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März 2020

Hauptspeisen, Süsses

Blitzschnelle Rhabarber Galette

März 30, 2020

Galette, Galette, Galette – was ist eigentlich eine Galette?! Die rudimentär geformten Fruchtkuchen kenne ich eigentlich nur Dank Instagram und Co. Im realen Leben ist mir bis jetzt noch nie eine Galette begegnet…ausser natürlich meine selbstgemachte Rhabarber Galette :)

Die Galette stammt, wie der Name vermuten lässt, aus Frankreich und ist dort, abhängig von der Region, eine Bezeichnung für eine bestimmte Sorte (Buchweizen-)Crèpes oder eben für diese wunderbaren Fruchtkuchen.

Mit Rhabarber zubereitet schmeckt mir die Galette wohl am besten (Übrigens: Rhabarber Saison in der Schweiz ist von April bis Juni). Die Kombination aus dem säuerlichen Rhabarber mit der Süsse des Mürbeteigs und (optional) des Vanille-Schlagrahms ist geradezu göttlich!! Und noch etwas macht die Düsentrieb’s Rhabarber Galette zu einem ganz besonders leckeren Rhabarber Rezept: In der Galette versteckt sich nämlich noch etwas Marzipan, was das “gewisse Etwas” ausmacht. Auch wenn Ihr keine Marzipan-Fans seid, müsst ihr es unbedingt so probieren!

Und nun zum eigentlichen Clou dieses Rezeptes: Die Rhabarber Galette hat den Titel “Blitzschnelle” Rhabarber Galette verdient, weil ich sie der Einfachheit halber mit einem Fertigteig zubereite. Jawohl, Ihr habt richtig gelesen: Mit einem Fertigteig…genauer gesagt, mit einem fertigen Mürbeteig. Für alle leidenschaftlichen Hobby-Bäcker(innen) sehr wahrscheinlich ein absolutes NoGo..aber für alle anderen (praktisch veranlage Alltagsköche, engagierte Mamis und Papis oder vielbeschäftigte Business-Frauen und Männer) ist dieses Rezept ein Segen auf Erden! :)

Teig kaufen – Teig belegen – Teig backen. Fertig. So oder so ähnlich könnte das Rezept lauten ;) Mit etwas Puderzucker bestreut und ein bisschen Vanille-Schlagrahm (Schlagsahne/Schlagoberst) serviert, sieht die Rhabarber Galette hübsch aus, schmeckt unglaublich lecker und macht jeden glücklich, der ein Stück davon abbekommt ;)

In diesem Sinne – viel Spass beim Nachbacken

Kurze Schritt für Schritt Anleitung aus meinen Instagram-Stories:

Blitzschnelle Rhabarber Galette


ZUTATEN

  • 1 Süsser Mürbeteig (Mein Favorit: Süsser Mürbeteig von Migros)
  • 250g-300g Rhabarber
  • 2 EL Zucker
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 2 EL geriebene Mandeln
  • 80g Marzipan
  • 1 Ei
  • Mandelblättchen
  • Puderzucker
  • Optional: 2dl Rahm und Vanillezucker

ZUBEREITUNG

  1. Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.
  2. Rhabarber waschen und in ca. 1.5cm Stücke schneiden
  3. Rhabarberstücke mit dem Zucker und Zitronensaft marinieren und zur Seite stellen.
  4. Auf einem mit Backpapier belegten Blech den Mürbeteig auslegen und mit ca. 2 EL geriebenen Mandeln bestreuen.
  5. Die Marzipanrolle in ca. 2mm dicke Scheibchen schneiden und diese gleichmässig auf dem Mürbeteig bzw. auf den geriebenen Mandeln verteilen.
  6. Nun werden die marinieren Rhabarberstücke auf den Teig gekippt und ebenfalls gleichmässig verteilt.
  7. Nun wird der Teigrand zur Mitte hin einschlagen, so das ein ca. 4cm dicker Rand entsteht.
  8. Den Rand mit einem verquirlten Eigelb bestreichen und die Mandelblätthen darauf streuen und leicht andrücken.
  9. Die Rhabarber Galette kommt nun für ca. 20-25 Minuten in den Ofen. Wichtig: Platziert das Blech im unteren Drittel des Ofens und wechselt für die letzten 10 Minuten Backzeit auf Unterhitze.

Tipp: Die Galette kann mit den unterschiedlichsten Früchten zubereitet werden. Ganz egal, ob mit Steinobst (Nektarinen, Pflaumen…) oder mit Beeren – probiert aus, was euch schmeckt.

Weitere leckere Rhabarber-Rezepte findet Ihr hier:

 
Fisch, Hauptspeisen, Vegi

Cremiger Spargelristotto mit Lachsfilet

März 22, 2020

Frühlingszeit ist Spargelzeit. Und ich freue mich jedes Jahr wie ein kleines Kind auf die ersten Spargeln! Schnell war daher die Inspiration zu diesem leckeren Spargelrisotto gekrönt mit einem Stück Lachsfilet geboren.

Das Geheimnis hinter der Cremigkeit dieses Spargelrisottos liegt in der Zugabe von ein bisschen Frischkäse. Und damit der Spargelrisotto auch so richtig intensiv nach frischem Spargel schmeckt, wird ein Teil der Spargeln in Form eines Pürees zum Risotto gegeben. Klingt aufwändig? Ist aber ganz einfach!

Wer kein Lachs mag, kann den Spargelrisotto auch mit einem anderen Topping servieren: Als vegetarisches Menü empfehle ich euch zum Beispiel ein bisschen Belper-Knolle darüber zu hobeln. Und für alle  Fleischliebhaber sei ein rosa gebratenes Lammrack dazu empfohlen ;)

Lasst mich wissen, mit was ihr euren Spargelrisotto am liebsten serviert…

Viel Spass beim Nachkochen!

Kurze Schritt für Schritt Anleitung aus meinen Instagram-Stories:

Cremiger Spargelrisotto mit Lachsfilet


ZUTATEN

2 Portionen (Hauptgericht)

  • 500g grüner Spargel
  • 1 Glas Risotto (2dl Glas verwenden)
  • 1 dl Weisswein
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 handvoll geriebenen Parmesan
  • Optional: 20g Butter
  • 100g Frischkäse (z.B. Philadelphia)
  • ca. 1.5l Wasser und 2 Bouillonwürfel (ihr werdet nicht die komplette Bouillonmenge benötigen)
  • 2 Lachsfilet

ZUBEREITUNG

  1. Die grünen Spargeln waschen und vom holzigen Ende befreien. Dann die oberen 2/3 der Spargeln (inkl. Spitzen) in ca. 3-4cm lange Stücke schneiden. Die Spargelstücke werden in Olivenöl kräftig angebraten, mit Salz abgeschmeckt und zur Seite gestellt.
  2. Der untere Drittel der Spargeln wir ebenfalls grob zerkleinert und in Salzwasser ca. 10 Minuten weich gekocht.
  3. Die weichen Spargelstücke mit 100g Frischkäse mit Hilfe eines Stabmixers oder Food Processors fein pürieren. Das Spargelpüree ebenfalls zur Seite stellen.
  4. Für den Risotto bringt ihr nun 1.5l Wasser zusammen mit 2 Bouillonwürfel zum Kochen. Achtet darauf, dass die Bouillon während der gesamten Zeit der Risottozubereitung auf kleiner Flamme leicht köchelt.
  5. Als nächster Schritt wird die Zwiebel in feine Stücke geschnitten und in einer Bratpfanne in etwas Olivenöl angeschwitzt.
  6. Nach kurzer Zeit kann nun der Risottoreis dazu geben und gemeinsam mit den Zwiebeln nochmals ca. für 1 Minute mit angedünstet werden. Zwiebelstücke und Reis werden nun mit dem Weisswein abgelöscht. Gleich darauf folgen die ersten 1-2 Suppenkellen der Bouillon, welche ihr in die Pfanne gebt damit der Risotto darin langsam köcheln kann.
  7. Immer dann, wenn die Flüssigkeit im Risotto fast verschwunden ist, wird erneut eine weitere Kelle Bouillon nachgegossen. Dies macht ihr solange, bis der Reis noch stark al dente ist, d.h. noch nicht ganz gar ist.
  8. Als nächster Schritt werden nun der geriebene Parmesan, das Spargel-Frischkäsepüree und die gebratenen Spargelstücke ins Risotto gegeben. Wer mag, kann sein Spargerisotto zusätzlich mit einem Stück Butter verfeinern ;) Tipp: Legt einige Spargelstücke für die Deko zum Schluss zur Seite ;)
  9. Dies ist nun der Moment, an welchem die beiden Lachsfilets in eine separate Bratpfanne gegeben und kräftig von beiden Seiten angebraten werden. Achtet darauf, dass ihr die Lachsfilets nur kurz anbratet, damit diese im Kern noch schön glasig sind.
  10. Sobald die Lachsfilets fertig gebraten sind, kontrolliert die Konsistenz des Spargelrisottos: Al dente, d.h. bissfest sollte der Spargelrisotto sein. Gebt nochmals ein bisschen von der Bouillon dazu, damit das Risotto schön “schlotzig” und nicht zu trocken auf den Tellern landet.
  11. Zum Servieren wird nun der Spargelrisotto in vorgewärmte Teller verteilt und die Lachsfilets darauf drapiert.

Tipp: Anstelle von Kuhmilch-Frischkäse (wie z.B. Philadelphia) schmeckt der Spargelrisotto auch mega lecker mit Ziegenfrischkäse.

 

Und weitere Spargelrezepte findet ihr übrigens hier:

 

 
Blitzküche, Hauptspeisen

Pasta mit Cime di Rapa

März 7, 2020

Meinen ersten Teller Pasta mit Cime di Rapa durfte ich in der bekannten Ortschaft “Alberobello” in Alpulien geniessen. Umgeben von den, für Alberobello typischen, “Trulli-Häusern” servierte mir ein charmanter, italienischer Kellner einen Portion dieses sündhaft leckeren Gerichtes, in welches ich mich auf Anhieb verliebt habe. Amore mio! Für mich stand sofort fest, dass ich Pasta oder genauer gesagt Orecchiette mit Cime di Rapa zuhause unbedingt nachkochen musste.

Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich das Gemüse “Cime di Rapa” (zu Deutsch: Stängelkohl) nicht. Anscheinend ist es mit dem Broccoli verwandt, schmeckt für mich persönlich aber so gar nicht nach Broccoli. Viel mehr überwiegt das leicht bittere Aroma des Stängelkohls, welches dieses Pastagericht so einzigartig macht. Klassisch wird Cime di Rapa mit einer Pastasorte Namens “Orecchiette” serviert. Orecchiette (zu Deutsch: “Öhrchen”) stammen ursprünglich aus Apulien und werden in dieser Gegend an jeder Ecke angeboten, produziert und natürlich in unterschiedlichsten Variationen gegessen. Natürlich kann Cime di Rapa auch mit einer anderen Pastasorte serviert werden…aber ich empfehle euch wirklich, euch auf die Suche nach den Orecchiette zu machen – sie passen einfach am besten dazu.

Und bevor ich es vergesse zu erwähnen: Ein weiterer grosser Pluspunkt der Pasta mit Cime di Rapa ist deren Schnelligkeit in der Zubereitung: Ganz nach Düsentrieb’s Kitchens Manier ist das komplette Gericht in 20-25 Minuten gekocht :) Da die Pasta und das Gemüse im gleichen Kochtopf gekocht werden und für die eigentliche “Sauce” nur einige Sardellen zusammen mit Knoblauch, Peperoncini und Olivenöl kurz angedünstet werden, hält sich der Aufwand in der Küche wirklich enorm in Grenzen.

Wer jetzt in der Zutatenliste “Sardellen” entdeckt und wie ich, kein ausgesprochener Sardellen-Fan ist, dem sei hier gleich vorab gesagt: Keine Angst, die Sardellen schmeckt man im fertigen Gericht nicht wirklich, wenn man das nicht möchte oder mag. Wenn ihr nur 1/2 Büchse Sardellenfilets in die Sauce mischt, dann sorgen sie einfach für ein leckeres Aroma. ABER: Bei diesem Gericht bin ich ganz ehrlich auf den Geschmack von Sardellen gekommen :) D.h. ich bevorzuge es heutzutage, eine komplette Büchse Sardellen (=ca. 10 Filets) in die Sauce zu geben, so dass man deren Aroma ganz leicht erahnen kann. Mein Tipp: Probiert es zuerst mit weniger Sardellen – ihr könnt immer noch mehr dazu geben, falls es euch schmeckt ;)

Pasta mit Cime di Rapa

ZUTATEN

4 Personen

  • Mind. 400g Cime di Rapa (oder mehr)
  • 400g-500g Orechiette (oder eine andere Pastasorte)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6-10 Sardellenfilets (=1/2 bis eine ganze Büchse Sardellen)
  • 1 Peperoncino
  • Olivenöl
  • Geriebenen Parmesankäse
  • Optional: 1 Handvoll Cherrytomaten

ZUBEREITUNG

  1. Sardellenfilets mit einem Messer zerkleinern und zusammen mit 5-6 EL Olivenöl in eine grosse Bratpfanne geben. Wer das Aroma von Sardellen mag, dem empfehle ich ca. 10 Sardellen dazu zu geben, wer kein Fan von Sardellen ist, der belässt es bei 6 Stück.
  2. Peperoncino von den Kernen befreien und klein schneiden. Auch hier gilt: Erst einmal vorsichtig mit der Schärfe umgehen. Wem es zu wenig scharf ist, kann nachträglich immer noch etwas mehr Peperoncino zur Pasta geben.
  3. Die Knoblauchzehen mit Hilfe einer Knoblauchpresse zu den restlichen Zutaten pressen und alles kurz auf mittlerer Flamme anrösten. (Tipp: Um Zeit zu sparen, können die Knoblauchzehen MIT Haut, d.h. OHNE vorher zu schälen, gepresst werden).
  4. Optional: Wer mag, kann eine Handvoll Cherrytomaten halbieren und ebenfalls kurz (sehr kurz!) mit der Olivenöl-Knoblauch-Sardellenmischung andünsten. Danach die Pfanne vom Herd nehmen und alles auskühlen lassen.
  5. Die Cime di Rapa waschen, die eventuell holzigen Enden abschneiden und das restliche Gemüse in 1cm-5cm lange Stücke schneiden. Die Stängel werden eher in kürzere Stücke geschnitten (1-2cm) wobei die Blätter nur grob, in grössere Stücke zerkleinert werden (4-5cm).
  6. Nun wird in einem GROSSEN Topf reichlich Wasser zum kochen gebracht und anschliessend gesalzen. (Hier findet ihr übrigens einen Beitrag, wie man die richtige Menge Salz für das Pastawasser ermittelt). Dann werden die Orechiette ins kochende Wasser gegeben.
  7. Kurz vor Ende der Kochzeit der Orechiette wird nun die geschnittene Cime di Rapa ebenfalls ins Kochwasser gegeben und für 3 Minuten mitgekocht. Pasta und Cime di Rapa zusammen abgiessen und sofort in die Pfanne zum Olivenlöl/Sardellen/Knoblauch geben.
  8. Alles gut miteinander vermengen und mit geriebenen Parmesan servieren.

Tipp: Wer kein Peporoncino zuhause hat, kann stattdessen auch auf ein scharfes Öl oder Chili-Flocken zurückgreifen.