer Prise Knoblauchpulver, Muskatnuss und Paprika pimpen ;)

Extra-Tipp: Neben den Röstzwiebeln, welche sozusagen “Pflichtprogramm” zu den Käsespätzle sind, kann das Gericht z.B. mit gebratenem Rosenkohl und/oder Speck erweitert werden.

Und noch ein Tipp: Da in diesem Rezept eine Verwendung für übrig gebliebener Raclette-Käse beinhaltet ist, möchte ich der Vollständigkeitshalber auf ein weiteres Rezept verweisen, welches euch Inspiration gibt, was ihr mit übrig gebliebenen Raclette-Kartoffeln machen könnt ;)

Ok, hier der letzte Tipp – Versprochen: Mein absoluter Lieblings Raclette-Käse ist jener von “Natürli” (hier der Link zum Sortiment). Besonders zu empfehlen sind die Sorten Portwein, Blauschimmel, Trüffel, Schaf, Geräuchert und Mostbröckli. Die meisten dieser Raclettekäsesorten sind in den grösseren Coop-Filialen erhältlich.