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Fleisch und Geflügel

Fleisch und Geflügel, Hauptspeisen

Stroganoff Gulasch

Oktober 7, 2020

Wie jetzt? Stroganoff oder Gulasch? Das fragt ihr euch an dieser Stelle sehr berechtigt :) Bei diesem Rezept handelt es sich um ein Gulasch, welches aber im “Stroganoff Style” zubereitet wird. Klarer? Es handelt sich also um eine Interpretation vom “Boef Stroganoff”, welches klassich mit Rindsfilet zubereitet wird, aber in diesem Fall ersetze ich das Rindsfilet mit Rindergulasch (bzw. Rindsvoressen).

Ich persönlich liebe ja Stroganoff und esse es auch mal ab und an im Restaurant. Selber gekocht habe ich es jedoch noch nie. Und ich glaube es liegt daran, weil wenn ich mir schon mal ein gutes Stück Rinderfilet gönne, dann brate ich dieses gerne am Stück und geniesse es möglichst “pur”. Da ich aber den Geschmack und die Sauce eines Stroganoffs so unglaublich lecker finde, habe ich nun mein ganz persönliches “Stroganoff Gulasch” daraus kreiert, bei welchem ich andere Fleischstück verwenden kann.

Das Gericht ist relativ simpel in der Zubereitung und lässt sich einfach vorbereiten. Das Stroganoff Gulasch ist somit ideal geeignet, wenn Ihr Gäste zu Besuch habt. Ein klassisches “Schwiegermama-Rezept mit Gelinggarantie” sozusagen ;)

Selbstgemachte Spätzli sind das i-Tüpferlchen von diesem Rezept. Wer sich aber die Mühe sparen möchte, kann auch einfach leckere Butter-Nudeln (z.b. Tagliatelle) dazu servieren.

Rezept: Stroganoff Gulasch

ZUTATEN

4 Personen

  • 600g Rindergulasch/Rindsvoressen
  • 2 Peperoni
  • 1-2 (rote) Zwiebeln
  • 2 Essiggurken
  • 250g Champions
  • 1/2 Becher Crème Fraiche
  • 2dl Rotwein
  • 3dl Wasser, 1 Bouillon-Würfel
  • 2.5 EL Paprikapulver (edelsüss)
  • 2 TL Zucker
  • Knorr Bratensauce (Tube)

Beilage:

4 Personen

  • Selbstgemachte Spätzli (Rezept findet Ihr hier)
  • Oder: 500g Tagliatelle

ZUBEREITUNG

  1. Peperoni und Zwiebeln in Streifen schneiden und kräftig in Olivenöl anbraten. Sobald Sie etwas Farbe und Röstaromen entwickeln konnten, werden die angebratenen Peperoni/Zwiebel-Streifen zur Seite gestellt.
  2. In der gleichen Pfanne wird nun das Rindergulasch kräftig angebraten und mit Salz oder eurem Liebelings-Fleischgewürz gewürzt.
  3. Mit 2dl Rotwein und 3dl Wasser ablöschen, 1 Bouillon-Würfel, 2.5 Esslöffel Paprikapulver, 2 Teelöffel Zucker und die gebratenen Peperoni/Zwiebeln dazu geben. Alles für 2h bis 2.5h auf niedriger Flamme (zugedeckt) köcheln lassen.
  4. Nach 2h-2.5h ist das Fleisch wunderbar zart und das Stroganoff Gulasch kann verfeinert werden: Als aller erstes werden Essiggurken in Streifen geschnitten und dazugegeben.
  5. Als nächster Schritt werden die Champions in Scheiben geschnitten, kräftig angebraten und mit Salz gewürzt. Die angebratenen Champions werden dann ebenfalls zum Stroganoff Gulasch gegeben.
  6. Zu guter Letzt kommt noch für die Bindung etwas Instant-Bratensauce dazu. Ich persönlich verwende immer die Knorr Bratensauce aus der Tube und gebe davon 3 “Würstchen” à ca. 8cm dazu. Wichtig: Das Stroganoff muss nochmals aufkochen, damit die Bratensauce das Ganze binden kann.
  7. Zum Schluss wird nun ein 1/2 Becher Crème Fraiche untergerührt und alles mit Salz&Pfeffer abgeschmeckt.
  8. Wer selbstgemachte Spätzli dazu servieren möchte, macht diese am besten währenddessen das Stroganoff Gulasch 2.5h vor sich hin kocht (Rezept habe ich euch bei den Zutaten verlinkt). Wer sich für die schnellen Butter-Tagliatelle entscheidet, kocht diese erst kurz vor dem Servieren.
  9. Anrichten: Stroganoff Gulasch in tiefe, vorgewärmte Teller geben, eine Protion Spätzli oder Tagliatelle dazu und das Ganze mit einem Klecks Crème Fraiche und etwas Paprikapulver garnieren.

Tipp: Das Gericht kann einfach vorbereitet werden und hält sich wunderbar 2-3 Tage im Kühlschrank. Sobald eure Gäste da sind, wird alles nur noch aufgewärmt und die Tagliatelle gekocht (oder stattdessen die selbstgemachten Spätzli in Butter angebraten.

Falls Ihr noch mehr Inspiration für Gerichte braucht, welche von Schwiergermama und Co. geliebt werden und sich zudem einfach vorbereiten lassen, dann werft doch mal einen Blick auf diese Kreation: Ossobuco – Saftige Kalbshaxen aus dem Ofen ;)

 

 
Fleisch und Geflügel, Hauptspeisen

Ossobuco – Saftige Kalbshaxen aus dem Ofen

April 11, 2020

Ossobuco ist ein traditionelles Gericht, welches ursprünglich aus dem Norden Italiens stammt. Ich persönlich verbinde Ossobuco aber viel mehr mit der Tessiner Küche. Hier, d.h. in “der Sonnenstube der Schweiz” hatte ich bereits einige Male die Gelegenheit, in einem traditionellen Grotto ein saftig, zart schmelzendes Ossobuco zu geniessen. Natürlich, wie könnte es auch anders sein, wird im Tessin dazu meistens eine leckere Bramata Polenta serviert. Mmhhhh…egal, ob das Ossobuco “eine Nonna” gekocht hat oder ein junger Küchenhengst – es schmeckte einfach immer nach grossmütterlicher Liebe, halt das, was man heute als “Soul Food” bezeichnen würde.

Erst kürzlich entschloss ich mich dazu, endlich selber mal ein Ossobuco zu “kochen”. Also eigentlich handelt sich dabei ja um ein Schmorgericht, d.h. der Ofen macht die ganze Arbeit für uns :) Und siehe da – gleich beim ersten Anlauf ein absoluter Volltreffer!! Man oh man, dachte ich mir – wieso um Himmels Willen habe ich das nicht schon früher gemacht?! Ossobuco ist so einfach zubereitet, wird (mit meinem Rezept ;) butterzart und eignet sich perfekt als Gästemenü, da man es super vorbereiten kann.

Ich brauche ca. 20 Minuten bis das Ossobuco im Ofen ist, wo es 3-4h vor sich hin schmort. Wenn man etwas langsamer in der Küche unterwegs ist, braucht man vielleicht 30 Minuten. Aber hey – that’s it! Das Fleisch kann easy bereits am Nachmittag geschmort und dann am Abend, wenn z.B. die Gäste da sind, einfach nochmals aufgewärmt werden. Und man sagt ja, dass ein aufgewärmtes Ossobuco sogar einen Ticken besser schmeckt, als frisch zubereitet ;)

Lange Rede, kurzer Sinn – hier meine Tipps für ein perfekt gegartes, butterzartes Ossocbuco mit Bramata Polenta: 

  • Kalbshaxen so dick wie möglich kaufen (5cm müssen es sein)
  • Gemüse in grobe Stücke schneiden (nicht wie in vielen Rezepten beschrieben wird, in kleine Stücke). Wenn ihr grosse Gemüsestücke zubereitet, habt ihr sogleich eine Gemüsebeilage, die ihr zum Ossobuco servieren könnt ;)
  • Die Bramata Polenta NICHT zu lange kochen. Sie darf noch etwas Biss haben
  • Seid bitte grosszügig mit der Zugabe von Butter und nehmt einen rezenten Käse (z.B. gereifter Parmesan) für die Bramata Polenta

So – ich glaub das sind die wichtigsten Infos zum Rezept. Ach ja, bevor ich es vergesse zu erwähnen: Beim Ossobuco kann man ja das Knocheninneren ebenfalls essen. Serviert also on top einige Scheiben geröstetes Brot zum Menü. Das Knochenmark kann ausgekratzt, auf das geröstete Brot gestrichen und mit ein bisschen Fleur de Sel (oder gewöhnlichem Salz) verzehrt werden ;)

Kurze Schritt für Schritt Anleitung aus meinen Instagram-Stories:

Rezept: Ossobuco – Saftige Kalbshaxen aus dem Ofen

ZUTATEN OSSOBUCO

2 Personen

  • 2 Kalbshaxen (mind. 5cm dick)
  • 4 Karotten
  • 3 Stangensellerie
  • 1-2 rote Zwiebeln
  • 350ml Weisswein
  • 2dl Bouillon
  • 1.5 TL Zucker
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Rosmarinzweige
  • 10 Cherrytomaten
  • Olivenöl
  • Bratbutter
  • Mehl

ZUTATEN BRAMATA POLENTA

2 Personen

  • 160g Bramata Polenta
  • 6-8dl Bouillon
  • 40g Butter
  • 40-50g geriebener, rezenter Parmesan

 

ZUBEREITUNG OSSOBUCO

  1. Ofen auf 130 Grad (Umluft) vorheizen.
  2. Gemüse vorbereiten: Karotten schälen und in grosse Stücke schneiden. Stangensellerie waschen und in grobe Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und je nach Grösse in 1/4 oder 1/8 schneiden. Cherrytomaten waschen und halbieren.
  3. 2dl Bouillon vorbereiten: Ich koche hierfür Wasser im Wasserkocher, messe 2dl in einem Messbecher ab und gebe soviel Instant-Bouillon dazu, bis diese kräftig/salzig schmeckt.
  4. Nun werden die 3.5dl Weisswein sowie die 1.5 TL Zucker zur Bouillon gegossen und der fertige Sud beiseite gestellt.
  5. Kalbshaxen mit Salz und Pfeffer würzen, in Mehl wenden und dann in grosszügig Bratbutter und Olivenöl kräftig anbraten. Am besten macht ihr das direkt in einem so genannten “Bräter”. Wenn ihr kein Bratbutter habt, könnt ihr auch nur Olivenöl nehmen.
  6. Angebratene Kalbshaxen aus dem Bräter nehmen, zur Seite legen und stattdessen das Gemüse (Karotten, Zwiebeln und Stangensellerie) in den Bräter geben. Ebenfalls kräftig anrösten und dann mit 2/3 des vorbereiteten Wein-Bouillon-Sud ablöschen.
  7. Kalbshaxen zurück zum Gemüse in den Bräter geben, Lorbeerblätter, Rosmarin und Cherrytomaten dazu geben.
  8. Deckel drauf und ab damit in den Ofen für 3-4h. Nach ca. 1.5h mal den Flüssigkeitsstand überprüfen: Die Kalbshaxen sollten ca. zur Hälfte (max. 3/4) in der Flüssigkeit liegen. Falls die Flüssigkeit weniger werden sollte, einfach nochmals etwas vom vorbereiteten Sud nachgiessen.
  9. Nach 3-4h sollte das Ossobuco zart geschmort sein, so dass es sich fast von selbst vom Knochen löst. Sobald dies der Fall ist, kann man das Ossobuco servieren. Werdet ihr es erst später auftischen, kann der Bräter nun aus dem Ofen genommen und ausgekühlt werden. Zum gewünschten Zeitpunkt einfach nochmals bei 100 Grad ca. 20 Minuten erwärmen.

Tipp: Falls ihr keinen Bräter habt, bratet ihr die Kalbshaxen in einer Bratpfanne an und gebt sie anschliessend in eine feuerfeste Ofenform (welche am besten einen Deckel hat).

ZUBEREITUNG BRAMATA POLENTA

  1. Bouillon zum Kochen bringen und Bramata dazu geben, einrühren. Startet mit 6dl Flüssigkeit und gebt, falls nötig, noch mehr Flüssigkeit dazu.
  2. Auf niedriger Temperatur die Bramata Polenta leicht köcheln lassen. Die Sorte, welche ich verwendet habe, war bereits nach 25 Minuten gar.
  3. Sobald die Bramata bissfest gekocht ist, werden Butter und Parmesan dazu gegeben.
  4. Gebt nochmals so viel Flüssigkeit dazu, dass die Bramata Polenta schön “schlotzig” ist. Da sie Tendenziell noch etwas nachzieht, gebe ich lieber ein bisschen mehr Flüssigkeit dazu.

Tipp: Wers besonders cremig mag, der kann zusätzlich noch ein Klecks Mascarpone in die Bramata einrühren ;)

 

Als komplettes Menü für Gäste empfehle ich euch folgende Vorspeise und Dessert:

Vorspeise Frühling/Sommer: Spargel Erdbeer Salat

Vorspeise Herbst/Winter: Orangen Randen Carpaccio

Dessert Frühling/Sommer: Luftig leichte Quarkcreme im Glas

Dessert Herbst/Winter: Zwetschgen Crumble

 
Hauptspeisen, Fleisch und Geflügel, Vegi

Chicorée Birnen Quiche – das perfekte Winterrezept!

November 25, 2019

Ein perfektes Herbst-Wintermenü: Chicorée Birnen Quiche mit Speck und Ziegenkäse. Wer wie ich, Chicorée nicht unbedingt als Lieblingssalat bezeichnen kann, der sollte mal versuchen, den Chicorée anzubraten. Mit etwas Röstaromen schmeckt der Bittersalat nämlich anders – nach meinem Geschmack sehr lecker! In Kombination mit der Süsse der Birnen und dem herben Aroma des Ziegenkäses entsteht bei der Chicorée Birnen Quiche eine wahre Geschmacksexplosion!

Saisonal Kochen, d.h. mit möglichst lokalen Zutaten etwas leckeres auf den Tisch zu zaubern, hat für mich enorm an Bedeutung gewonnen. Die Wintermonate machen es einem dabei nicht immer so einfach – viel Wurzelgemüse, Lagergemüse, wenig Früchte stehen aktuell zur Auswahl. Ein Grossteil des momentanen Angebots gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsgemüse- und Früchtesorten. So auch der Chicorée – ein Bittersalat, welcher bei vielen oftmals auf dem Tellerrand zurückbleibt.

Das schöne bei diesem Chicorée Birnen Quiche Rezept ist, dass jeder die Zutaten verwenden kann, welche ihm oder ihr am meisten munden. Wer kein Ziegenkäse mag, der lässt diesen weg oder ersetzt ihn durch einige Scheiben cremigen Brie. Ihr möchtet lieber vegetarisch essen? Kein Problem – einfach den Speck weglassen und etwas Räucherpaprika in den Guss geben ;) Und wer noch weitere Gemüsesorten dazugeben möchte (oder noch welche im Kühlschrank zum aufbrauchen hat), der kann die Chicorée Birnen Quiche mit folgenden saisonalen Gemüsesorten ergänzen: Röslichöhl, Kürbis, Federkohl, Pilze.

Ich wünsch euch viel Spass beim Nachkochen und Experimentieren! Über Feedbacks zu euren eigenen Kreationen freue ich mich immer ;)

Chicorée Birnen Quiche Chicoree Wähe Rezept Herbstrezept Herbstliche Quiche Ziegenkäse Speck

Chicorée Birnen Quiche

Vorbereitungszeit30 Min.
Zubereitungszeit25 Min.
Gericht: Hauptgang
Portionen: 6 Personen

Zutaten

  • 500 g Chicorée (3 Stück)
  • 1 Birne (gross)
  • 1 Wähenteig (fix fertig)
  • 1 Ei
  • 2.5 dl Rahm (Halbrahm)
  • 1 EL Maizena / Stärke (gehäufter EL!)
  • 1 TL Thymian (getrocknet)
  • 6 EL Reibkäse (Reibkäsemischung, Parmesan etc.)
  • 5-6 Scheiben Ziegenkäse
  • 5-6 Scheiben Bauernspeck (Vegi-Option: Räucherpaprika in den Wähenguss geben)
  • 1 rote Zwiebel

Anleitungen

  • Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Zwiebel halbieren und in feine Streifen schneiden. Chicorée ebenfalls in Streifen schneiden. Beides zusammen in einer Bratpfanne mit etwas Olivenöl kräftig anbraten (bis das Gemüse leicht gebräunt ist).
  • Birne in kleine Würfel schneiden und zum Chicorée geben. Die Mischung NICHT mehr weiter anbraten, sondern einfach zur Seite stellen.
  • Guss vorbereiten: Ei, Rahm, Stärke, Thymian und etwas Salz mit einem Schwingbesen gut miteinander vermengen.
  • Teig in einer Quicheform (Wähenform) auslegen und mit einer Gabel den Boden mehrmals einstechen. Ich verwende hierfür den fixfertigen Dinkel Kuchenteig von Migros Anna’s Best
  • Chicorée Birnen Mischung direkt aus der Pfanne auf dem Teigboden gleichmässig verteilen, mit ca. 6 EL Reibkäse bestreuen und zum Schluss den vorbereiteten Guss darüber giessen.
  • Die Quiche wird nun dekorativ mit einigen Scheiben Speck und dem Ziegenkäse belegt. Wer kein Speck oder Ziegenkäse mag, lässt diese Zutaten einfach weg. Als Alternative zum Ziegenkäse könnte man ein Brie aus Kuhmilch verwenden. Als Alternative zum Speck wird 1/2 TL Räucherpaprika in den Guss gegeben.
  • Die Chicorée Birnen Quiche wird nun für ca. 20-25 Minuten im unteren Ofendrittel gebacken (bis leicht gebräunt).

Tipp

Dazu passt ein gemischter Salat als Beilage.

Weitere Rezepte für den Herbst / Winter:

 
Fleisch und Geflügel, Hauptspeisen, LowCarb

Tagliata di Manzo – Low Carb Grillrezept

Juli 26, 2019

Tagliata di Manzo stammt aus der italienischen Küche und bedeutet soviel wie “ein in Tranchen geschnittenes Stück Rindfleisch”, welches auf Rucola und gehobeltem Parmesan serviert wird. Ein einfaches Grillrezept, welches on top auch noch “Low Carb” also Bikinifigur-freundlich ist :)

Idealerweise nimmt man für die Tagliata di Manzo ein Entrecote oder Filet, welches Medium-Rare (also noch leicht blutig) auf dem Grill zubereitet wird. Weiter braucht es etwas Rucola, ein gutes Olivenöl, gehobelter Parmesan, Fleur de Sel und für den Farbtupfer können noch einige Cherrytomaten auf dem Teller verteilt werden. Mit nur wenig Aufwand zaubert ihr so ein leckeres, low carb Grill Gericht, welches ihr mit Genuss verzehren werdet!

Optional  kann man dazu etwas geröstetes Brot dazu reichen. Dann ist es zwar nicht mehr low carb, aber schmecken tuts um so besser ;) Einfach einige Scheiben Brot mit ein bisschen Olivenöl beträufeln und ab damit auf den Grill.

Natürlich kann die Ttagliata die Manzo auch ohne Grill zubereitet werden. Alternativ wird das Fleisch am besten in einer Grillpfanne (=Pfanne mit Rillen) oder auch in einer gewöhnlichen Bratpfanne zubereitet.

 

ZUTATEN

2 Personen

  • 200-300g Rinds Entrecote oder Filet am Stück
  • Rucola
  • Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz / Pfeffer
  • Cherrytomaten
  • Optional: Brot

ZUBEREITUNG

  1. Rucola waschen und auf zwei Tellern verteilen.
  2. Cherrytomaten waschen (pro Person 4-5 Stück), halbieren und ebenfalls auf den Tellern verteilen.
  3. Parmesan mit Hilfe eines Sparschälers (Kartoffelschäler) in feine Späne hobeln und beiseite stellen.
  4. Das Fleisch kommt nun auf den Grill oder in die Grillpfanne. Idealer Garpunkt für eine Tagliata die Manzo ist “Medium Rare” oder auch “Saignant” genannt. Dies entspricht einer Kerntemperatur von 50 Grad. Wem dies zu blutig ist, kann das Fleisch auch “Medium” oder “à Point” grillieren (Kerntemperatur 55 Grad) – aber auf keinen Fall mehr! Am einfachsten misst ihr den Garpunkt mit einem digitalen Fleischthermometer. Mehr Informationen zu den einzelnen Garstufen findet ihr hier.
  5. Sobald das Entrecot/Filet den gewünschten Garpunkt erreicht hat, wird es in feine Tranchen (ca. 5mm) geschnitten und auf dem Rucola verteilt.
  6.  Die Teller mit dem Rucola, Cherrytomaten und den frisch geschnittenen Fleischtranchen werden nun mit Fleur de Sel, schwarzem Pfeffer und mit einem guten Schuss Olivenöl verfeinert.
  7. Zum Schluss noch die gehobelten Parmesanspäne auf dem Gericht verteilen und sofort servieren.

 

Tipp: Zu diesem Gericht empfehle ich euch als Vorspeise eine kalte Gurkensuppe oder eine fruchtige Wassermelonen-Gazpacho zu servieren.

 
Blitzküche, Fleisch und Geflügel, Vegi

Reste Wrap – einfach Essensreste verwerten

Juni 6, 2019

Essensreste wegwerfen? Geht gar nicht…aber mal ehrlich: Die meisten von uns müssen dies leider immer mal wieder tun. Ein Tupperware, welches im hintersten Kühlschrankecken vergessen gegangen ist, ein bisschen Salat, der eigentlich schon längst hätte gegessen werden müssen oder das übrig gebliebene Grillfleisch, welches im kalten Zustand einen etwas gar trockenen Eindruck macht. Ja ja…diese Situation kennen wir alle. Aber zum guten Glück kommt nun das ultimative Rezept um Essensreste zu verwerten: DER RESTE WRAP!

Der Reste Wrap ist eine Art Superman oder Wonderwoman unter den Rezepten. Schnell, einfach und garantiert erfolgreich im Kampf gegen Food Waste.

Als Grundlage benötigt ihr folgende 3 Zutaten:

  • Weizen Tortillas (wenn möglich die Grossen XXL)
  • Sweet Chilli Sauce
  • BBQ Sauce

Die Weizen Tortillas kann man ungeöffnet relativ lange im Vorrat bunkern. Einmal geöffnet, wandern sie anschliessend ganz einfach in die Tiefkühltruhe. Tiefgekühlt sind die Wraps innert wenigen Minuten in einer heissen Pfanne aufgetaut.

Eine Sweet Chilli Sauce steht bei mir so oder so immer im Kühlschrank – die ist ja sozusagen “unkaputtbar” :)

Und die absolute Zauberzutat in diesem Rezept ist die BBQ-Sauce! Diese erweckt gemeinsam mit einem Schuss Wasser, erkaltete Fleischreste zu neuem Leben (eine etwas makabere Beschreibung…sorry). Ganz egal, ob ihr Grill-Fleisch, Reste vom Sonntagsbraten oder noch etwas von einem Brathühnchen übrig habt – die meistens etwas “trockenen” Fleischreste werden mit BBQ-Sauce, ein bisschen Wasser und 3 Minuten in der Bratpfanne wider super saftig.

Neben Fleischresten kann der Reste-Wrap auch mit folgenden Zutaten gefüllt werden:

  • Rohes Gemüse (alles fein geschnitten oder geraffelt)
  • Gekochte Gemüsereste (Ofengemüse, Antipasti etc.)
  • Salat und Kräuter
  • Quinoa-, Reis- oder Pastaresten
  • Cremiges: Hummus, Crème Fraiche, Sour Cream, Guacamole…etc.

Selbstverständlich kann der Reste Wrap auch vegetarisch zubereitet werden. Eurer Fantasie und Geschmacksvorlieben sind bei diesem Rezept eigentlich keine Grenzen gesetzt. Seid mutig, probiert aus und vernichtet die Essensreste in euren Kühlschränken :)

 

ZUTATEN

Für 1 Person

  • 2 Weizen Tortillas (XL)
  • Einige Salatblätter
  • Gemüsereste fein geschnitten (Karotten, Gurken, Mais, Tomaten, Peperoni, Zucchini…)
  • Fleischreste vom Grill, Braten, Grillhühnchen etc.
  • BBQ-Sauce

Dressing für Gemüse/Salat:

ZUBEREITUNG

  1. Die rohen Gemüsereste müssen allesamt fein geschnitten oder mit Hilfe einer Raffel zerkleinert werden. Gekochte Gemüsereste werden in mundgerechte Stücke geschnitten.
  2. Damit das Gemüse “nach etwas schmeckt”, werden Sweet Chilli Sauce, weisser Balsamico und Rapsöl (Mengenverhältnis je 1/3) vermengt, mit etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt und zu den Gemüse- und Salatresten gegeben.
  3. Als nächster Schritt werden die Fleischreste klein gezupft oder geschnitten (was sich besser eignet) und in einer Pfanne kurz erhitzt. Mit einem Schuss Wasser und ein bisschen BBQ-Sauce abgelöscht und auf kleiner Flamme warm gehalten.
  4. Zu guter Letzt kommen die Tortillas (gefroren oder frisch) in eine heisse Pfanne (ohne Fett!) und werden von jeder Seite 30-60 Sekunden erhitzt.
  5. Die heisse Tortillas mit dem Gemüse-Salat, etwas Fleisch und falls vorhanden mit sonstigen Resten (Reis, Quinoa…etc.) belegen, fest zusammenrollen und rasch geniessen.

Tipp: Der Wrap schmeckt besonders gut, wenn ihr zusätzlich noch ein Dipp dazu serviert. Hierfür eignet sich als Basis etwas Crème Fraiche oder Sour Cream, welche mit ein wenig BBQ Sauce und Sweet Chilli Sauce vermengt und mit Salz/Pfeffer abgeschmeckt wird.

 

 

 
LowCarb, Fleisch und Geflügel

Low Carb Rösti

Februar 14, 2019

Rösti und Low Carb?! Ja das ist möglich. Anstelle der kohlenhydratreichen Kartoffeln wird die Low Carb Rösti stattdessen mit Zucchetti und Karotten zubereitet. Eigentlich könnte man sie deshalb auch als Gemüserösti bezeichnen :) Zusammen mit einem leckeren Poulet-Pilz Geschnetzelten zaubert ihr so in kürzester Zeit ein leckeres und “Bikinifigurfreundliches” Dinner.

Die Low Carb Rösti schmeckt natürlich ein bisschen anders als das Original mit Kartoffeln. Dank der Zugabe von einem Ei und etwas Reibkäse kann sie aber durchaus mit dem butterigen Klassiker mithalten!

Anstelle von einem Poulet-Pilz Geschnetzelten kann die Low Carb Rösti z.B. auch einfach nur mit etwas Sauerrahm/Crème Fraiche und einem Salat serviert werden.

 

ZUTATEN

1 Portion

Gemüserösti:

  • 200g Zucchetti und Karotten gemischt (= 1/2 Zucchetti und 3 Karotten)
  • 40g Reibkäse (ich verwende Gruyère)
  • 1 Ei
  • Salz/Pfeffer

Poulet-Pilz Geschnetzeltes:

  • 1 Pouletbrüstli
  • 5 – 7 Champignon Pilze
  • 0,5 – 1dl Halbrahm (kommt darauf an, wie “linienbewusst” ihr seid ;)
  • 3 EL Weisswein
  • Fleischgewürz (ich verwende Knorr Rotisseur)
  • Knoblauchpulver
  • Salz, Pfeffer, Zucker

ZUBEREITUNG

Hinweis: Falls ihr die Low Carb Rösti mit dem Poulet-Pilz Geschnetzelten servieren möchtet, dann beginnt zuerst mit der Zubereitung des Geschnetzelten!

  1. Die Karotten schälen und zusammen mit der Zucchetti an der Röstiraffel in kleine Stückchen raffeln. Für eine Portion (wie auf dem Bild zu sehen) benötigt ihr ca. 400g Gemüse. Es spielt dabei keine Rolle, ob ihr genau die Hälfte Zucchetti und die Hälfte Karotten verwendet oder vom einen Gemüse etwas mehr bzw. weniger.
  2. Die geraffelten Karotten und Zucchetti werden in einer Schüssel mit einem Ei, dem Reibkäse sowie Salz und Pfeffer (am besten mit den Händen) gemischt.
  3. Nun kommt die Mischung mit etwas Olivenöl in eine kleine Bratpfanne und wird gleichmässig verteilt und festgedrückt. Bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten anbraten.
  4. Mit Hilfe eines Pfannendeckels könnt ihr die Rösti nun ganz einfach wenden: Hierfür den Pfannendeckel über die Rösti geben und die Pfanne samt Rösti drehen. Nun die Rösti ganz einfach vom Pfannendeckel zurück in die Bratpfanne gleiten lassen und die andere Seite für ebenfalls 5 Minuten braten.

Poulet-Pilz Geschnetzeltes:

  1. Die Champignons in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden und in einer Bratpfanne kräftig mit Olivenöl anbraten. Sobald diese etwas Farbe angenommen haben mit Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver abschmecken und zur Seite stellen.
  2. Währenddessen die Pilze braten kann das Pouletbrüstli in kleine Stücke geschnitten und nachher in der selben Bratpfanne angebraten werden. Sobald die Pouletstücke etwas Farbe angenommen haben, werden diese mit Fleischgewürz, Salz, Pfeffer und etwas Knoblauchpulver abgeschmeckt.
  3. Nun kommen die Champignons zurück in die Pfanne zum Poulet und alles wird mit 3 EL Weisswein und Halbrahm abgelöscht.
  4. Die Sauce kurz aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer, etwas Fleischgewürz sowie 1-2 TL Zucker abgeschmeckt.

 

Weitere leckere Low Carb Rezepte findet ihr übrigens hier:

Low Carb Burger

Low Carb Apéro Häppchen

Low Carb Pat Thai

Low Carb Vollkornpasta mit Feta-Topping

Mediterraner Low Carb Gemüseauflauf

 
LowCarb, Fleisch und Geflügel

Low Carb Burger

August 13, 2018

Ein saftiger Rindfleischburger und trotzdem keinen Zoff mit der Bikinifigur?! Ja, das geht! Dank einem Proteinbrötchen wird ein klassischer Burger schnell zu einem leckeren “Low Carb Burger”. Verzichtet man nämlich auf das schwammige Weissbrot und achtet bei den weiteren Zutaten etwas auf deren Kaloriengehalt, so ist es möglich, ein sündhaftes Burger-Erlebnis in eine ausgewogene und gesunde Mahlzeit zu verwandeln.

Beim Burgerfleisch habe ich mich für den Bell Barbecue Triple B Burger entschieden. Dieser Burger besteht aus 100% Schweizer Rassenfleisch, ist grob  gewolft und absolut ungewürzt. Der fertig gebratene Burgerpatty hat ein herrlich intensives Fleischaroma und macht den Low Carb Burger zu einem absoluten Hochgenuss!

Euer Low Carb Burger könnt ihr nach Lust und Laune mit den Zutaten kombinieren, die euch am liebsten sind. Ich habe mich für eine klassische Cheese Burger Variante mit Coleslaw-Salat, Essiggurken, Tomaten, Zwiebeln und einer rauchig-scharfen Cocktail-Sauce entschieden. Ihr könnt aber auch z.B. eine mediterrane Variante mit Basilikumpesto, Tomaten und Mozzarella zaubern. Oder eine orientalisch angehauchte Kreation mit hausgemachtem Hummus, Avocado und gebratenem Halumi?

Eurer Fantasie soll keine Grenzen gesetzt sein. Falls ihr eine Low Carb Burger Kreation anstrebt, achtet einfach darauf, dass der Burger auch wirklich Low Carb, d.h. Kohlenhydrat- und Zucker-reduziert zubereitet wird..also bitte keine Fertig-Saucen etc. verwenden ;)

 

ZUTATEN

4 Burger

  • 2 Packungen Bell Barbecue Triple B Burger (4 Burgerpatties)
  • 4 Low Carb Brötchen (z.B. im Coop erhältlich)
  • 50g Rucola
  • 1 Rote Zwiebel
  • 1 Tomate
  • 4 Essiggurken in Scheiben
  • 4 Scheiben Schmelzkäse (Cheddar, Gruyère…)

Coleslaw-Salat

  • 120g Coleslaw-Salat fertig gerüstet (im Kühlregal bei Coop oder Migros)
  • 2 gehäufte EL fettreduzierte Mayonnaise
  • 2 gehäufte EL Natur Joghurt
  • 1 EL weisser Balsamico Essig
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Zwiebelpulver
  • Salz

Spicy-Smokey Cocktail Sauce

  • 2 gehäufte EL fettreduzierte Mayonnaise
  • 2 EL Ketchup
  • 2 EL Natur Joghurt
  • 1 TL Tabasco
  • 1 Prise Räucherpaprika
  • 1/2 TL Zucker
  • Salz

ZUBEREITUNG

  1. Alle Zutaten für den Coleslaw-Salat miteinander mischen und mit Salz abschmecken.
  2. Für die Sauce ebenfalls alle Zutaten miteinander vermengen und mit nach Belieben mit Salz und Zucker abschmecken. Wer es nicht so scharf mag, der gibt weniger Tabasco zur Sauce.
  3. Sobald der Coleslaw-Salat und die Sauce fertig zubereitet sind, werden die restlichen Zutaten für den Burger vorbereitet: Tomaten in Scheiben geschnitten, Zwiebelringe, Essiggurken in Scheiben (falls nicht bereits in Scheiben gekauft) etc.
  4. Die Low Carb Brötchen kommen nun bei 150 Grad nochmals kurz für ca. 5 Minuten in den Backofen. Wenn ihr diese nochmals erwärmt, werden sie schön knusprig und das Burger-Erlebnis nochmals um ein Vielfaches verbessert ;)
  5. Währenddessen die Brötchen im Ofen wärmen, werden die Burgerpatties in einer Bratpfanne (oder auf dem Grill) mit wenig Öl angebraten. Nach 2-3 Minuten werden die Patties gewendet, etwas gesalzen und mit einem Stück Schmelzkäse belegt. Sobald auch die andere Seite angebraten und die gewünschte Garstufe erreicht ist, sind die Burger bereit zum Belegen.
  6. Halbiert die Low Carb Brötchen mit Hilfe eines Messers, verteilt die Sauce auf beiden Brötchenhälften und belegt dann eure Low Carb Burger nach Lust und Laune mit den Rindfleischpatties, Coleslaw-Salat, Rucola etc.
  7. Zum Schluss den Burger noch mit Hilfe eines Apéro-Sticks “befestigen” und sofort servieren.

Tipp: Anstelle der Low Carb Brötchen könnt ihr den Burger auch mit zwei grossen Eisbergsalat-Blätter servieren. Dies gleicht nicht ganz dem klassischen Burger-Erlebnis, schmeckt aber trotzdem gut und hat noch weniger Kalorien.

Diesen Rezept entstand in Kooperation mit Bell Schweiz.

 
Basics, Fleisch und Geflügel

Sauce Bolognese – einfach aber göttlich!

Februar 26, 2018

Eine gute Sauce Bolognese – oder wie die Italiener sagen “Ragu alla Bolognese” ist definitiv Geschmacksache. Die einen mögen Ihre Bolognese mit Stangensellerie, die anderen kriegen nur schon beim Gedanken an das Grünzeug Magenkrämpfe. Mir persönlich geht es zum Beispiel so. Dann gibt es jene Spezialisten, die ihrer Bolognese grob geschnittene Karotten hinzufügen – auch nicht mein Fall! Und dann gibt es noch die Sorte von Bolognese, welche wohl mit “wässrig” und “fad” am besten umschrieben wird. Falls diese Attribute auch so gar nicht eurem Geschmack entsprechen, dann seid ihr mit Düsentrieb’s Kitchens Bolognese-Rezept bestens bedient! :)

Meine Bolognese ist nämlich dank einem simplen Trick wunderbar sämig in ihrer Konsistenz, bereitet euch ein herrlich würziges Geschmackserlebnis und katapultiert euch dank frischen Kräutern direkt nach Italien in Nonnas Küche!

Jetzt habe ich euch ziemlich viel versprochen! Ich weiss :) Schlussendlich ist und bleibt es Geschmacksache, wie man die Sauce Bolognese am liebsten hat. Ihr könnt bei meinem Rezept auch beliebig variieren, je nachdem ob ihr die Bolognese z.b. weniger “Tomatiger” gestalten möchtet, dann gebt einfach nur halb so viel Dosentomaten hinzu. Oder ihr könnt auch mit den Kräutern variieren – ganz nach eurem Gusto!

Ach ja…und wer allenfalls mal Lust hat, eine vegetarische bzw. vegane Bolognese auszuprobieren, dem empfehle ich, dieser leckeren Linsen Bolognese eine Chance zu geben ;) Ich persönlich war sehr überrascht, wie gut eine Linsen Bolognese schmecken kann…wirklich eine super Alternative zum Fleischklassiker!

Viel Spass beim Nachkochen und “buon appetito!”

ZUTATEN

8 Portionen

  • 600g Rindshack
  • Fleischgewürz (ich nehme seit Jahren das von Knorr “Rôtisseur”)
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 3 EL Tomatenpüree
  • 1-2 Knoblizehen
  • 2 Rüebli (oder 1 grosses), mit der Käsereibe fein gerieben
  • 2dl Rotwein
  • 800g gehackte Tomaten (Pelati)
  • 2dl Wasser
  • 1 EL getrocknete Italienische Kräuter
  • 2 EL Zucker
  • 2 Zweige frischer Rosmarin (gehackt)
  • 1/2 Bund frischer Basilikum (grob geschnitten)
  • 2 EL Knorr Bratensauce
  • 1 EL Balsamico
  • Olivenöl / Salz / Pfeffer

 

ZUBEREITUNG

  1. Das Hackfleisch in zwei Portionen nacheinander kräftig in Olivenöl anbraten. Es ist wichtig, dass ihr nicht alles auf einmal in die Pfanne gebt, sonst entsteht zu viel Wasser und das Fleisch kann keine Röstaromen entwickeln. Sobald das Hackfleisch schön gebräunt ist, wird dieses mit ca. 1 TL Fleischgewürz, Salz und Pfeffer abgeschmeckt und zur Seite gestellt.
  2. Nun werden die Zwiebeln in der selben Pfanne in Olivenöl angeschwitzt. Sobald diese glasig sind, wird der Knoblauch dazu gepresst und ebenfalls KURZ mit angebraten. Wichtig: Der Knoblauch darf auf keinen Fall bräunen oder sogar schwarz werden! Dann wird der Knoblauch bitter. Deshalb nur kurz mit anbraten und dann sofort das Hackfleisch zurück in die Pfanne geben und alles mit dem Rotwein ablöschen.
  3. Als nächstes kommen die fein geriebenen Karotten sowie das Tomatenpüree zum Hackfleisch und wird mit dem Fleisch vermengt. Gleich darauf folgend die gehackten Tomaten (Pelati), welche ebenfalls zum Fleisch gegeben werden.
  4. Nun folgen nacheinander 2dl Wasser, Bratensauce, getrocknete Italienische Kräuter, frischer Rosmarin und Basilikum, Zucker und Balsamico. Sobald alles gut miteinander vermengt ist, probiert ihr die Sauce und würzt diese mit Salz/Pfeffer oder als Alternative zum Salz könnt ihr auch etwas Bouillon hinzugeben.
  5. Alles ca. 15 Minuten auf kleiner Stufe köcheln lassen – fertig.

Am besten schmeckt mir persönlich die Bolognese mit Tagliatelle. Spaghetti sind auch ok, aber seid ich das erste Mal die Kombination mit Tagliatelle getestet habe, gibt es für mich kein zurück mehr! :)

Tipp: Ich koche meistens immer eine grosse Portion Bolognese, so dass ich die übrig gebliebene Sauce im Tiefkühler einfrieren kann. Diese hält sich im Gefrierfach problemlos bis zu 6 Monate. Und eignet sich perfekt, wenn sich mal wieder spontan Gäste ankünden oder man einfach keine Lust zum Kochen hat ;)

Extra-Tipp: Eine gute Sauce ist nur halb so gut, wenn man die Pasta dazu nicht perfekt zubereitet. Wie ihr Pasta richtig kocht und v.a. die richtige Menge Salz hinzufügt, erfährt ihr hier.

 
Hauptspeisen, Fleisch und Geflügel, LowCarb

One Tray – Pouletschenkel und Gemüse aus dem Ofen

Februar 9, 2018

Dieses One Tray Rezept macht es möglich, ein schnelles und gesundes Ofengericht zu zaubern – und das alles auf nur einem Blech!

Wie funktioniert “One Tray”?

Die Pouletschenkel werden dabei knusprig zart und die verschiednen Gemüsesorten sind allesamt auf den Punkt geröstet. Wie das geht? Ganz einfach: “It’s all about the timing” :) Insgesamt braucht das Gericht 50-55 Minuten im Ofen, wobei man mit den Pouletschenkel beginnt und nach und nach die einzelnen Gemüsesorten dazu gibt. Je länger ein Gemüse benötigt, desto früher kommt es in den Ofen. Der Vorteil dabei ist, dass ihr a) nur ein Blech benötigt (und wieder reinigen müsst) und b) innerhalb von knapp einer Stunde ein gesundes Gericht, bestehend aus Poulet und 4 verschiedenen Gemüsesorten zubereiten könnt.

“One Tray”, also alles auf einem Blech, ist sozusagen eine Erweiterung von den bekannten “One Pot” Rezepten, bei welchen man nur einen einzigen Kochtopf benötigt. Ein Beispiel für ein schnelles One Pot Rezept findet ihr übrigens hier: One Pot Chicken Quinoa “Thai Style”.

Welche Gemüsesorten passen?

Ich habe mich bewusst bei diesem Rezept für saisonales Gemüse entschieden: Radicchio Trevisano, Fenchel, Frühlingskartoffeln und Kale (Federkohl). Gerade der Radicchio Trevisano ist ein Gemüse, welches ich bis jetzt noch nie gekauft oder gegessen habe. Es wurde also höchste Zeit, sich an dessen Zubereitung zu wagen :) Radicchio Trevisano ist vielleicht nicht jedermanns Sache, da er etwas bitter im Aroma ist. Diese Bitterstoffe gehen aber zum grössten Teil durch das Rösten im Ofen verloren. Und in der Kombination mit dem leicht süsslich schmeckendem Fenchel und den süss glasierten Pouletschenkel ist der Radicchio Trevisano eine ideale Geschmacksergänzung.

Das Ofengemüse kann nach Lust und Laune oder je nach Kühlschrankvorrat zusammenstellen werden ;) Wichtig dabei ist, dass ihr die unterschiedlichen Garzeiten beachtet. Festere Gemüsesorten, wie z.B. Kartoffeln/Süsskartoffeln brauchen ihre 45 Minuten, wobei z.B. in Scheiben geschnittene Zucchetti bereits in 15-20 Minuten gar sind. Eine praktische Übersicht der Garzeiten verschiedenster Gemüsesorten findet ihr hier. Wichtig: Diese Angaben, wie auch meine Garzeiten dienen als ANHALTSPUNKT. Ob jetzt das eine oder andere Gemüse 5 Minuten länger oder kürzer im Ofen ist, spielt keine Rolle. Man kann also eigentlich (fast) nichts falsch machen ;)

Lange Rede kurzer Sinn: Probiert die One Tray Pouletschenkel mit Ofengemüse – ihr werdet erstaunt sein, wie einfach das Ganze zubereitet ist. Und wenn man sich noch ein bisschen Mühe beim Arrangieren des Gemüses gibt, sieht dieses One Tray Rezept auch noch fantastisch aus! :)

 

ZUTATEN

2 Personen:

  • 2 Pouletschenkel
  • 1 Fenchel
  • 1 Radicchio Trevisano
  • 2 Blätter Kale (Federkohl)
  • 6-8 Frühlingskartoffeln
  • 3 Rosmarinzweige
  • 1 Knoblauchzehen
  • Olivenöl (hochwertiges!)
  • 1 frische Orange für Marinade, Dip und Deko

Marinade fürs Poulet:

  • 1.5 EL Sojasauce
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL frischer Orangensaft

Dip:

  • 1/2 Becher Crème Fraiche
  • 2 EL frischer Orangensaft
  • Salz

ZUBEREITUNG

Vorbereitung

  1. Den Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorwärmen und ein Blech mit einem Backpapier vorbereiten.
  2. Für den “Finish” wird ein Kräuter-Knoblauchöl vorbereitet. Hierfür werden in einem Schälchen ca. 6 EL Olivenöl zusammen mit einem halbierten Knoblauchzehen und 1 Zweig Rosmarin (nur die Nadeln, kleingeschnitten) eingelegt. Das Kräuter-Knoblauchöl geben wir auf das Gericht, wenn dieses fertig aus dem Ofen kommt.
  3. Für den Dip wird die Crème Fraiche mit dem Orangensaft und etwas Salz gemischt und bis zum Servieren in den Kühlschrank gestellt.

Los geht’s mit dem One Tray:

  1. Alle Zutaten für die Marinade mischen und die Poueltschenkel mit Hilfe eines Pinsels damit bestreichen. Diese kommen nun als aller erstes aufs Blech und ab damit in den Ofen.
  2. Die Frühlingskartoffeln waschen, halbieren, mit Olivenöl und Salz marinieren und 10 Minuten nach den Pouletschenkel ebenfalls aufs Blech geben.
  3. Den Fenchel ebenfalls waschen und in ca. 5-7mm dicke Scheiben schneiden, mit Salz und Olivenöl marinieren und 10 Minuten nach den Kartoffeln aufs Blech geben.
  4. Den Radicchio Trevisano waschen, vierteln, mit Salz und Olivenöl beträufeln und 15 Minuten nach dem Fenchel aufs Blech geben.
  5. Den Kale waschen, vom dicken Stengel befreien und in kleine Stücke schneiden. Ebenfalls mit Salz und Olivenöl marinieren und 10 Minuten nach dem Radicchio Trevisano zu den restlichen Zutaten aufs Blech geben. Gleichzeitig wird nochmals eine Portion der Marinade aufs Poulet gegeben und alles für die letzten 10 Minuten im Ofen gegart.
  6. Nach insgesamt 50-55 Minuten Garzeit im Ofen sollte das Poulet und das Gemüse gar sein. Nehmt nun das Blech aus dem Ofen, verteilt das zu Beginn vorbereitete Kräuter-Knoblauchöl darüber. FERTIG!

Das hört sich jetzt vielleicht etwas kompliziert an, deshalb hier nochmals das Timing / Uhrzeit:

00′ Pouletschenkel (50 – 55 Min.)

10′ Frühlingskartoffeln (40 Min.)

20′ Fenchel (30 Min.)

35′ Radicchio Trevisano (15 Min.)

40′ Kale (10 Min.) und nochmals Marinade aufs Poulet

 

Tipp: Zur Deko habe ich noch 2 Orangenscheiben (Blutorange) mit aufs Blech gegeben. Diese hatte ich noch übrig, da ich für die Marinade und den Dip Orangensaft benötigte und haben einzig den Zweck hübsch auszusehen :)

Wer sich Low Carb ernährt, lässt bei diesem Rezept einfach die Kartoffeln weg bzw. ersetzt diese durch ein weiteres Gemüse mit einem weniger hohen Kohlenhydrate-Anteil.

 

 
Blitzküche, Fleisch und Geflügel, Hauptspeisen, LowCarb, Vegi

Low Carb Pad Thai mit Shirataki Nudeln

Januar 31, 2018

Ein Pad Thai mit Shiritaki Nudeln ist eine Kohlenhydrate- und Kalorien reduzierte Alternative zum klassischen Pad Thai, welches mit Reisnudeln zubereitet wird. Shirataki Nudeln werden aus der sogenannten Konjak-Wurzel hergestellt und haben so gut wie keine Kalorien und auch keine Kohlenhydrate. Auf 100g Nudeln kommen gerade mal 9 kcal und 0.5g Kohlenhydrate! Für alle Low Carb Fans und diejenigen, welche den Winterspeck loswerden müssen sind Shiritaki ein absolutes Must-Try!

Man sagt, die Nudeln seien Geschmacksneutral, wobei ich diese alleine schon wegen ihrer Konsistenz nicht mit einer Tomaten – oder einer anderen Pastasauce essen würde. Schlussendlich ist es Geschmacksache, wie man die Shirataki kombiniert.  Meine Empfehlung lautet jedoch klar, diese ausschliesslich für asiatische Gerichte zu verwenden, da sie am ehesten den Reisnudeln gleichkommen. Also z.B. für gebratene Nudeln, Wok-Gerichte oder eben für ein Pad Thai.

Erhältlich sind die Shirataki Noodles in Asia- und Bio-Shops und seit Neustem sogar im Migros (guckst du hier).

 

 

ZUTATEN

1 Portion

  • 1 Packung Shirataki Nudeln
  • 1 Pouletbrüstli oder 1/2 Tofu
  • 1 Ei
  • 3 Handvoll Sojasprossen (ein bisschen für Garnitur/Deko übrig lassen)
  • 1/2  Frühlingszwiebel (nur den grünen Teil verwenden)
  • 1/4 Limette
  • 2 EL leicht zerkleinerte Erdnüsse
  • Sojasauce
  • Pad Thai Würzpaste (aus dem Asiashop)*
  • Optional: Tiefgekühlte Kefe und Edamame-Bohnen (geschält)

 

ZUBEREITUNG

  1. Shirataki Nudeln mit kaltem Wasser spülen.
  2. Tofu oder Poulet in kleine Stücke schneiden und kräftig braten, mit Sojasauce ablöschen.
  3. Zum Tofu oder Poulet das Ei hinzugeben und währen 1 Minute unter ständigem rühren anbraten. Es sollten dabei kleine Ei-Stückchen (ähnlich wie Rührei) entstehen. Die Tofu-Ei-Mischung kurz probieren und wenn nötig mit etwas Salz würzen.
  4. Die Shirataki Nudeln, Sojasprossen sowie ca. 2 EL Pad Thai Würzpaste ebenfalls in die Pfanne geben und alles gut vermengen und kurz anbraten.
  5. Alles mit Sojasauce abschmecken und auf einen Teller geben. Das Pad Thai nun mit den Erdnüssen, den Frühlingszwiebeln sowie einigen Sojasprossen garnieren. Die Limette wird ebenfalls auf den Teller gelegt, damit diese kurz vor dem Verzehr darüber gepresst werden kann.

Optional: Damit das Gericht noch etwas gesünder bzw. ausgewogener wird, kann man den Gemüseanteil mit z.B. Kefen und Edamame-Bohnen (Tiefgekühlt) erhöhen. Die Kefen und Edamame hierfür zu aller erst (noch vor dem Tofu) in der Bratpfanne in etwas Öl anbraten und mit Salz/Pfeffer und Knoblauchpulver würzen. Das Anbraten der tiefgekühlten Kefen/Edamame dauert nur 3-5 Minuten. Sobald das getan ist, kann das Gemüse beiseite gestellt und erst ganz zum Schluss zusammen mit den Nudeln wieder dem Gericht beigefügt werden.

Tipp: Wer mit dem ganzen Low Carb nix anfangen kann, verwendet anstelle von Shiritaki Nudeln gewöhnliche Reisnudeln. Diese werden gemäss Packungsanleitung im Salzwasser gekocht, mit kaltem Wasser abgeschreckt und solange beiseite gestellt, bis ihr bei Rezeptschritt Nr. 4 angekommen seid.

*Pad Thai Würzpaste aus dem Glas verwende ich, weil die Selbstherstellung eher aufwändig ist. Man kann selbstverständlich auch alles frisch zubereiten – aber nur wenn man etwas mehr Zeit zur Verfügung habt ;) Die Würzpaste, welche ich verlinkt habe, fand ich bei mir im Asia Shop in Zürich (Lian Hua, Birmensdorferstrasse). Diese ist geschmacklich wirklich super!