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Fleisch und Geflügel

Fleisch und Geflügel, Hauptspeisen, LowCarb

Tagliata di Manzo – Low Carb Grillrezept

Juli 26, 2019

Tagliata di Manzo stammt aus der italienischen Küche und bedeutet soviel wie “ein in Tranchen geschnittenes Stück Rindfleisch”, welches auf Rucola und gehobeltem Parmesan serviert wird. Ein einfaches Grillrezept, welches on top auch noch “Low Carb” also Bikinifigur-freundlich ist :)

Idealerweise nimmt man für die Tagliata di Manzo ein Entrecote oder Filet, welches Medium-Rare (also noch leicht blutig) auf dem Grill zubereitet wird. Weiter braucht es etwas Rucola, ein gutes Olivenöl, gehobelter Parmesan, Fleur de Sel und für den Farbtupfer können noch einige Cherrytomaten auf dem Teller verteilt werden. Mit nur wenig Aufwand zaubert ihr so ein leckeres, low carb Grill Gericht, welches ihr mit Genuss verzehren werdet!

Optional  kann man dazu etwas geröstetes Brot dazu reichen. Dann ist es zwar nicht mehr low carb, aber schmecken tuts um so besser ;) Einfach einige Scheiben Brot mit ein bisschen Olivenöl beträufeln und ab damit auf den Grill.

Natürlich kann die Ttagliata die Manzo auch ohne Grill zubereitet werden. Alternativ wird das Fleisch am besten in einer Grillpfanne (=Pfanne mit Rillen) oder auch in einer gewöhnlichen Bratpfanne zubereitet.

 

ZUTATEN

2 Personen

  • 200-300g Rinds Entrecote oder Filet am Stück
  • Rucola
  • Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz / Pfeffer
  • Cherrytomaten
  • Optional: Brot

ZUBEREITUNG

  1. Rucola waschen und auf zwei Tellern verteilen.
  2. Cherrytomaten waschen (pro Person 4-5 Stück), halbieren und ebenfalls auf den Tellern verteilen.
  3. Parmesan mit Hilfe eines Sparschälers (Kartoffelschäler) in feine Späne hobeln und beiseite stellen.
  4. Das Fleisch kommt nun auf den Grill oder in die Grillpfanne. Idealer Garpunkt für eine Tagliata die Manzo ist “Medium Rare” oder auch “Saignant” genannt. Dies entspricht einer Kerntemperatur von 50 Grad. Wem dies zu blutig ist, kann das Fleisch auch “Medium” oder “à Point” grillieren (Kerntemperatur 55 Grad) – aber auf keinen Fall mehr! Am einfachsten misst ihr den Garpunkt mit einem digitalen Fleischthermometer. Mehr Informationen zu den einzelnen Garstufen findet ihr hier.
  5. Sobald das Entrecot/Filet den gewünschten Garpunkt erreicht hat, wird es in feine Tranchen (ca. 5mm) geschnitten und auf dem Rucola verteilt.
  6.  Die Teller mit dem Rucola, Cherrytomaten und den frisch geschnittenen Fleischtranchen werden nun mit Fleur de Sel, schwarzem Pfeffer und mit einem guten Schuss Olivenöl verfeinert.
  7. Zum Schluss noch die gehobelten Parmesanspäne auf dem Gericht verteilen und sofort servieren.

 

Tipp: Zu diesem Gericht empfehle ich euch als Vorspeise eine kalte Gurkensuppe oder eine fruchtige Wassermelonen-Gazpacho zu servieren.

Blitzküche, Fleisch und Geflügel, Vegi

Reste Wrap – einfach Essensreste verwerten

Juni 6, 2019

Essensreste wegwerfen? Geht gar nicht…aber mal ehrlich: Die meisten von uns müssen dies leider immer mal wieder tun. Ein Tupperware, welches im hintersten Kühlschrankecken vergessen gegangen ist, ein bisschen Salat, der eigentlich schon längst hätte gegessen werden müssen oder das übrig gebliebene Grillfleisch, welches im kalten Zustand einen etwas gar trockenen Eindruck macht. Ja ja…diese Situation kennen wir alle. Aber zum guten Glück kommt nun das ultimative Rezept um Essensreste zu verwerten: DER RESTE WRAP!

Der Reste Wrap ist eine Art Superman oder Wonderwoman unter den Rezepten. Schnell, einfach und garantiert erfolgreich im Kampf gegen Food Waste.

Als Grundlage benötigt ihr folgende 3 Zutaten:

  • Weizen Tortillas (wenn möglich die Grossen XXL)
  • Sweet Chilli Sauce
  • BBQ Sauce

Die Weizen Tortillas kann man ungeöffnet relativ lange im Vorrat bunkern. Einmal geöffnet, wandern sie anschliessend ganz einfach in die Tiefkühltruhe. Tiefgekühlt sind die Wraps innert wenigen Minuten in einer heissen Pfanne aufgetaut.

Eine Sweet Chilli Sauce steht bei mir so oder so immer im Kühlschrank – die ist ja sozusagen “unkaputtbar” :)

Und die absolute Zauberzutat in diesem Rezept ist die BBQ-Sauce! Diese erweckt gemeinsam mit einem Schuss Wasser, erkaltete Fleischreste zu neuem Leben (eine etwas makabere Beschreibung…sorry). Ganz egal, ob ihr Grill-Fleisch, Reste vom Sonntagsbraten oder noch etwas von einem Brathühnchen übrig habt – die meistens etwas “trockenen” Fleischreste werden mit BBQ-Sauce, ein bisschen Wasser und 3 Minuten in der Bratpfanne wider super saftig.

Neben Fleischresten kann der Reste-Wrap auch mit folgenden Zutaten gefüllt werden:

  • Rohes Gemüse (alles fein geschnitten oder geraffelt)
  • Gekochte Gemüsereste (Ofengemüse, Antipasti etc.)
  • Salat und Kräuter
  • Quinoa-, Reis- oder Pastaresten
  • Cremiges: Hummus, Crème Fraiche, Sour Cream, Guacamole…etc.

Selbstverständlich kann der Reste Wrap auch vegetarisch zubereitet werden. Eurer Fantasie und Geschmacksvorlieben sind bei diesem Rezept eigentlich keine Grenzen gesetzt. Seid mutig, probiert aus und vernichtet die Essensreste in euren Kühlschränken :)

 

ZUTATEN

Für 1 Person

  • 2 Weizen Tortillas (XL)
  • Einige Salatblätter
  • Gemüsereste fein geschnitten (Karotten, Gurken, Mais, Tomaten, Peperoni, Zucchini…)
  • Fleischreste vom Grill, Braten, Grillhühnchen etc.
  • BBQ-Sauce

Dressing für Gemüse/Salat:

ZUBEREITUNG

  1. Die rohen Gemüsereste müssen allesamt fein geschnitten oder mit Hilfe einer Raffel zerkleinert werden. Gekochte Gemüsereste werden in mundgerechte Stücke geschnitten.
  2. Damit das Gemüse “nach etwas schmeckt”, werden Sweet Chilli Sauce, weisser Balsamico und Rapsöl (Mengenverhältnis je 1/3) vermengt, mit etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt und zu den Gemüse- und Salatresten gegeben.
  3. Als nächster Schritt werden die Fleischreste klein gezupft oder geschnitten (was sich besser eignet) und in einer Pfanne kurz erhitzt. Mit einem Schuss Wasser und ein bisschen BBQ-Sauce abgelöscht und auf kleiner Flamme warm gehalten.
  4. Zu guter Letzt kommen die Tortillas (gefroren oder frisch) in eine heisse Pfanne (ohne Fett!) und werden von jeder Seite 30-60 Sekunden erhitzt.
  5. Die heisse Tortillas mit dem Gemüse-Salat, etwas Fleisch und falls vorhanden mit sonstigen Resten (Reis, Quinoa…etc.) belegen, fest zusammenrollen und rasch geniessen.

Tipp: Der Wrap schmeckt besonders gut, wenn ihr zusätzlich noch ein Dipp dazu serviert. Hierfür eignet sich als Basis etwas Crème Fraiche oder Sour Cream, welche mit ein wenig BBQ Sauce und Sweet Chilli Sauce vermengt und mit Salz/Pfeffer abgeschmeckt wird.

 

 

Fleisch und Geflügel, LowCarb

Low Carb Rösti

Februar 14, 2019

Rösti und Low Carb?! Ja das ist möglich. Anstelle der kohlenhydratreichen Kartoffeln wird die Low Carb Rösti stattdessen mit Zucchetti und Karotten zubereitet. Eigentlich könnte man sie deshalb auch als Gemüserösti bezeichnen :) Zusammen mit einem leckeren Poulet-Pilz Geschnetzelten zaubert ihr so in kürzester Zeit ein leckeres und “Bikinifigurfreundliches” Dinner.

Die Low Carb Rösti schmeckt natürlich ein bisschen anders als das Original mit Kartoffeln. Dank der Zugabe von einem Ei und etwas Reibkäse kann sie aber durchaus mit dem butterigen Klassiker mithalten!

Anstelle von einem Poulet-Pilz Geschnetzelten kann die Low Carb Rösti z.B. auch einfach nur mit etwas Sauerrahm/Crème Fraiche und einem Salat serviert werden.

 

ZUTATEN

1 Portion

Gemüserösti:

  • 200g Zucchetti und Karotten gemischt (= 1/2 Zucchetti und 3 Karotten)
  • 40g Reibkäse (ich verwende Gruyère)
  • 1 Ei
  • Salz/Pfeffer

Poulet-Pilz Geschnetzeltes:

  • 1 Pouletbrüstli
  • 5 – 7 Champignon Pilze
  • 0,5 – 1dl Halbrahm (kommt darauf an, wie “linienbewusst” ihr seid ;)
  • 3 EL Weisswein
  • Fleischgewürz (ich verwende Knorr Rotisseur)
  • Knoblauchpulver
  • Salz, Pfeffer, Zucker

ZUBEREITUNG

Hinweis: Falls ihr die Low Carb Rösti mit dem Poulet-Pilz Geschnetzelten servieren möchtet, dann beginnt zuerst mit der Zubereitung des Geschnetzelten!

  1. Die Karotten schälen und zusammen mit der Zucchetti an der Röstiraffel in kleine Stückchen raffeln. Für eine Portion (wie auf dem Bild zu sehen) benötigt ihr ca. 400g Gemüse. Es spielt dabei keine Rolle, ob ihr genau die Hälfte Zucchetti und die Hälfte Karotten verwendet oder vom einen Gemüse etwas mehr bzw. weniger.
  2. Die geraffelten Karotten und Zucchetti werden in einer Schüssel mit einem Ei, dem Reibkäse sowie Salz und Pfeffer (am besten mit den Händen) gemischt.
  3. Nun kommt die Mischung mit etwas Olivenöl in eine kleine Bratpfanne und wird gleichmässig verteilt und festgedrückt. Bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten anbraten.
  4. Mit Hilfe eines Pfannendeckels könnt ihr die Rösti nun ganz einfach wenden: Hierfür den Pfannendeckel über die Rösti geben und die Pfanne samt Rösti drehen. Nun die Rösti ganz einfach vom Pfannendeckel zurück in die Bratpfanne gleiten lassen und die andere Seite für ebenfalls 5 Minuten braten.

Poulet-Pilz Geschnetzeltes:

  1. Die Champignons in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden und in einer Bratpfanne kräftig mit Olivenöl anbraten. Sobald diese etwas Farbe angenommen haben mit Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver abschmecken und zur Seite stellen.
  2. Währenddessen die Pilze braten kann das Pouletbrüstli in kleine Stücke geschnitten und nachher in der selben Bratpfanne angebraten werden. Sobald die Pouletstücke etwas Farbe angenommen haben, werden diese mit Fleischgewürz, Salz, Pfeffer und etwas Knoblauchpulver abgeschmeckt.
  3. Nun kommen die Champignons zurück in die Pfanne zum Poulet und alles wird mit 3 EL Weisswein und Halbrahm abgelöscht.
  4. Die Sauce kurz aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer, etwas Fleischgewürz sowie 1-2 TL Zucker abgeschmeckt.

 

Weitere leckere Low Carb Rezepte findet ihr übrigens hier:

Low Carb Burger

Low Carb Apéro Häppchen

Low Carb Pat Thai

Low Carb Vollkornpasta mit Feta-Topping

Mediterraner Low Carb Gemüseauflauf

Fleisch und Geflügel, LowCarb

Low Carb Burger

August 13, 2018

Ein saftiger Rindfleischburger und trotzdem keinen Zoff mit der Bikinifigur?! Ja, das geht! Dank einem Proteinbrötchen wird ein klassischer Burger schnell zu einem leckeren “Low Carb Burger”. Verzichtet man nämlich auf das schwammige Weissbrot und achtet bei den weiteren Zutaten etwas auf deren Kaloriengehalt, so ist es möglich, ein sündhaftes Burger-Erlebnis in eine ausgewogene und gesunde Mahlzeit zu verwandeln.

Beim Burgerfleisch habe ich mich für den Bell Barbecue Triple B Burger entschieden. Dieser Burger besteht aus 100% Schweizer Rassenfleisch, ist grob  gewolft und absolut ungewürzt. Der fertig gebratene Burgerpatty hat ein herrlich intensives Fleischaroma und macht den Low Carb Burger zu einem absoluten Hochgenuss!

Euer Low Carb Burger könnt ihr nach Lust und Laune mit den Zutaten kombinieren, die euch am liebsten sind. Ich habe mich für eine klassische Cheese Burger Variante mit Coleslaw-Salat, Essiggurken, Tomaten, Zwiebeln und einer rauchig-scharfen Cocktail-Sauce entschieden. Ihr könnt aber auch z.B. eine mediterrane Variante mit Basilikumpesto, Tomaten und Mozzarella zaubern. Oder eine orientalisch angehauchte Kreation mit hausgemachtem Hummus, Avocado und gebratenem Halumi?

Eurer Fantasie soll keine Grenzen gesetzt sein. Falls ihr eine Low Carb Burger Kreation anstrebt, achtet einfach darauf, dass der Burger auch wirklich Low Carb, d.h. Kohlenhydrat- und Zucker-reduziert zubereitet wird..also bitte keine Fertig-Saucen etc. verwenden ;)

 

ZUTATEN

4 Burger

  • 2 Packungen Bell Barbecue Triple B Burger (4 Burgerpatties)
  • 4 Low Carb Brötchen (z.B. im Coop erhältlich)
  • 50g Rucola
  • 1 Rote Zwiebel
  • 1 Tomate
  • 4 Essiggurken in Scheiben
  • 4 Scheiben Schmelzkäse (Cheddar, Gruyère…)

Coleslaw-Salat

  • 120g Coleslaw-Salat fertig gerüstet (im Kühlregal bei Coop oder Migros)
  • 2 gehäufte EL fettreduzierte Mayonnaise
  • 2 gehäufte EL Natur Joghurt
  • 1 EL weisser Balsamico Essig
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • Salz

Spicy-Smokey Cocktail Sauce

  • 2 gehäufte EL fettreduzierte Mayonnaise
  • 2 EL Ketchup
  • 2 EL Natur Joghurt
  • 1 TL Tabasco
  • 1 Prise Räucherpaprika
  • 1/2 TL Zucker
  • Salz

ZUBEREITUNG

  1. Alle Zutaten für den Coleslaw-Salat miteinander mischen und mit Salz abschmecken.
  2. Für die Sauce ebenfalls alle Zutaten miteinander vermengen und mit nach Belieben mit Salz und Zucker abschmecken. Wer es nicht so scharf mag, der gibt weniger Tabasco zur Sauce.
  3. Sobald der Coleslaw-Salat und die Sauce fertig zubereitet sind, werden die restlichen Zutaten für den Burger vorbereitet: Tomaten in Scheiben geschnitten, Zwiebelringe, Essiggurken in Scheiben (falls nicht bereits in Scheiben gekauft) etc.
  4. Die Low Carb Brötchen kommen nun bei 150 Grad nochmals kurz für ca. 5 Minuten in den Backofen. Wenn ihr diese nochmals erwärmt, werden sie schön knusprig und das Burger-Erlebnis nochmals um ein Vielfaches verbessert ;)
  5. Währenddessen die Brötchen im Ofen wärmen, werden die Burgerpatties in einer Bratpfanne (oder auf dem Grill) mit wenig Öl angebraten. Nach 2-3 Minuten werden die Patties gewendet, etwas gesalzen und mit einem Stück Schmelzkäse belegt. Sobald auch die andere Seite angebraten und die gewünschte Garstufe erreicht ist, sind die Burger bereit zum Belegen.
  6. Halbiert die Low Carb Brötchen mit Hilfe eines Messers, verteilt die Sauce auf beiden Brötchenhälften und belegt dann eure Low Carb Burger nach Lust und Laune mit den Rindfleischpatties, Coleslaw-Salat, Rucola etc.
  7. Zum Schluss den Burger noch mit Hilfe eines Apéro-Sticks “befestigen” und sofort servieren.

Tipp: Anstelle der Low Carb Brötchen könnt ihr den Burger auch mit zwei grossen Eisbergsalat-Blätter servieren. Dies gleicht nicht ganz dem klassischen Burger-Erlebnis, schmeckt aber trotzdem gut und hat noch weniger Kalorien.

Diesen Rezept entstand in Kooperation mit Bell Schweiz.

Basics, Fleisch und Geflügel

Sauce Bolognese – einfach aber göttlich!

Februar 26, 2018

Eine gute Sauce Bolognese – oder wie die Italiener sagen “Ragu alla Bolognese” ist definitiv Geschmacksache. Die einen mögen Ihre Bolognese mit Stangensellerie, die anderen kriegen nur schon beim Gedanken an das Grünzeug Magenkrämpfe. Mir persönlich geht es zum Beispiel so. Dann gibt es jene Spezialisten, die ihrer Bolognese grob geschnittene Karotten hinzufügen – auch nicht mein Fall! Und dann gibt es noch die Sorte von Bolognese, welche wohl mit “wässrig” und “fad” am besten umschrieben wird. Falls diese Attribute auch so gar nicht eurem Geschmack entsprechen, dann seid ihr mit Düsentrieb’s Kitchens Bolognese-Rezept bestens bedient! :)

Meine Bolognese ist nämlich dank einem simplen Trick wunderbar sämig in ihrer Konsistenz, bereitet euch ein herrlich würziges Geschmackserlebnis und katapultiert euch dank frischen Kräutern direkt nach Italien in Nonnas Küche!

Jetzt habe ich euch ziemlich viel versprochen! Ich weiss :) Schlussendlich ist und bleibt es Geschmacksache, wie man die Sauce Bolognese am liebsten hat. Ihr könnt bei meinem Rezept auch beliebig variieren, je nachdem ob ihr die Bolognese z.b. weniger “Tomatiger” gestalten möchtet, dann gebt einfach nur halb so viel Pelati hinzu. Oder ihr könnt auch mit den Kräutern variieren – ganz nach eurem Gusto!

Viel Spass beim Nachkochen und “buon appetito!”

ZUTATEN

8 Portionen

  • 600g Rindshack
  • Fleischgewürz (ich nehme seit Jahren das von Knorr “Rôtisseur”)
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 3 EL Tomatenpüree
  • 1-2 Knoblizehen
  • 2 Rüebli (oder 1 grosses), mit der Käsereibe fein gerieben
  • 2dl Rotwein
  • 800g gehackte Tomaten (Pelati)
  • 2dl Wasser
  • 1 EL getrocknete Italienische Kräuter
  • 2 EL Zucker
  • 2 Zweige frischer Rosmarin (gehackt)
  • 1/2 Bund frischer Basilikum (grob geschnitten)
  • 2 EL Knorr Bratensauce
  • 1 EL Balsamico
  • Olivenöl / Salz / Pfeffer

 

ZUBEREITUNG

  1. Das Hackfleisch in zwei Portionen nacheinander kräftig in Olivenöl anbraten. Es ist wichtig, dass ihr nicht alles auf einmal in die Pfanne gebt, sonst entsteht zu viel Wasser und das Fleisch kann keine Röstaromen entwickeln. Sobald das Hackfleisch schön gebräunt ist, wird dieses mit ca. 1 TL Fleischgewürz, Salz und Pfeffer abgeschmeckt und zur Seite gestellt.
  2. Nun werden die Zwiebeln in der selben Pfanne in Olivenöl angeschwitzt. Sobald diese glasig sind, wird der Knoblauch dazu gepresst und ebenfalls KURZ mit angebraten. Wichtig: Der Knoblauch darf auf keinen Fall bräunen oder sogar schwarz werden! Dann wird der Knoblauch bitter. Deshalb nur kurz mit anbraten und dann sofort das Hackfleisch zurück in die Pfanne geben und alles mit dem Rotwein ablöschen.
  3. Als nächstes kommen die fein geriebenen Karotten sowie das Tomatenpüree zum Hackfleisch und wird mit dem Fleisch vermengt. Gleich darauf folgend die gehackten Tomaten (Pelati), welche ebenfalls zum Fleisch gegeben werden.
  4. Nun folgen nacheinander 2dl Wasser, Bratensauce, getrocknete Italienische Kräuter, frischer Rosmarin und Basilikum, Zucker und Balsamico. Sobald alles gut miteinander vermengt ist, probiert ihr die Sauce und würzt diese mit Salz/Pfeffer oder als Alternative zum Salz könnt ihr auch etwas Bouillon hinzugeben.
  5. Alles ca. 15 Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen – fertig.

Am besten schmeckt mir persönlich die Bolognese mit Tagliatelle. Spaghetti sind auch ok, aber seid ich das erste Mal die Kombination mit Tagliatelle getestet habe, gibt es für mich kein zurück mehr! :)

Tipp: Ich koche meistens immer eine grosse Portion Bolognese, so dass ich die übrig gebliebene Sauce im Tiefkühler einfrieren kann. Diese hält sich im Gefrierfach problemlos bis zu 6 Monate. Und eignet sich perfekt, wenn sich mal wieder spontan Gäste ankünden oder man einfach keine Lust zum Kochen hat ;)

Extra-Tipp: Eine gute Sauce ist nur halb so gut, wenn man die Pasta dazu nicht perfekt zubereitet. Wie ihr Pasta richtig kocht und v.a. die richtige Menge Salz hinzufügt, erfährt ihr hier.

Fleisch und Geflügel, Hauptspeisen, LowCarb

One Tray – Pouletschenkel und Gemüse aus dem Ofen

Februar 9, 2018

Dieses One Tray Rezept macht es möglich, ein schnelles und gesundes Ofengericht zu zaubern – und das alles auf nur einem Blech!

Wie funktioniert “One Tray”?

Die Pouletschenkel werden dabei knusprig zart und die verschiednen Gemüsesorten sind allesamt auf den Punkt geröstet. Wie das geht? Ganz einfach: “It’s all about the timing” :) Insgesamt braucht das Gericht 50-55 Minuten im Ofen, wobei man mit den Pouletschenkel beginnt und nach und nach die einzelnen Gemüsesorten dazu gibt. Je länger ein Gemüse benötigt, desto früher kommt es in den Ofen. Der Vorteil dabei ist, dass ihr a) nur ein Blech benötigt (und wieder reinigen müsst) und b) innerhalb von knapp einer Stunde ein gesundes Gericht, bestehend aus Poulet und 4 verschiedenen Gemüsesorten zubereiten könnt.

“One Tray”, also alles auf einem Blech, ist sozusagen eine Erweiterung von den bekannten “One Pot” Rezepten, bei welchen man nur einen einzigen Kochtopf benötigt. Ein Beispiel für ein schnelles One Pot Rezept findet ihr übrigens hier: One Pot Chicken Quinoa “Thai Style”.

Welche Gemüsesorten passen?

Ich habe mich bewusst bei diesem Rezept für saisonales Gemüse entschieden: Radicchio Trevisano, Fenchel, Frühlingskartoffeln und Kale (Federkohl). Gerade der Radicchio Trevisano ist ein Gemüse, welches ich bis jetzt noch nie gekauft oder gegessen habe. Es wurde also höchste Zeit, sich an dessen Zubereitung zu wagen :) Radicchio Trevisano ist vielleicht nicht jedermanns Sache, da er etwas bitter im Aroma ist. Diese Bitterstoffe gehen aber zum grössten Teil durch das Rösten im Ofen verloren. Und in der Kombination mit dem leicht süsslich schmeckendem Fenchel und den süss glasierten Pouletschenkel ist der Radicchio Trevisano eine ideale Geschmacksergänzung.

Das Ofengemüse kann nach Lust und Laune oder je nach Kühlschrankvorrat zusammenstellen werden ;) Wichtig dabei ist, dass ihr die unterschiedlichen Garzeiten beachtet. Festere Gemüsesorten, wie z.B. Kartoffeln/Süsskartoffeln brauchen ihre 45 Minuten, wobei z.B. in Scheiben geschnittene Zucchetti bereits in 15-20 Minuten gar sind. Eine praktische Übersicht der Garzeiten verschiedenster Gemüsesorten findet ihr hier. Wichtig: Diese Angaben, wie auch meine Garzeiten dienen als ANHALTSPUNKT. Ob jetzt das eine oder andere Gemüse 5 Minuten länger oder kürzer im Ofen ist, spielt keine Rolle. Man kann also eigentlich (fast) nichts falsch machen ;)

Lange Rede kurzer Sinn: Probiert die One Tray Pouletschenkel mit Ofengemüse – ihr werdet erstaunt sein, wie einfach das Ganze zubereitet ist. Und wenn man sich noch ein bisschen Mühe beim Arrangieren des Gemüses gibt, sieht dieses One Tray Rezept auch noch fantastisch aus! :)

 

ZUTATEN

2 Personen:

  • 2 Pouletschenkel
  • 1 Fenchel
  • 1 Radicchio Trevisano
  • 2 Blätter Kale (Federkohl)
  • 6-8 Frühlingskartoffeln
  • 3 Rosmarinzweige
  • 1 Knoblauchzehen
  • Olivenöl (hochwertiges!)
  • 1 frische Orange für Marinade, Dip und Deko

Marinade fürs Poulet:

  • 1.5 EL Sojasauce
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL frischer Orangensaft

Dip:

  • 1/2 Becher Crème Fraiche
  • 2 EL frischer Orangensaft
  • Salz

ZUBEREITUNG

Vorbereitung

  1. Den Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorwärmen und ein Blech mit einem Backpapier vorbereiten.
  2. Für den “Finish” wird ein Kräuter-Knoblauchöl vorbereitet. Hierfür werden in einem Schälchen ca. 6 EL Olivenöl zusammen mit einem halbierten Knoblauchzehen und 1 Zweig Rosmarin (nur die Nadeln, kleingeschnitten) eingelegt. Das Kräuter-Knoblauchöl geben wir auf das Gericht, wenn dieses fertig aus dem Ofen kommt.
  3. Für den Dip wird die Crème Fraiche mit dem Orangensaft und etwas Salz gemischt und bis zum Servieren in den Kühlschrank gestellt.

Los geht’s mit dem One Tray:

  1. Alle Zutaten für die Marinade mischen und die Poueltschenkel mit Hilfe eines Pinsels damit bestreichen. Diese kommen nun als aller erstes aufs Blech und ab damit in den Ofen.
  2. Die Frühlingskartoffeln waschen, halbieren, mit Olivenöl und Salz marinieren und 10 Minuten nach den Pouletschenkel ebenfalls aufs Blech geben.
  3. Den Fenchel ebenfalls waschen und in ca. 5-7mm dicke Scheiben schneiden, mit Salz und Olivenöl marinieren und 10 Minuten nach den Kartoffeln aufs Blech geben.
  4. Den Radicchio Trevisano waschen, vierteln, mit Salz und Olivenöl beträufeln und 15 Minuten nach dem Fenchel aufs Blech geben.
  5. Den Kale waschen, vom dicken Stengel befreien und in kleine Stücke schneiden. Ebenfalls mit Salz und Olivenöl marinieren und 10 Minuten nach dem Radicchio Trevisano zu den restlichen Zutaten aufs Blech geben. Gleichzeitig wird nochmals eine Portion der Marinade aufs Poulet gegeben und alles für die letzten 10 Minuten im Ofen gegart.
  6. Nach insgesamt 50-55 Minuten Garzeit im Ofen sollte das Poulet und das Gemüse gar sein. Nehmt nun das Blech aus dem Ofen, verteilt das zu Beginn vorbereitete Kräuter-Knoblauchöl darüber. FERTIG!

Das hört sich jetzt vielleicht etwas kompliziert an, deshalb hier nochmals das Timing / Uhrzeit:

00′ Pouletschenkel (50 – 55 Min.)

10′ Frühlingskartoffeln (40 Min.)

20′ Fenchel (30 Min.)

35′ Radicchio Trevisano (15 Min.)

40′ Kale (10 Min.) und nochmals Marinade aufs Poulet

 

Tipp: Zur Deko habe ich noch 2 Orangenscheiben (Blutorange) mit aufs Blech gegeben. Diese hatte ich noch übrig, da ich für die Marinade und den Dip Orangensaft benötigte und haben einzig den Zweck hübsch auszusehen :)

Wer sich Low Carb ernährt, lässt bei diesem Rezept einfach die Kartoffeln weg bzw. ersetzt diese durch ein weiteres Gemüse mit einem weniger hohen Kohlenhydrate-Anteil.

 

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Low Carb Pad Thai mit Shirataki Nudeln

Januar 31, 2018

Ein Pad Thai mit Shiritaki Nudeln ist eine Kohlenhydrate- und Kalorien reduzierte Alternative zum klassischen Pad Thai, welches mit Reisnudeln zubereitet wird. Shirataki Nudeln werden aus der sogenannten Konjak-Wurzel hergestellt und haben so gut wie keine Kalorien und auch keine Kohlenhydrate. Auf 100g Nudeln kommen gerade mal 9 kcal und 0.5g Kohlenhydrate! Für alle Low Carb Fans und diejenigen, welche den Winterspeck loswerden müssen sind Shiritaki ein absolutes Must-Try!

Man sagt, die Nudeln seien Geschmacksneutral, wobei ich diese alleine schon wegen ihrer Konsistenz nicht mit einer Tomaten – oder einer anderen Pastasauce essen würde. Schlussendlich ist es Geschmacksache, wie man die Shirataki kombiniert.  Meine Empfehlung lautet jedoch klar, diese ausschliesslich für asiatische Gerichte zu verwenden, da sie am ehesten den Reisnudeln gleichkommen. Also z.B. für gebratene Nudeln, Wok-Gerichte oder eben für ein Pad Thai.

Erhältlich sind die Shirataki Noodles in Asia- und Bio-Shops und seit Neustem sogar im Migros (guckst du hier).

 

 

ZUTATEN

1 Portion

  • 1 Packung Shirataki Nudeln
  • 1 Pouletbrüstli oder 1/2 Tofu
  • 1 Ei
  • 3 Handvoll Sojasprossen (ein bisschen für Garnitur/Deko übrig lassen)
  • 1/2  Frühlingszwiebel (nur den grünen Teil verwenden)
  • 1/4 Limette
  • 2 EL leicht zerkleinerte Erdnüsse
  • Sojasauce
  • Pad Thai Würzpaste (aus dem Asiashop)*
  • Optional: Tiefgekühlte Kefe und Edamame-Bohnen (geschält)

 

ZUBEREITUNG

  1. Shirataki Nudeln mit kaltem Wasser spülen.
  2. Tofu oder Poulet in kleine Stücke schneiden und kräftig braten, mit Sojasauce ablöschen.
  3. Zum Tofu oder Poulet das Ei hinzugeben und währen 1 Minute unter ständigem rühren anbraten. Es sollten dabei kleine Ei-Stückchen (ähnlich wie Rührei) entstehen. Die Tofu-Ei-Mischung kurz probieren und wenn nötig mit etwas Salz würzen.
  4. Die Shirataki Nudeln, Sojasprossen sowie ca. 2 EL Pad Thai Würzpaste ebenfalls in die Pfanne geben und alles gut vermengen und kurz anbraten.
  5. Alles mit Sojasauce abschmecken und auf einen Teller geben. Das Pad Thai nun mit den Erdnüssen, den Frühlingszwiebeln sowie einigen Sojasprossen garnieren. Die Limette wird ebenfalls auf den Teller gelegt, damit diese kurz vor dem Verzehr darüber gepresst werden kann.

Optional: Damit das Gericht noch etwas gesünder bzw. ausgewogener wird, kann man den Gemüseanteil mit z.B. Kefen und Edamame-Bohnen (Tiefgekühlt) erhöhen. Die Kefen und Edamame hierfür zu aller erst (noch vor dem Tofu) in der Bratpfanne in etwas Öl anbraten und mit Salz/Pfeffer und Knoblauchpulver würzen. Das Anbraten der tiefgekühlten Kefen/Edamame dauert nur 3-5 Minuten. Sobald das getan ist, kann das Gemüse beiseite gestellt und erst ganz zum Schluss zusammen mit den Nudeln wieder dem Gericht beigefügt werden.

Tipp: Wer mit dem ganzen Low Carb nix anfangen kann, verwendet anstelle von Shiritaki Nudeln gewöhnliche Reisnudeln. Diese werden gemäss Packungsanleitung im Salzwasser gekocht, mit kaltem Wasser abgeschreckt und solange beiseite gestellt, bis ihr bei Rezeptschritt Nr. 4 angekommen seid.

*Pad Thai Würzpaste aus dem Glas verwende ich, weil die Selbstherstellung eher aufwändig ist. Man kann selbstverständlich auch alles frisch zubereiten – aber nur wenn man etwas mehr Zeit zur Verfügung habt ;) Die Würzpaste, welche ich verlinkt habe, fand ich bei mir im Asia Shop in Zürich (Lian Hua, Birmensdorferstrasse). Diese ist geschmacklich wirklich super!

 

Fleisch und Geflügel, Hauptspeisen, Suppe, Vegi

Herbstliche Gemüsesuppe mit Marroni und Spätzli

November 5, 2017

Nachhause kommen, die Füsse hochlegen, sich auf dem Sofa einkuscheln und eine leckere Gemüsesuppe essen…hört sich toll an, oder? :)

Herbstzeit ist Suppenzeit. Zumindest der Beginn der Suppenzeit. Diese dauert ja locker von Oktober bis März (oh gott!) Neben den vielen tollen Aspekten, die uns die Herbstmonate bescheren, ist es auch die Zeit der wieder kürzer werdenden Tage, der kälteren Temperaturen und des Wind- und Regenwetters, welches einem um die Ohren pfeift. Die perfekte Zeit für eine dampfend heisse Suppe, wenn man Abends nachhause kommt :)

Diese herbstliche Gemüsesuppe mit ihrer intensiven Gewürznote wärmt nicht nur Herz und Magen sondern eignet sich auch hervorragend als Resteverwertung. Übriggebliebene Spätzli, Rosenkohl oder glasierte Marroni vom Sonntags-Wildgericht können in dieser Gemüsesuppe ideal verwertet werden. Aber auch übrig gebliebene Kartoffeln vom Raclette oder sonst ein Gemüse, dass “gegessen werden muss”, kann als Zutat beigegeben werden. Wichtig ist einfach, dass folgende Grundzutaten in diesem Rezept vorkommen:

  • Gewürze: Ingwer, Zimt, Sternanis
  • Klassisches Suppengemüse (Karotte, Sellerie, Wirz, Lauch, Zwiebel)
  • Tiefgefrorene Marroni
  • Frische Spätzli (selbstgemacht oder aus dem Kühlregal)

 

ZUTATEN

4 Personen

  • 1.5l Wasser
  • 3 Bouillonwürfel
  • 5cm Ingwer in feine Scheiben geschnitten
  • 1/3 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • 1 Fenchel
  • 1 Packung Suppengemüse (Karotte, Sellerie, Wirz, Lauch, Zwiebel)
  • 200g Marroni (tiefgefroren, geschält)
  • Pro Person eine Handvoll Spätzli (selber gemacht oder aus dem Kühlregal)
  • 150g Kürbiswürfel vorgekocht oder frischer Kürbis, fein geschnitten (z.B. Kleiner Knirps)
  • Optional: Wurst für die Suppe z.B. Schüblig, Hirschwurst etc.

 

ZUBEREITUNG

  1. Zwiebel in feine Streifen schneiden und in etwas Olivenöl kurz anbraten.
  2. Mit 1.5dl Wasser ablöschen und Bouillonwürfel hinzugeben.
  3. Den Ingwer in feine Scheiben schneiden. Die Ingwerscheiben werden dann zusammen mit 1/3 Zimstange sowie einem Stück Sternanis in ein Teefiltersäckchen gegeben, zugebunden und in die Boullion gelegt.
  4. Währenddessen die Boullion mit den Gewürzen köchelt, könnt ihr das Gemüse (Fenchel, Karotte, Sellerie, Lauch, Wirz) klein schneiden und in die Boullion geben. Alles für ca. 10 Minuten kochen.
  5. Als nächster Schritt kommen die Marroni, den bereits vorgekochten Kürbis (oder fein geschnittenen, frischen Kürbis) hinzu. Diese Zutaten brauchen nur noch 5 Minuten, damit sie gar sind.
  6. Wer sich dafür entschieden hat, die Suppe MIT WURST zur servieren, wäre das ebenfalls der Moment, die in Stücke geschnittene Wurst zusammen mit den Marroni und dem Kürbis zur Suppe hinzuzugeben.
  7. Die Suppe in Teller verteilen und pro Teller eine Handvoll Spätzli hinzugeben. Diese werden nicht mitgekocht, weil sie schnell matschig werden, v.a. dann wenn ihr die Suppenreste im Kühlschrank aufbewahrt. Deshalb die Spätzli immer erst kurz vor dem Servieren in die Suppe geben.

Tipp: Wer mit dem zu Beginn erwähnten Teefiltersäckli überfordert ist, bzw. keine zuhause hat, der kann alternativ die Gewürze (Ingwer, Zimt, Sternanis) auch ohne Säckchen in die Bouillon gegeben und “lose” mitkochen. Somit müsst ihr die Bouillon mit den Gewürzen ca. 15-20 Minuten kochen lassen und herausnehmen bevor die restlichen Zutaten hinzugegeben werden.

Extra-Tipp: Wenn ihr die Suppe vegetarisch d.h. ohne Wurst zubereitet, gebt kurz vor dem Servieren noch einen Hauch Räucherpaprika hinzu.

 

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Pollo Tonnato

August 26, 2017
Bild Pollo Tonnato

Ich liebe Vitello Tonnato. Eine einfachere, schneller und kostengünstigere Variante ist jedoch das Pollo Tonnato. Richtig…Pollo = Poulet, Hühnchen, Chicken – whatever.

Folgende 3 Gründe sprechen für ein Pollo Tonnato:
1. Das Pochieren des Pouletfleisches dauert nicht so lange, das heisst ca. 10-15 Minuten (vs. 60 Minuten beim Kalbfleischstück)

2. Die Pouletbrüste sind kleiner, d.h. man kann auch für wenige Personen ein Pollo Tonnato zubereiten

3. Poulet ist sozusagen überall erhältlich, also auch in “meinem” Mini-Migros in Zürich Wiedkon. Das geeignete Stück Kalbfleisch für ein klassisches Vitello Tonnato bekommt man entweder beim Metzger oder in grösseren Migros/Coops mit Fleischtheken.
Dieses Rezept ist zudem ein bisschen einfacher gestaltet, als das klassische Vitello Tonnato, da ich fertige Mayonnaise aus der Tube verwende. Normalerweise wird hierfür extra eine frische Mayonnaise hergestellt.
Für Feinschmecker ist das ein absolutes NoGo…ich weiss. Aber ich versuche ja auch Rezepte zu kreieren, die „relativ einfach“ und schnell zuzubereiten sind.
Das Pollo Tonnato eignet sich entweder als Vorspeise oder kann auch als „leichten“ Hauptgang im Sommer serviert werden.
Zusammen mit ein bisschen Blattsalat und einem kühlen Glas Weisswein wird euch das Pollo Tonnato glücklich machen. Versprochen ;)

ZUTATEN
2 Personen Hauptgang
4 Personen Vorspeise- 2 grosse Pouletbrüste (Total 300-350g)Sud:
– 1.5l Wasser
– 1 Rosmarin Zweig
– 3 Lorbeerblätter
– 2-3 Knoblauchzehen
– 2 Scheiben Zitrone
– Salz
Sauce:
– Rosa Thunfisch (Dose à 200g)
– 150g Mayonnaise (geht auch mit Light Mayonnaise)
– 4-6 Sardellenfilets
– 1-2 EL Kapern
– 4 EL Rahm oder Milch
– 8-16 EL Sud (je nach dem wie flüssig man die Sauce möchte)
– 1 Spritzer Zitronensaft
– Salz/PfefferGarnitur:
– Blattsalat
– Zitronenscheibe
– Kapernäpfel

ZUBEREITUNG

1. Die Zutaten für den Sud, in welchem wir die Pouletbrüste pochieren, werden alle miteinander in einem Topf zum kochen gebracht. Gebt dabei so viel Salz hinzu, wie ihr das auch beim Pastakochen macht. Falls ihr diesbezüglich unsicher seid, liest meinen Blogbeitrag über Pastawasser richtig salzen ;) Und was zum Teufel heisst Pochieren? Wenn wir Fleisch, Eier oder Gemüse „pochieren“, bedeutet das nichts anderes, als schonendes garen im Wasser bei 75 – 90 Grad (kurz vor dem Siedepunkt).

2. Sobald das Wasser kocht, gebt ihr die Pouletbrüste hinzu und reduziert die Hitze soweit, dass das Wasser nicht mehr sprudelt, also knapp unter dem Siedepunkt. Die Pouletbrüste brauchen nun ca. 15 Minuten, bis sie gar sind, d.h. eine Kerntemperatur von 70 Grad erreicht haben. Am einfachsten misst ihr das mit einem digitalen Fleischthermometer. Ich habe einen von der Migros für knapp CHF 30.- gekauft (Gourmetthermometer Cucina & Tavola).  Die Anschaffung eines digitalen Fleischthermometer lohnt sich definitiv! Nicht nur für das Pollo Tonnato sondern auch für eure Grill-Experimente, Niedergar-Gerichte oder auch für Fleisch, das in der Bratpfanne zubereitet wird. Wenn ihr kein Thermometer habt, ist das auch nicht so tragisch, dann müsst ihr die Pouletbrüste einfach mit dem Messer einschneiden, damit ihr sehen könnt, ob sie gar sind.

3. Sobald die Pouletbrüste durchgegart sind, werden diese aus dem Sud genommen und ausgekühlt. Am besten ist es, wenn ihr dies schon am Vortag machen könnt. Das Auskühlen dauert aber nicht all zu lange. Sobald das Fleisch lauwarm ist, könnt ihr bereits damit beginnen, dieses in ca. 3mm dicke Scheiben zu schneiden und auf Tellern anzurichten. Sobald das Fleisch in Scheiben geschnitten ist, kühlt es in nullkommnix aus ;)
Verwendet hierfür ein gut geschärftes Küchenmesser und schneidet LANGSAM. Wenn ihr zu schnell arbeitet, zerreisst es die Pouletscheiben.

4. Für die Sauce gebt ihr am besten alle Zutaten in den Mixer, Food-Processor oder in einen Behälter, in welchem ihr mit dem Stabmixer alles pürieren könnt. Wichtig: Ihr müsst die Sauce sehr fein pürieren. Verdünnt die Sauce mit dem übrig gebliebenen Sud soweit, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht. Die einen mögen eher dickere Saucen zum Vitello oder Pollo Tonnato, ich persönlich bevorzuge es, wenn sie eher etwas dünner ist. Geschmacksache!

5. Die ausgekühlten Fleischscheiben werden auf Tellern schön angerichtet und mit der Sauce beträufelt. Tipp: Gebt nicht zu viel Sauce auf das die Pouletscheiben, weil nicht jeder gleich viel Sauce mag. Den Rest der Sauce könnt ihr separat servieren, so dass sich jeder so viel nehmen kann, wie er/sie mag.

6. Das Pollo Tonnato zusätzlich mit einigen Kapern garnieren. Die etwas grösseren eignen sich hierfür besser. Ihr könnt aber auch die kleinen, d.h. die gleichen wie für die Sauce verwenden. Zusätzlich als Garnitur/Beilage eignen sich einige Salatblätter, welche mit etwas Olivenöl, Balsamico Essig, Salz und Pfeffer mariniert werden.

Tipp: Die übrig gebliebene Sauce hält sich einige Tage im Kühlschrank. Diese kann z.B. als Dipp für Gemüsesticks verwendet werden.

Extra-Tipp: Wer ein ultra schnelle Version des Vitello Tonnatos zaubern möchte, der kann auch fertiges Roastbeef (fein geschnitten) kaufen und mit der Sauce beträufeln. Ist dann ebenfalls kein Vitello sondern ein Manzo Tonnato, schmeckt aber super lecker und ist in No-Time zubereitet ;)

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Japanisches Rindstatar

April 2, 2017

Ein Japanisches Rindstatar habe ich bis jetzt weder gesehen, geschweige denn gegessen. Im Rahmen der “Cooketition”, zu welcher ich von meinem lieben Blogger-Kollege Christian von FoodFreaks eingeladen worden bin, stellte ich mich jedoch gerne dieser Herausforderung.

Die Cooketion startete mit Markus Neff, einem begnadeten 18-GM-Punkte Koch, welchen ich vergangenes Jahr im wunderschönen Waldhotel Fletschorn kennenlernen durfte. In Zusammenarbeit mit coop@home Online-Metzger ging es darum, eine ganz persönliche Tatar-Kreation zu zaubern. Vorgelegt hat Markus Neff mit einem klassischen Rindstatar. Weiter ging die Einladung an David Schnapp von Das Filet, der ein Rinder-Tatar mit Kräutern kreierte sowie an Christian von FoodFreaks, der mit einem Tatar Tonnato eine Symbiose vom klassischen Rindstatar und einem Vitello Tonnato schuf.

Meine ursprüngliche Idee, ein “Vietnamesisches Tatar” zu kreieren, wurde sogleich von Andy (lieberlecker) gecrashed, der mir mit einem Beef Tatar asiatisch zu vor gekommen ist ;)

Passend zur Kirschblütensaison haben ich mich schlussendlich für eine japanische Version des klassischen Rindstatars entschieden. Ziel dabei war es, die auf meiner Japan-Reise neu entdeckten Aromen in dieser Kreation festzuhalten. Und ich glaube, es ist mir gelungen :) Zusammen mit einem Glas eisgekühltem Sake, fühlte ich mich beim gestrigen Testessen/Testkochen in unseren wunderschönen Japan-Urlaub zurück katapultiert.

Dank coop@Home Online-Metzger, konnte ich mir an einer virtuellen Fleischtheke das passende Filetstück aussuchen, welches dann auch am nächsten Tag vakuumiert (!) geliefert wurde. Herzlichen Dank dafür.

In diesem Sinne “Arigatou” Markus Neff und coop@home für diese tolle Cooketition!

 

ZUTATEN

Vorspeise 2 Personen, Hauptgang 1 Person

  • 200g Rinderfilet
  • 3 Stangen Frühlingszwiebel (nur das Grüne)
  • 1 Eigelb
  • 3 EL Reisessig
  • 2 TL Sesamöl
  • 1 TL Limettensaft
  • 1/2 bis 1 ganzes Noriblatt
  • 2 EL gerösteter Sesam
  • 3 EL Katsuobushi (erhältlich im Asia-Shop)
  • 10 Tropfen Tabasco
  • Salz

Wasabi-Crème:

  • 1 TL Wasabi-Paste
  • 2 EL Sauerrahm
  • Salz
  • Optional: 1/2 TL Matcha-Pulver

Beilage:

  • Toast
  • Butter

ZUBEREITUNG

  1. Das Rindsfilet wird in kleine Würfel geschnitten (ca. 3-4mm). Die Mühe lohnt sich, denn ein von Hand geschnittenes Tatar ist einfach um Welten besser, als wenn es durch den Fleischwolf gedreht wird.
  2. In einer Pfanne werden die Sesamsamen bei mittlerer Hitze und ohne Fett angeröstet, bis diese eine leichte Bräune haben. Der Sesam sollte noch kurz ausgekühlt werden, bevor dieser zum Fleisch gegeben wird.
  3. Währenddessen könnt ihr die Frühlingszwiebeln (nur der grüne Teil!) wie auch das Noriblatt in feine Stücke schneiden. Für die Zerkleinerung des Noriblattes empfehle ich euch eine Küchenschere zu Hilfe zu nehmen – dies ist zwar nicht sehr elegant, jedoch um einiges einfacher ;) Die kleinen Nori-Stückchen und Frühlingszwiebeln werden zum Fleisch gegeben.
  4. Weiter hinzu kommen das Eigelb, der Reisessig, der Limettensaft, das Sesamöl sowie die Katsuobushi-Flocken.
  5. Zum Schluss wird das Tatar mit Salz und Tabasco nach persönlichem Empfinden abgeschmeckt. Anstelle von Tabasco kann auch frischer Chilli verwendet werden oder wer es gar nicht pikant mag, lässt die Schärfe einfach weg.
  6. Für die Wasabi-Crème werden der Sauerrahm zusammen mit dem Wasabi und etwas Salz vermengt. Wer mag, kann auch noch ein bisschen Matcha-Pulver hinzugeben. Die Crème wird dadurch etwas grüner aber auch bitterer.
  7. Zum Anrichten wird das Japanische Rindstatar mit Hilfe eines “Servierrings” auf 1-2 Teller verteilt und mit ein bisschen Sesam und Katsuobushi-Flocken garniert. Die Flocken bewegen sich übrigens, sobald diese mit Feuchtigkeit in Berührung kommen – ein netter Deko-Effekt on top ;) Die Wasabi-Crème ebenfalls auf den Tellern verteilen, so dass diese in individueller Menge zum Tatar gegessen werden kann.

Tipp: Ein Glässchen eisgekühlten Sake rundet das Geschmackserlebnis des Japanischen Tatars ab!