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Hauptspeisen

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Pollo Tonnato

August 26, 2017
Bild Pollo Tonnato

Ich liebe Vitello Tonnato. Eine einfachere, schneller und kostengünstigere Variante ist jedoch das Pollo Tonnato. Richtig…Pollo = Poulet, Hühnchen, Chicken – whatever.

Folgende 3 Gründe sprechen für ein Pollo Tonnato:
1. Das Pochieren des Pouletfleisches dauert nicht so lange, das heisst ca. 10-15 Minuten (vs. 60 Minuten beim Kalbfleischstück)

2. Die Pouletbrüste sind kleiner, d.h. man kann auch für wenige Personen ein Pollo Tonnato zubereiten

3. Poulet ist sozusagen überall erhältlich, also auch in „meinem“ Mini-Migros in Zürich Wiedkon. Das geeignete Stück Kalbfleisch für ein klassisches Vitello Tonnato bekommt man entweder beim Metzger oder in grösseren Migros/Coops mit Fleischtheken.
Dieses Rezept ist zudem ein bisschen einfacher gestaltet, als das klassische Vitello Tonnato, da ich fertige Mayonnaise aus der Tube verwende. Normalerweise wird hierfür extra eine frische Mayonnaise hergestellt.
Für Feinschmecker ist das ein absolutes NoGo…ich weiss. Aber ich versuche ja auch Rezepte zu kreieren, die „relativ einfach“ und schnell zuzubereiten sind.
Das Pollo Tonnato eignet sich entweder als Vorspeise oder kann auch als „leichten“ Hauptgang im Sommer serviert werden.
Zusammen mit ein bisschen Blattsalat und einem kühlen Glas Weisswein wird euch das Pollo Tonnato glücklich machen. Versprochen ;)

ZUTATEN
2 Personen Hauptgang
4 Personen Vorspeise- 2 grosse Pouletbrüste (Total 300-350g)Sud:
– 1.5l Wasser
– 1 Rosmarin Zweig
– 3 Lorbeerblätter
– 2-3 Knoblauchzehen
– 2 Scheiben Zitrone
– Salz

Sauce:
– Rosa Thunfisch (Dose à 200g)
– 150g Mayonnaise (geht auch mit Light Mayonnaise)
– 4-6 Sardellenfilets
– 1-2 EL Kapern
– 4 EL Rahm oder Milch
– 8-16 EL Sud (je nach dem wie flüssig man die Sauce möchte)
– 1 Spritzer Zitronensaft
– Salz/Pfeffer

Garnitur:
– Blattsalat
– Zitronenscheibe
– Kapernäpfel

ZUBEREITUNG

1. Die Zutaten für den Sud, in welchem wir die Pouletbrüste pochieren, werden alle miteinander in einem Topf zum kochen gebracht. Gebt dabei so viel Salz hinzu, wie ihr das auch beim Pastakochen macht. Falls ihr diesbezüglich unsicher seid, liest meinen Blogbeitrag über Pastawasser richtig salzen ;) Und was zum Teufel heisst Pochieren? Wenn wir Fleisch, Eier oder Gemüse „pochieren“, bedeutet das nichts anderes, als schonendes garen im Wasser bei 75 – 90 Grad (kurz vor dem Siedepunkt).

2. Sobald das Wasser kocht, gebt ihr die Pouletbrüste hinzu und reduziert die Hitze soweit, dass das Wasser nicht mehr sprudelt, also knapp unter dem Siedepunkt. Die Pouletbrüste brauchen nun ca. 15 Minuten, bis sie gar sind, d.h. eine Kerntemperatur von 70 Grad erreicht haben. Am einfachsten misst ihr das mit einem digitalen Fleischthermometer. Ich habe einen von der Migros für knapp CHF 30.- gekauft (Gourmetthermometer Cucina & Tavola).  Die Anschaffung eines digitalen Fleischthermometer lohnt sich definitiv! Nicht nur für das Pollo Tonnato sondern auch für eure Grill-Experimente, Niedergar-Gerichte oder auch für Fleisch, das in der Bratpfanne zubereitet wird. Wenn ihr kein Thermometer habt, ist das auch nicht so tragisch, dann müsst ihr die Pouletbrüste einfach mit dem Messer einschneiden, damit ihr sehen könnt, ob sie gar sind.

3. Sobald die Pouletbrüste durchgegart sind, werden diese aus dem Sud genommen und ausgekühlt. Am besten ist es, wenn ihr dies schon am Vortag machen könnt. Das Auskühlen dauert aber nicht all zu lange. Sobald das Fleisch lauwarm ist, könnt ihr bereits damit beginnen, dieses in ca. 3mm dicke Scheiben zu schneiden und auf Tellern anzurichten. Sobald das Fleisch in Scheiben geschnitten ist, kühlt es in nullkommnix aus ;)
Verwendet hierfür ein gut geschärftes Küchenmesser und schneidet LANGSAM. Wenn ihr zu schnell arbeitet, zerreisst es die Pouletscheiben.

4. Für die Sauce gebt ihr am besten alle Zutaten in den Mixer, Food-Processor oder in einen Behälter, in welchem ihr mit dem Stabmixer alles pürieren könnt. Wichtig: Ihr müsst die Sauce sehr fein pürieren. Verdünnt die Sauce mit dem übrig gebliebenen Sud soweit, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht. Die einen mögen eher dickere Saucen zum Vitello oder Pollo Tonnato, ich persönlich bevorzuge es, wenn sie eher etwas dünner ist. Geschmacksache!

5. Die ausgekühlten Fleischscheiben werden auf Tellern schön angerichtet und mit der Sauce beträufelt. Tipp: Gebt nicht zu viel Sauce auf das die Pouletscheiben, weil nicht jeder gleich viel Sauce mag. Den Rest der Sauce könnt ihr separat servieren, so dass sich jeder so viel nehmen kann, wie er/sie mag.

6. Das Pollo Tonnato zusätzlich mit einigen Kapern garnieren. Die etwas grösseren eignen sich hierfür besser. Ihr könnt aber auch die kleinen, d.h. die gleichen wie für die Sauce verwenden. Zusätzlich als Garnitur/Beilage eignen sich einige Salatblätter, welche mit etwas Olivenöl, Balsamico Essig, Salz und Pfeffer mariniert werden.

Tipp: Die übrig gebliebene Sauce hält sich einige Tage im Kühlschrank. Diese kann z.B. als Dipp für Gemüsesticks verwendet werden.

Extra-Tipp: Wer ein ultra schnelle Version des Vitello Tonnatos zaubern möchte, der kann auch fertiges Roastbeef (fein geschnitten) kaufen und mit der Sauce beträufeln. Ist dann ebenfalls kein Vitello sondern ein Manzo Tonnato, schmeckt aber super lecker und ist in No-Time zubereitet ;)

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Schnelle Kräuter Quesadillas

Mai 20, 2017

Keine Lust zu Kochen? Dann schaffen diese Kräuter Quesadillas Abhilfe :) Zusammen mit einem leckeren Blatt- oder Gurkensalat zaubert man so in nur wenigen Minuten ein Dinner. Ohne Salatbeilage können die Kräuter Quesadillas auch als Apéro-Häppchen serviert werden.

„Kochen“ muss man bei diesem Rezept auch nicht wirklich können. Küchenneulinge werden also ebenfalls begeistert sein :)

 

ZUTATEN

2 Personen

  • 4 Weizentortillas
  • 1 Packung geriebener Käse (z.B. Käsemischung von der Migros)
  • 1 Bund frischer Kräuter: Basilikum, Dill, Petersilie (Salatkräuter Mix von der Migros hat alles in einer Packung und reicht für 2 Personen)
  • 1 Sauerrahm
  • Salatbeilage

ZUBEREITUNG

  1. Die frischen Kräuter waschen und in grobe Stück schneiden. Wichtig: Verwendet ausreichend und ausschliesslich frische Kräuter (siehe Bild)
  2. Eine Kleine Bratpfanne mit einem Weizentortilla belegen. Achtung: Ihr braucht kein Fett für die Pfanne. Legt den Weizentortilla einfach auf den Pfannenboden und belegt diesen mit einer Schicht geriebenen Käse (ca. 1cm dick) und den frischen Kräutern. Achtet dabei darauf, dass der Käse nicht ganz bis zum Tortillarand reicht, sonst läuft der Käse beim erwärmen raus.
  3. Den mit Käse und Kräutern belegten Tortilla wird nun mit einem weiteren Tortilla zugedeckt. Deckel auf die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten erwärmen.
  4. Sobald der Boden leicht gebräunt ist, wird die Kräuter Quesadilla mit Hilfe des Pfannendeckels gewendet. Hierfür die Tortilla langsam auf den Deckel gleiten lassen, die Pfanne umgekehrt über die Quesadilla stülpen und das Ganze wenden.
  5. Die andere Seite ebenfalls 2-3 Minuten auf mittlerer Hitze erwärmen, bis der Boden leicht gebräunt ist.
  6. Die Kräuter Quesadilla auf ein Brett oder Teller geben und in 6-8 Stücke schneiden.
  7. Unbedingt darauf achten, dass die Quesadilla sofort serviert und verzehrt werden kann. Wenn ihr also noch eine Salatbeilage dazu reichen möchtet, muss der Salat vor der Quesadilla-Zubereitung ready sein ;)

Tipp: Die Kräuter Quesadilla schmecken hervorragen, wenn man sie vor dem Verzehr noch in ein bisschen Sauerrahm dippt. Alternativ oder zusätzlich könnte man auch eine frische Guacamole reichen.

 

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Flammkuchen mit Spargeln und Rauchlachs

April 14, 2017

Der Flammkuchen mit Spargeln und Rauchlachs passt hervorragend in den Frühling. Das Rezept kann entweder als Hauptgang oder auch als Apéro-Häppchen serviert werden.

Es eignet sich ideal, wenns mal schnell gehen muss. Oder man einfach keine Lust zum Kochen hat ;)

Für alle Vegis gibt’s hier übrigens auch noch ein Rezept für einen vegetarischen Flammkuchen.

Viel Spass beim Nachkochen :)

 

ZUTATEN

2-4 Personen (als Hauptgang oder Apéro)

  • 2 Flammkuchen Fertigteig
  • 1 Becher Crème Fraiche
  • 500g grüner Spargel oder Spargelspitzen
  • 2-3 rote Zwiebeln
  • 1 Packung Zwiebelsprossen (zur Deko)
  • 100-150g Rauchlachs
  • Salz, Pfeffer

 

ZUBEREITUNG

  1. Den Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Die Spargeln waschen und in kleine, schräg geschnittene Stücke schneiden. Falls ihr Spargelspitzen gekauft haben solltet, könnt ihr diese so lassen, wie sie sind, d.h. am Stück.
  3. Die roten Zwiebeln je nach Belieben in Streifen oder Ringe schneiden.
  4. In der Zwischenzeit sollte der Ofen vorgeheizt sein, d.h. wir können mit dem Belegen des Flammkuchens beginnen: Hierfür wird zuerst ein Teig zusammen mit dem Backpapier auf einem Belch ausgebreitet und mit der Hälfte der Crème Fraiche bestrichen. Nach dem Bestreichen empfehle ich euch, den Teig mit Hilfe eines Messers in 4-8 Stücke zu schneiden (nach dem Backen ist das nämlich viel schwieriger).
  5. Die Stücke werden nun mit der Hälfte der Zwiebeln und der Spargeln belegt, mit Salz und Pfeffer bestreut und dann für ca. 8 Minuten in den Ofen geschoben.
  6. Sobald der Flammkuchen fertig ist, d.h. eine leicht bräunliche Farbe an den Rändern angenommen hat, nehmt ihr ihn aus dem Ofen und belegt ihn mit einigen Scheiben Rauchlachs. Die Scheiben werden hierfür am besten in Stücke gerissen.
  7. Wer mag kann zum Schluss noch einige Zwiebelsprossen sowie ein bisschen Crème Fraiche zur Deko auf den Flammkuchen geben.

Ich empfehle euch, den zweiten Teig mit den restlichen Zutaten erst dann zu belegen und backen, wenn ihr den ersten gegessen habt. Wenn ihr beide Teige gleichzeitig vorbereitet, aber nur einen in den Ofen schieben könnt, dann weicht der andere Teig auf und wird matschig. Von dem her gesehen, besser einer nach dem anderen zubereiten und backen ;)

Tipp: Als Hauptgang empfehle ich euch, einen frischen Gurken-Salat mit Dill dazu servieren. Alternativ passt natürlich auch ein grüner Blattsalat. Ein Teig plus Salat reicht für 2 Personen als Hauptgang. Wenn ihr den Flammkuchen als Apéro serviert, reicht 1 Teig auch für 4 Personen (dann natürlich ohne Salat).

 

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Japanisches Rindstatar

April 2, 2017

Ein Japanisches Rindstatar habe ich bis jetzt weder gesehen, geschweige denn gegessen. Im Rahmen der „Cooketition“, zu welcher ich von meinem lieben Blogger-Kollege Christian von FoodFreaks eingeladen worden bin, stellte ich mich jedoch gerne dieser Herausforderung.

Die Cooketion startete mit Markus Neff, einem begnadeten 18-GM-Punkte Koch, welchen ich vergangenes Jahr im wunderschönen Waldhotel Fletschorn kennenlernen durfte. In Zusammenarbeit mit coop@home Online-Metzger ging es darum, eine ganz persönliche Tatar-Kreation zu zaubern. Vorgelegt hat Markus Neff mit einem klassischen Rindstatar. Weiter ging die Einladung an David Schnapp von Das Filet, der ein Rinder-Tatar mit Kräutern kreierte sowie an Christian von FoodFreaks, der mit einem Tatar Tonnato eine Symbiose vom klassischen Rindstatar und einem Vitello Tonnato schuf.

Meine ursprüngliche Idee, ein „Vietnamesisches Tatar“ zu kreieren, wurde sogleich von Andy (lieberlecker) gecrashed, der mir mit einem Beef Tatar asiatisch zu vor gekommen ist ;)

Passend zur Kirschblütensaison haben ich mich schlussendlich für eine japanische Version des klassischen Rindstatars entschieden. Ziel dabei war es, die auf meiner Japan-Reise neu entdeckten Aromen in dieser Kreation festzuhalten. Und ich glaube, es ist mir gelungen :) Zusammen mit einem Glas eisgekühltem Sake, fühlte ich mich beim gestrigen Testessen/Testkochen in unseren wunderschönen Japan-Urlaub zurück katapultiert.

Dank coop@Home Online-Metzger, konnte ich mir an einer virtuellen Fleischtheke das passende Filetstück aussuchen, welches dann auch am nächsten Tag vakuumiert (!) geliefert wurde. Herzlichen Dank dafür.

In diesem Sinne „Arigatou“ Markus Neff und coop@home für diese tolle Cooketition!

 

ZUTATEN

Vorspeise 2 Personen, Hauptgang 1 Person

  • 200g Rinderfilet
  • 3 Stangen Frühlingszwiebel (nur das Grüne)
  • 1 Eigelb
  • 3 EL Reisessig
  • 2 TL Sesamöl
  • 1 TL Limettensaft
  • 1/2 bis 1 ganzes Noriblatt
  • 2 EL gerösteter Sesam
  • 3 EL Katsuobushi (erhältlich im Asia-Shop)
  • 10 Tropfen Tabasco
  • Salz

Wasabi-Crème:

  • 1 TL Wasabi-Paste
  • 2 EL Sauerrahm
  • Salz
  • Optional: 1/2 TL Matcha-Pulver

Beilage:

  • Toast
  • Butter

ZUBEREITUNG

  1. Das Rindsfilet wird in kleine Würfel geschnitten (ca. 3-4mm). Die Mühe lohnt sich, denn ein von Hand geschnittenes Tatar ist einfach um Welten besser, als wenn es durch den Fleischwolf gedreht wird.
  2. In einer Pfanne werden die Sesamsamen bei mittlerer Hitze und ohne Fett angeröstet, bis diese eine leichte Bräune haben. Der Sesam sollte noch kurz ausgekühlt werden, bevor dieser zum Fleisch gegeben wird.
  3. Währenddessen könnt ihr die Frühlingszwiebeln (nur der grüne Teil!) wie auch das Noriblatt in feine Stücke schneiden. Für die Zerkleinerung des Noriblattes empfehle ich euch eine Küchenschere zu Hilfe zu nehmen – dies ist zwar nicht sehr elegant, jedoch um einiges einfacher ;) Die kleinen Nori-Stückchen und Frühlingszwiebeln werden zum Fleisch gegeben.
  4. Weiter hinzu kommen das Eigelb, der Reisessig, der Limettensaft, das Sesamöl sowie die Katsuobushi-Flocken.
  5. Zum Schluss wird das Tatar mit Salz und Tabasco nach persönlichem Empfinden abgeschmeckt. Anstelle von Tabasco kann auch frischer Chilli verwendet werden oder wer es gar nicht pikant mag, lässt die Schärfe einfach weg.
  6. Für die Wasabi-Crème werden der Sauerrahm zusammen mit dem Wasabi und etwas Salz vermengt. Wer mag, kann auch noch ein bisschen Matcha-Pulver hinzugeben. Die Crème wird dadurch etwas grüner aber auch bitterer.
  7. Zum Anrichten wird das Japanische Rindstatar mit Hilfe eines „Servierrings“ auf 1-2 Teller verteilt und mit ein bisschen Sesam und Katsuobushi-Flocken garniert. Die Flocken bewegen sich übrigens, sobald diese mit Feuchtigkeit in Berührung kommen – ein netter Deko-Effekt on top ;) Die Wasabi-Crème ebenfalls auf den Tellern verteilen, so dass diese in individueller Menge zum Tatar gegessen werden kann.

Tipp: Ein Glässchen eisgekühlten Sake rundet das Geschmackserlebnis des Japanischen Tatars ab!

 

 

 

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Spargelwähe mit Spinat und Ricotta

März 29, 2017

Die Spargelzeit rückt näher und ja, ich gebe es zu, ich habe natürlich schon vor Saisonbeginn zugreifen müssen. Mit den ersten lauen Temperaturen und Frühlingsgefühlen konnte ich einfach nicht widerstehen! Diese Spargelwähe mit Spinat und Ricotta bringt ein Hauch Frühling auf den Teller und ist  Dank dem Dinkelteig auch mehr oder weniger „gesund“ :)

Die Wähe kann entweder vegetarisch, d.h. mit Räucherpaprika oder für die Fleischliebhaber mit Speck zubereitet werden.

 

ZUTATEN

  • 1 Dinkel Kuchenteig  (Fertigteig)
  • 1/2 Ricotta
  • 1 Ei
  • 1 dl Halbrahm
  • 4 EL geriebener Parmesan
  • 1/2 Bund grüne Spargel
  • 75-100g Blattspinat (frisch)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 TL Räucherpaprika (oder 6 Tranchen Bratspeck)

ZUBEREITUNG

  1. Den Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorwärmen.
  2. Spargeln waschen und in schräg geschnittene, feine Scheiben schneiden. Falls ihr nicht wisst, wie das aussehen soll, schaut hier vorbei (2. Foto anschauen).
  3. Die Spargestücke in Olivenöl kräftig anbraten (ca. 5 Minuten) und dann den frischen Spinat in die Bratpfanne dazu geben. Alles zusammen weitere 2-3 Minuten weiter braten bzw. den Spinat „in sich zusammenfallen“ lassen. Hinweis: Falls Ihr die Wähe mit Speck zubereiten möchtet, würde noch vor dem Spinat die kleingeschnittenen Speckstreifen zum Spargel kommen und kurz angebraten werden. Danach käme dann der Spinat hinzu.
  4. Zum Schluss wird die Knoblauchzehe noch dazu gepresst, kurz mit angedünstet und alles mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Achtet darauf, dass der Knoblauch nicht dunkel wird, sonst schmeckts bitter.
  5. Als nächster Schritt wird der Wähenguss zubereitet. Das Gemüse kann währenddessen zur Seite gestellt werden und auskühlen. Für den Guss wird das Ei zusammen mit dem Ricotta, dem Parmesankäse, dem Rahm sowie Salz/Pfeffer vermengt. Hinweis: Falls ihr die Wähe ohne Speck zubereitet, kommt in den Wähenguss zusätzlich 1/2 TL Räucherpaprika. Kann man natürlich auch weglassen, aber schmeckt halt einfach „geiler“ mit ein wenig Räucheraroma ;)
  6. Nun werden alle Komponenten zusammengeführt: Der Teig kommt in eine Wähenform und wird mit der Gabel ein paar Mal eingestochen. Auf den Wähenboden kommt zuerst das Gemüse und darauf wird dann der Wähenguss verteilt.
  7. Für ca. 25 Minuten im unteren Ofendrittel backen.

Tipp: Für die Deko könnt ihr die Spargelspitzen nach dem Anbraten „herausfischen“ und zur Seite legen. Sobald die Wähe fertig gebacken ist, werden die Spargespitzen sowie einige frische Spinatblätter darauf verteilt.

Extra-Tipp: Für einen zusätzlichen Crunch empfehle ich euch, einige Pinienkerne kurz anzurösten und über die fertige Spargelwähe zu streuen. Eine weitere Option wäre zudem, anstelle des Parmesankäses im Wähenguss, einige Fetastücke vor dem Backen über der Wähe zu streuen.

 

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Green Curry – Erbsensuppe mit Smokey Sesam-Würfel

Februar 28, 2017

Erbsensuppe mit Green Curry, Kokosnussmilch und Limette: Bei dieser Kombi grüsst dich Thailand in deiner hauseigenen Küche :) Die Suppe ist einfach in der Zubereitung und schmeckt wirklich fantastisch!

Die Smokey Sesam-Würfel sind dagegen eine kleine Herausforderung. Damit die so hübsch aussehen, werden geräucherte Tofuwürfel zuerst in Sojasauce, dann in Mehl, dann in Ei und zum Schluss in Sesam gewälzt, bevor sie langsam in der Bratpfanne angebraten werden. Für „schnell mal nach dem Feierabend“ definitiv zu viel Aufwand. Aber für eine hübsche Vorspeise, wenn man am Wochenende Gäste zu Besuch hat, jede Minute wert! ;) Wenns schnell gehen muss, empfehle ich euch, die Smokey Tofu Würfel einfach in Sojasauce zu marinieren, anzubraten und zum Schluss einen Esslöffel Sesamöl darüber zu geben. Zusammen mit der Erbsensuppe, habt ihr eine schnelle und ausgewogene Mahlzeit gekocht.

Killerkriterium bei diesem Rezept ist der Smokey Tofu. Es MUSS nämlich derjenige von Coop, Marke „Karma“ sein! :) Dieser Räuchertofu ist mit Abstand der Beste, den ich je gegessen habe. Und das sage ich als „Migros-Kind“ ;) Und kommt mir bitte nicht auf die Idee, den Smokey Tofu durch einen normalen Tofu zu ersetzen und dann beim Essen denken „naja, so gut schmeckt dieses Rezept nun auch wieder nicht“. Mit normalem Tofu ist das nicht das selbe.

So, genug gepredigt – ab in die Küche! :)

 

ZUTATEN

4 Personen

Suppe

  • 500g TK Erbsen
  • 200ml Kokosmilch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150-200g Kartoffeln
  • 1-2 EL Green Curry Paste
  • 6dl Wasser
  • 1 Boullionwürfel
  • 1/2 Limette
  • 1 handvoll Thaibasilikum
  • Salz/Pfeffer/Öl

Sesam-Würfel

  • 1 Smokey Tofu
  • weisser Sesam
  • schwarzer Sesam
  • 1 Ei
  • Mehl
  • Soja-Sauce

ZUBEREITUNG

  1. Zwiebel und Knoblauch klein schneiden (grob) und in Olivenöl andünsten.
  2. TK Erbsen hinzugeben und kurz mitdünsten. Hebt einige Erbsen für die Deko auf (ca. 4 EL reichen)
  3. Kartoffeln schälen, klein schneiden und ebenfalls in die Pfanne geben.
  4. Mit 5dl Wasser (spart euch 1dl für am Schluss) ablöschen, Boullionwürfel dazugeben und  alles für ca. 10 Minuten kochen.
  5. Sobald die Kartoffeln weich sind (Stichtest mit dem Messer machen), wird die Kokosmilch und das Curry dazu gegeben. Alles mit dem Handmixer fein pürieren und mit Salz und dem Saft einer 1/2 Limette abschmecken.
  6. Die Erbsensuppe kann zur Seite gestellt werden und auskühlen. Nun widmen wir uns den Smokey Sesam Würfel: Hierfür den Tofu in ca. 2 x 2 cm grosse Würfel schneiden. In 4 Schälchen werden die Zutaten aufgeteilt: 1 verquirltes Eis, 1 Sesam (gemischt), 1 Mehl, 1 Soja. Mengenangaben für Sesam, Mehl und Sojasauce zu machen ist ziemlich schwierig. Einfach so viel, dass ihr die Würfel gut darin wenden könnt. Wenns nicht reichen sollte, kann man auch immer wieder etwas nachfüllen.
  7. Die Würfel werden nun einer nach dem anderen zuerst in der Sojasauce, dann im Mehl, anschliessend im verquirlten Ei und zum Schluss im Sesam gewendet. Sobald alle Würfel einen Sesam-Mantel haben, werden diese in Olivenöl bei mittlerer Hitze langsam angebraten. Wichtig: Ganz langsam anbraten, sonst wird das Öl zu heiss und die Würfel schwarz :(
  8. Anrichten: Die Suppe in Schalen verteilen und mit den TK Erbsen und frischem Thai-Basilikum dekorieren. Die Sesam-Würfel könnt ihr wie ich, auf einen Holzspiess stecken und dekorativ auf die Schale legen. Wenn ihr das „Tamtam“ mit dem Sesam weglässt, dann können die Würfel auch einfach als eine Art Topping auf die Suppe gegeben werden.

Tipp: Falls jemand keinen Tofu mag, kann man auch Poulet-Sücke oder Shrimps als Alternative verwenden. Den Smokey-Touch kriegt ihr hin, in dem Ihr auf die gebratenen Poulet-Stücke oder Shrimps einen Hauch Räucherpaprika gebt.

 

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Fruchtiger Gorgonzola Risotto mit Pilz-Topping

Februar 22, 2017

Die ersten lauen Temperaturen inspirierten mich zu diesem herzhaften, fruchtigen und farbenfrohen Gorgonzola Risotto. Die Kombination des Gorgonzolas zusammen mit den würzigen Pilzen und der Säure der Vanille-Pflaumen, hört sich im ersten Moment vielleicht etwas speziell an, ist aber mega lecker!  Ein Vegi-Gericht, welches definitiv nicht „0815“ ist und durchaus auch für Fleischesser als Hauptgang aufgestischt werden kann. Wer gar nicht aufs Fleisch verzichten möchte, dem empfehle ich, ein Lammrack dazu zu servieren. Und wer keinen Gorgonzola mag, der könnte als Alternative auf Scarmorza Affumicata zurückgreifen: Ein geräucherter Mozzarella, welcher ebenfalls eine interessante Note in das Gericht zaubert ;)

 

ZUTATEN

4 Portionen

  • 2 Gläser Risotto (2dl Gläser)
  • 1 Glas Weisswein
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200g Gorgonzola
  • 300g gemischte Pilze (oder einfach die Pilzsorte, die ihr mögt)
  • 1 handvoll Petersilie
  • 2-3 Pflaumen
  • Vanillenschotenpulver
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer
  • ca. 1.5l Boullion

ZUBEREITUNG

  1. Die Pilze werden grob in kleine Stücke geschnitten und in der Pfanne angeröstet. Sobald diese ein bisschen Farbe angenommen haben, wird der Knoblauch dazu gepresst und die kleingeschnittene Petersilie untergerührt. Noch 1-2 Minuten weiter anbraten und dann zur Seite stellen.
  2. Als zweiter Schritt werden die Pflaumen halbiert, entkernt und dann in feine Scheiben geschnitten. Diese kommen zusammen mit etwas Olivenöl in eine Bratpfanne und werden kurz erhitzt. Sobald es brutzelt, gebt ihr ein bisschen Salz, Pfeffer und Vanilleschotepulver dazu. Besser dosieren könnt ihr die Vanille übrigens mit einer Vanille Mühle. (Kein must aber ein nice to have) Die Pflaumen werden nun ebenfalls zur Seite gestellt.
  3. Für den Risotto bringt ihr ca. 1.5l Wasser zusammen mit den Boullionwürfel zum Kochen. Wichtig dabei ist, dass die Boullion während der ganzen Zeit der Risottozubereitung leicht köchelt. Kühlt die Bouillon aus, verliert der Risotto seinen Glanz.
  4. In einer grossen Bratpfanne die klein geschnittene Zwiebeln im Olivenöl andünsten (3 Minuten), dann den Reis dazu geben und nochmals 1 Minute weiterdünsten lassen. Mit dem Weisswein ablöschen und gleich hinterher die ersten 1-2 Suppenkellen der Bouillon zufügen.
  5. Die Boullion im Reis einkochen lassen und immer dann, wenn die Flüssigkeit fast verschwunden ist, wird eine weitere Kelle Boullion nachgegossen. Dies macht ihr solange, bis der Reis noch stark al dente ist, d.h. noch ein bisschen zu fest bissfest ist.
  6. Als nächster Schritt wird der Gorgonzola von der Rinde befreit und in groben Stücken zum Risotto gegeben und untergerührt. Sobald dieser geschmolzen ist, probiert ihr das Risotto und schmeckt dieses mit Salz und Pfeffer ab.
  7. Während dessen erhitzt ihr die Pilze und die Pflaumen nochmals, damit alles sevrierbereit ist (als Alternative könnt ihr die Pilze und Pflaumenscheiben auch während dessen der Risotto kocht, bei 50 Grad im Backofen warm halten).
  8. Alle Komponenten werden nun hübsch auf den Tellern angerichtet. Fertig.

Tipp: Falls ihr keine Pflaumen habt, könnt ihr diese auch mit Birnen ersetzen.

 

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Poké Bowls

Februar 19, 2017

Poké Bowls haben nichts mit Pikachu und Co. zu tun, sind aber in der Foodie-Szene gerade äusserst hipp und angesagt. Ursprünglich stammen die Poké Bowls aus…Nein nicht Japan, sonder Hawaii. Wär hätte das gedacht? :) Roher Fisch und Reis sind Hauptbestandteile dieser leckeren Mahlzeit. Das Dressing setzt sich meistens aus Sojasauce und Sesamöl zusammen. Die restlichen Zutaten fürs Dressing wie auch für die Bowls, kann man beliebig variieren.

Das tolle an den Poké Bowls ist, dass Sushi-Fans, wie ich einer bin, mit dieser Zubereitungsart etwas Sushi-ähnlich-schmeckendes zuhause nachkochen können, ohne dabei ein Meister der Japanischen Küche sein zu müssen. Zeitaufwändig sind die Poké Bowls übrigens auch nicht – das zeitintensivste daran ist der Sushi-Reis. Aber der könnte man ja theoretisch auch am Vortag zubereiten ;)

Auch allen Vegetarier sei geholfen: Man kann eine Poké Bowl problemlos ohne Fisch, dafür z.B. mit leckerem Räuchertofu zubereiten. Anstatt Tuna oder Lachs machen zudem einige Slices Roastbeef jeden Fleischtiger glücklich :)

Ihr seht – Poké Bowls sind kleine Alleskönner! Neben Fisch, Tofu oder Fleisch gesellen sich zusätzliche Toppings wie Avocado, Gurke, Mango, Mais, Karotten, Edamame, Algensalat und ein rohes Eigelb zum Reis. Eigentlich könnt ihr auch einfach diese Gemüse und Früchte verwenden, die ihr gerade zuhause rumliegen habt und gegessen werden müssen. Oftmals ergeben solche „Verwertungsaktionen“ die spannendsten Kreationen. Dressing drauf und fertig.

Also – auf was wartet ihr noch? Ab in die Küche und Poké Bowls zubereiten! ;)

 

ZUTATEN

4 Portionen

  • Lachs (Sashimi-Qualität) 200g
  • Sushi-Reis
  • Reisessig, Zucker (oder Sushi-Seasoning)
  • Avocado
  • Gurke
  • Nori (getrocknete Algen)
  • Sesam

Variante 1: Mit Eigelb und Röstzwiebeln (die fertigen aus dem Glas)

Variante 2: Mit Mango

Dressing

  • 8 EL Sojasauce
  • 2 EL Sesamöl
  • 2 EL Ahornsirup
  • 2 EL Wasser

 

ZUBEREITUNG

Den Sushi-Reis am besten im Reiskocher zubereiten. Wer noch keinen hat, empfehle ich an dieser Stelle, sich schnellstmöglich einen zu kaufen :) Neben Sushi-Reis, kann man auch Basmati, Trockenreis, Quinoa oder sogar Milchreis darin kochen. Und das tolle daran ist: Der Reis wird einfach immer perfekt! :)

Sushi Reis im Reiskocher:

  1. 4 Teetassen Reis (ca. 800g) gründlich mit kaltem Wasser spülen und dann in den Reiskocher geben.
  2. Die 1.5-fache Menge an Wasser (also 6 Tassen) und zwei Prisen Salz hinzugeben. Reiskocher starten.
  3. Währenddessen der Reis kocht, werden 6 EL Reisessig, 2 EL Zucker und 2 TL Salz miteinander verrührt. Diese Mischung kommt später in den Sushi Reis. Als Alternative gibts im Asia-Shop ein so genanntes Sushi Seasoning, d.h. eine Fertigmischung aus Reisessig, Zucker und Salz. Nehmt davon 6-7 EL an Stelle der oben beschriebenen Mischung.
  4. Sobald der Reis fertig gekocht ist, kommt er zum auskühlen in eine Schüssel und wird mit der Reisessig-Mischung oder dem Sushi Seasoning vermengt.
  5. Ich empfehle euch, den Reis am besten am Vortag zu kochen, denn das Auskühlen nimmt ein wenig Zeit in Anspruch.

Sushi Reis OHNE Reiskocher:

Wenn Ihr (noch) keine Reiskocher haben solltet, dann findet ihr hier eine einfache Zubereitungsart von Sushi Reis mit einem gewöhnlichen Kochtopf.

Dressing:

Alle Zutaten vermengen. Fertig :)

Toppings:

Alle Zutaten in feine Scheiben oder kleine Würfel schneiden. Wichtig ist, dass wenn Ihr rohen Lachs oder Tuna verwendet, dass dieser in Sashimi-Qualität gekauft (bekommt man heutzutage in allen grösseren Migros und Coop Filialen) und ganz frisch zubereitet wird. Wenn ihr Räuchertofu als vegetarische bzw. vegane Alternative einsetzt, würde ich den Tofu nach dem klein schneiden noch kurz in Olivenöl knusprig anbraten und mit ein wenig Salz/Pfeffer würzen.

Servieren:

Den Reis auf 4 Bowl aufteilen. Danach werden die Toppings dekorativ darauf verteilt.  Gebt 2 EL des Dressings über die Poké Bowl, den Rest des Dressings wird in die Tischmitte gestellt, so dass sich jeder so viel davon nehmen kann, wie er/sie mag.

 

 

 

 

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Vegetarischer Flammkuchen

Februar 14, 2017

Vegetarischer Flammkuchen – kann das gut sein? Ein Flammkuchen ohne Speck bereitet in etwa so viel Spass, wie Apfelstrudel ohne Vanillesauce. Geht nicht. Dachte ich zumindest bis vergangenes Wochenende.

Weshalb aber überhaupt ein vegetarischer Flammkuchen kreieren? Die klassischen Varianten mit Speck oder Rauchlachs schmeckt ja göttlich…

Nun, seit Januar 2017 versuche ich mich vermehrt vegetarisch zu ernähren. Das heisst, ich esse nach wie vor Fleisch und Fisch, aber halt nur noch selten. Ziel ist es, mich möglichst bald mit „guten Herkunftsquellen“ auseinanderzusetzen, d.h. Bauernhöfe etc. zu besuchen, wo Tiere noch ein „Leben“ haben und als Lebewesen respektiert werden. Aber dazu berichte mehr, sobald ich hier weitergekommen bin.

Der Verzicht auf Fleisch ist mir bis dato eigentlich leichter gefallen, als ursprünglich erwartet. Wobei, diejenigen unter euch, die mich schon ein bisschen länger kennen, wissen, dass ich einst ein richtiger „Fleischtiger“ war :) Um so mehr hat es mich überrascht, dass mir das Fleisch/Geflügel eigentlich gar nicht so sehr fehlt… Ausser ein einziges Produkt: Mein über alles geliebter SPECK! Speck war bei mir standardmässig im Kühlschrank, stets griffbereit für die unterschiedlichsten Gerichte. Die Soja-Alternativen, welche in den Supermärkten als Speck-Ersatz angeboten werden, konnten jedoch mein Kulinarikherz nicht für sich gewinnen. Nun, wie soll ich bitte einen Flammkuchen ohne Speck zubereiten? Da fehlt ja sozusagen die Seele.

Seit vergangenem Wochenende habe ich des Rätsels Lösung gefunden. Die Speck-Seele kann dank einem tollen Gewürz Namens „Smoked Paprika“ in den vegetarischen Flammkuchen katapultiert werden. Smoked Paprika von La Dalia habe ich einst in Cape Town gekauft und seither sporadisch in meinen Gerichten eingesetzt. Ein wahres Wundermittel sage ich euch! :) Und ihr könnt es übrigens auch in Zürich in der Milchbar kaufen.

To make a long story short: Mischt das geräucherte Paprika in die Crème Fraiche und ihr werdet euren vegetarischen Flammkuchen lieben!

 

 

ZUTATEN

2-4 Personen (je nach Hunger)

  • 2 Flammkuchen Fertigteig
  • 1 Becher Crème Fraiche
  • 2 Karotten
  • 2-3 rote Zwiebeln
  • 6 Champignons
  • 1 Avocado
  • Räucherpaprika
  • Salz, Pfeffer

 

ZUBEREITUNG

  1. Den Ofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Das Gemüse waschen und wie folgt vorbereiten: Die Karotten schälen und dann mit einem Julienne-Sparschäler in feine Streifen schneiden. Die Champignons werden in feine Scheiben geschnitten und die Zwiebeln zuerst geschält, dann halbiert und zu guter Letzt in feine Ringe geschnitten.
  3. Die Crème Fraiche wird mit einer guten Prise Salz und ca. 1/2 TL Räucherpaprika vermischt.
  4. In der Zwischenzeit sollte der Ofen vorgeheizt sein, d.h. wir können mit dem Belegen des Flammkuchens beginnen: Hierfür wird zuerst ein Teig zusammen mit dem Backpapier auf einem Belch ausgebreitet und mit der Hälfte der marinierten Crème Fraiche bestrichen. Nach dem Bestreichen empfehle ich euch, den Teig mit Hilfe eines Messers in 4-8 Stücke zu schneiden (nach dem Backen ist das nämlich viel schwieriger).
  5. Die Stücke werden nun mit der Hälfte des Gemüses belegt, mit Salz und Pfeffer bestreut und dann für ca. 8 Minuten in den Ofen geschoben.
  6. Währenddessen der Flammkuchen im Ofen ist, wird die Avocado geschält und eine Hälfte davon in feine Scheiben geschnitten.
  7. Sobald der vegetarischer Flammkuchen fertig ist, d.h. eine leicht bräunliche Farbe an den Rändern angenommen hat, nehmt ihr ihn aus dem Ofen und belegt ihn mit den Avocadoscheiben.
  8. Wer es noch ein bisschen rauchiger mag, kann vor dem Servieren noch eine Prise Räucherpaprika über den Flammkuchen verteilen.

Ich empfehle euch, den zweiten Teig mit den restlichen Zutaten erst dann zu belegen und backen, wenn ihr den ersten gegessen habt. Wenn ihr beide Teige gleichzeitig vorbereitet, aber nur einen in den Ofen schieben könnt, dann weicht der andere Teig auf und wird matschig. Von dem her gesehen, besser einer nach dem anderen zubereiten und backen ;)

Tipp: Anstelle von Karotten und Pilzen könnt ihr selbstverständlich auch anderes Gemüse verwenden. Wichtig ist, dass das verwendete Gemüse innerhalb der kurzen Backzeit gar werden kann. Zucchini, Auberginen oder Peperoni sind in feine Stücke geschnitten, ziemlich schnell gar. Benutzt man härteres Gemüse, wie z.B. Kartotten oder Kürbis, muss das Gemüse dementsprechend fein geschnitten werden. Mehr dazu erfährt ihr in meinem Blogbeitrag „Schnelle Gemüsezubereitung„.

 

Suppe, Uncategorized, Vegi

Tomatensuppe mit Bufala-Mozzarella

Januar 30, 2017

Die Tomatensuppe mit Bufala Mozzarella ist sozusagen die warme Variante des klassischen Caprese-Salates. Die Suppe ist schnell zubereitet und mit der kalten Mozzarella-Einlage „mal etwas anderes“. Ideal als Vorspeise geeignet, bietet dieses Rezept Abhilfe für all diejenigen, welche Tomaten-Mozzarella-Salat lieben, aber hierfür sich tendenziell noch etwas auf den Sommer gedulden müssen ;)

 

ZUTATEN

4 Personen

  • 1 Kg Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenpüree
  • 0.5dl Rahm
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 2 Bufala Mozzarella à 125g
  • 2dl Wasser
  • 1 Boullionwürfel
  • 3-4 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer, Olivenlö

 

ZUBEREITUNG

  1. Damit die Tomaten enthäutet werden können, wird als aller erstes ein Topf mit Wasser zum Kochen gebracht.
  2. Die Tomaten vom Tomatenstrunk befreien, in dem mit einem Küchenmesser den Strunk rundherum herausgeschnitten wird. Achtung: Die Tomaten dabei nicht zerteilen.
  3. Als nächster Schritt werden die Tomatenschalen im Kreuz eingeritzt, am besten an jener Stelle, wo zuvor der Strunk herausgenommen wurde.
  4. Sobald alle Tomaten eingeritzt sind, kommen sie für ca. 30-60 Sekunden ins kochende Wasser und werden danach abgeschüttet und mit kaltem Wasser kurz abgeschreckt. Die Tomatenschale lässt sich nun ganz einfach von den Tomaten abziehen. Der ganze Prozess des Tomatenenthäutens benötig alles in allem ca. 10 Minuten Zeit.
  5. Als nächster Schritt wird die Zwiebel kleingeschnitten und zusammen mit der gepressten Knoblauchzehe kurz in Olivenöl angedünstet.
  6. Die enthäuteten Tomaten in grobe Stücke schneiden und ebenfalls in den Topf zu den Zwiebeln/Knoblauch geben. Das Ganze mit ca. 2dl Wasser ablöschen und für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Tipp: Beginnt zuerst mit der 1/2 der Wassermenge und verdünnt die Suppe später nochmals beim Pürieren.
  7. Den Basilikum klein schneiden und zusammen mit 0.5dl Rahm, 2 EL Tomatenpüree und 3 TL Zucker zu den Tomaten geben.
  8. Mit dem Stabmixer alles fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und (falls nötig) mit Zucker abschmecken.
  9. Die Suppe wird nun auf vier Suppenteller verteilt und pro Teller einen 1/2 Bufala Mozzarella hinzugegeben. Ich habe den Mozzarella hierfür in jeweils 2-3 grosse Stücke zerrissen und mit einigen Basilikumblättern und einigen Tropfen Olivenöl garniert.

Tipp: Wenns schnell gehen muss, können Anstelle von frischen Tomaten auch Pelati, d.h. Tomaten in der Dose verwendet werden.

Servier-Tipp: Falls ihr noch ein bisschen Basilikum-Pesto übrig habt, kann davon 1-2 TL über den Mozzarella gegeben werden. Meeeega lecker!!