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November 2016

Im Test

Düsentrieb’s Detox Woche

November 27, 2016

Detox Ja oder Nein – hier spalten sich die Geister. Es gibt unzählige Studien, welche dafür oder gegen eine Entgiftungskur sprechen. Ich habe bereits vor 2 Jahren einmal eine Detox Woche gemacht und es ging mir danach einiges besser. Die Zeit währenddessen war aber ziemlich hart durchzustehen!

Da ich seit ca. 2.5 Jahren oft unter Bauchschmerzen leide und mir bis dato kein Arzt weiterhelfen konnte, habe ich mich erneut entschieden, eine Entgiftungskur zu machen. Im Gegensatz zum letztem Mal, werde ich neben den Säften auch pürierte Suppen konsumieren. Die reine Saftkur vor 2 Jahren war wirklich schwierig durchzustehen und ich lief regelrecht am Limit. Die Kombination mit pürierten Suppen, natürlich alles auf veganer Basis, scheint mir daher die richtige Lösung für mich zu sein.

Neben der Diskussion, ob nun eine Entgiftungskur sinnvoll für den Körper ist oder nicht, gibt es noch unzählige Webseiten, Blogs und Bücher, wie man eine Detox Kur machen sollte. Entweder man befolgt Ratgeber XY oder machts wie ich, d.h. einfach ein bisschen Freestyle, bzw. ein Mix aus allem, was ich gelesen und als nützlich erachtet habe.

Meine persönliche Detox Kur:

  • Kein Zucker
  • Kein Kaffee / Alkohol
  • Keine Süssigkeiten
  • Keine Pasta, Brot, Reis etc.
  • Keine tierischen Produkte
  • Ausschliesslich Gemüse und Obst in Form von Säften und Suppen
  • 3 x am Tag einen Esslöffel Artischockensaft
  • Mind. 2 Liter Flüssigkeit in Form von Tee/Wasser (v.a. Brennesseltee und frischer Ingwertee)

Das Ganze mache ich für 5 Tage plus je einen Auf- und Abbautag, an welchen ich ausschliesslich vegan und leichte Kost zu mir nehme.

Tag 1: Samstag, Abbautag

Da man nicht von 0 auf 100 in eine Detox-Kur starten soll, ist heute „Abbautag“ angesagt. Für mich heisst das: Weniger essen, leichter essen und v.a. nur vegan. Selbstverständlich gibts auch keine Süssigkeiten, Alkohol oder Kaffee. Ich sage meinem Körper sozusagen „Achtung, mach dich auf etwas gefasst“ :) Am heutigen Tag ass ich ein Oatmeal mit Mandelmilch zum Frühstück, einen Fitness-Saft von Hiltl zwischendurch und am Abend kochte ich mir ein veganes Red Curry mit Kale, Zucchini, Karotten und Kokosmilch. Dazu gabs Quinoa. Für die Curry-Zubereitung habe ich mir ein Red Curry Pulver von der Marke „Lebensbaum“ im Alnatura gekauft, welches ausschliesslich aus gemahlenen Gewürzen besteht, also frei von irgendwelchem ungesunden Zeugs ist. Schmeckte übrigens prima :)

Tag 2: Sonntag, es geht los mit Säften und Suppen

Heute starte ich den ersten Saft-Suppen-Tag mit einem selbstgepressten Orangen-Ingwersaft zum Frühstück, gefolgt von einer Red Curry Suppe, welche eigentlich aus dem gestrig gekochten und nun püriertem Red Curry bestand. Verdünnt habe ich das Red Curry-Püree mit Bouillon. Damit ich keine Zusatzstoffe konsumieren muss, welche normalerweise in Bouillon vorhanden ist, habe ich mir ebenfalls im Alnatura eine Demeter Gemüsebrühe von Sekowa gekauft.  Als Snack gönnte ich mir einen grünen „Hulk-Smoothie“ von Hitzberger (unterwegs) und zum Abendessen kochte ich mir eine Boccoli-Zucchini-Basilikum Suppe. Bei den Suppen achte ich übrigens darauf, dass ich diese „dünner“, d.h. mit mehr Wasser zubereite, als üblich.

Tag 3: Montag, erster Arbeitstag während der Detox Woche

Mit dem Frühstück musste ich mich heute ein wenig gedulden. Da ich mich entschieden habe, die Säfte nicht selber zu pressen, sondern mir diese jeweils frisch von Joe & The Juice (im Sihlcity) zu holen. Nach langem hin und her überlegen, ob ich nun ein fertiges Detox-Programm eines Anbieters wie HeyLife oder Detox Delight bestellen sollte, entschied ich mich schlussendlich für Joe & The Juice, weil ich die Säfte nach Belieben holen gehen kann und ich so auch flexibel bin, wann ich was konsumieren möchte. Verglichen zu den anderen Detox-Programmen, wo einem die Säfte für 2-3 Tage im Voraus geliefert werden, habe ich so die Möglichkeit, alles super frisch zu bestellen (man kann zuschauen, während dessen die Säfte gepresst werden). Zudem kommt es auch einfach um einiges günstiger: Pro Saft (4.5dl) zahle ich CHF 7.10.- mit dem Juice-Pass.

Also, zum Frühstück gönnte ich mir heute einen „Prince of Green“ Saft mit Spinat, Apfel, Ananas. Als Snack zwischendurch holte ich mir eine Almond Milk von HeyLife aus unserem Felfel-Kühlschrank im Office, um so die Zeit bis zum Mittag durchzustehen. Zum Mittagessen wärmte ich die selber gemachte Broccoli-Basilikum Suppe, welche dank dem Basilikum wirklich super lecker schmeckte. Den Nachmittag überstand ich mit einem „Go Away Doc“ Saft von Joe & The Juice (Karotte, Apfel, Ingwer). Und am Abend kochte ich mir eine frische Tomaten-Suppe.

Tag 4: Dienstag, Halbzeit

Erstaunlicherweise geht es mir immer noch bestens. Verglichen mit der reinen Saftkur, welche ich vor 2 Jahren gemacht habe, fühle ich mich nun top fit. Liegt wohl auch daran, dass ich neben den Säften auch noch die fein pürierten Suppen esse. Mein Konzept hat sich soweit bewährt :) Bauchschmerzen habe ich auch keine mehr – ich fühle mich prima. Heute gabs für mich zum Frühstück einen „Fiber Activ“ mit Avocado, Zitrone, Apfel und Annanas und als Zwischensnack einen „Go Away Doc“ mit Apfel, Karotte und Ingwer. Am Mittag habe ich mir einen Teil der restlichen Tomatensuppe vom Vorabend gegessen und über den Nachmittag verteilt gönnte ich mir einen weiteren Saft von Joe&The Juice („Veggie Focus“ mit Selerie, Apfel und Karotten) sowie eine HeyLife Mandelmilch. Den Abend liess ich mit einer frisch gekochten Kürbis-Kokosnuss-Suppe ausklingen.

Tag 5-6: Mittwoch-Donnerstag, es ist fast geschafft

Die letzten beiden Saft-Suppen-Tage verbrachte ich eigentlich gleich wie Tag 3 und 4. Der Energiepegel hielt sich in Grenzen, ich frierte des öfteren, aber sonst war eigentlich alles ok. Dank leckeren Suppen, die ich mit viel Liebe  und Abwechslung zubereitete und den Säften von Joe&The Juice ist nach wie vor alles im grünen Bereich. Nicht zu vergessen sind die täglichen Treats, die ich mir mit den mega leckeren Mandelmilch-Kreationen von HeyLife gönne. Ohne die wäre es sicherlich schwieriger! :) Also alles in allem ist diese Detox Woche, so wie ich sie für mich zusammengestellt habe, wirklich machbar. Ich hätte sie auch ohne Probleme noch verlängern können.

Tag 7: Freitag, Aufbautag

Heute ist „Aufbautag“ angesagt, d.h. ich darf wieder ein bisschen was essen. Und ich freue mich! :) Zu Feier des Tages starte ich sogleich mit einer Mandelmilch und esse dazu genüsslich einen Apfel. Als Zwischensnack gibts rohe Karotten- und Gurkenstücke. Zum Lunch habe ich nochmals eine Suppe dabei, da ich immer noch etwas von der Tomaten-Suppe übrig hatte. Am Nachmittag knabberte ich an den restlichen Gemüse-Sticks und gönnte mir sogar nochmals eine Mandelmilch von HeyLife. Belohnt habe ich mich übrigens nach der Arbeit noch mit einem Abstecher zu H&M ;) Zum Abendessen kochte ich dann ein veganes Red Curry mit Basmatireis und gerösteten Cashew-Nüssen. Ich achtete mich jedoch darauf, dass ich besonders langsam esse und auch alles sehr gut kaute. Wow, was dad gut! :)

Auch die restlichen beiden Tage der Woche (Samstag, Sonntag) ziehe ich die Kur noch soweit durch, dass ich weiterhin keinen Alkohol, Kaffee etc. trinke und mich ausschliesslich vegan ernähre.

Fazit

Nach dieser Woche geht es mir und meiner Verdauung bestens. Es war nicht einfach durchzuziehen, da man im Alltag vielen Gelüsten ausgesetzt ist. Eine weitere Schwierigkeit ist zudem, dass man einfach „asozial“ wird. Wenn man nicht richtig essen kann und keinen Alkohol trinkt, wirds v.a. am Wochenende schwierig, etwas zu unternehmen. Ich musste mir daher diese Detox Woche mit einiger Zeit Vorlauf einplanen damit ich keine Termine hatte. Spontan verabredete ich mich schlussendlich doch noch zu einigen Tee’s, Spaziergängen oder auch Kinoabenden, aber man ist halt eingeschränkt. Körperlich und mental ist das Ganze problemlos machbar, es ist wirklich einfach eine Frage der Disziplin.

Ich empfehlen allen, die ebenfalls unter Bauchschmerzen leiden und bis jetzt nicht vorangekommen sind, eine solche Kur zu machen. Für welche Detox Kur ihr euch schlussendlich entscheidet, ist euch überlassen. Es gibt genug Ratgeber, Blogbeiträge und Bücher zu dem Thema ;) Es bietet auch die ideale Grundlage um nach dieser Woche Schritt für Schritt Lebensmittel wieder in den Speiseplan aufzunehmen und zu schauen, wie es einem dabei geht.

 

 

Beilagen, Hauptspeisen, Uncategorized, Vegi

Herbstliches Ofengemüse mit Dip

November 20, 2016

Ofengemüse ist eine sehr gesunde und auch dankbare Mahlzeit. Denn mit Kochen hat das eigentlich nicht wirklich viel zu tun. Die einzigen beiden Arbeitsschritte sind Gemüse klein schneiden und mit Olivenöl/Salz/Pfeffer/Kräuter marinieren. Den Rest erledigt der Ofen für uns :)

Beim herbstlichen Ofengemüse empfehle ich euch, dass ihr bei der Auswahl der Gemüsesorten auf deren Farben achtet. Je bunter das Herbstgemüse gewählt wird, desto hübscher sieht das Endergebnis aus. Ich habe zum Beispiel neben den gewöhnlichen Kartoffeln auch noch einige blaue Kartoffeln gekauft. Oder anstelle der orangen Karotten, gabs in meinem Menü auch noch die gelben und violetten Karottensorten. Wichtig: Ihr könnt selbstverständlich solche spezielle, extrabunte Gemüsesorten einkaufen, müsst dies aber nicht. Schmecken tuts genau gleich, ob farbig oder nicht ;)

Bei den Dips seid ihr ebenso flexibel: Als Basis verwende ich am liebsten Sauerrahm. Dieser ist eigentlich schon sehr lecker, wenn man ihn nur mit ein bisschen Salz/Pfeffer abschmeckt. Als zusätzliches Aroma kann z.B. Zitronenabrieb (oder Zitronenöl) hinzugegeben werden. Aber auch eine Variante mit frisch gehackten Kräutern und/oder Knoblauch ist sehr lecker. Solltet ihr aber z.B. noch was Pesto übrig haben (egal, was für eines), könnt ihr das mit dem Sauerrahm mischen und ihr werdet einen perfekten Dip erhalten.

Ich mach das meistens so…einen Blick in den Kühlschrank verrät mir, was es heute geben wird :) Meine beiden Dips sind zumindest so entstanden: Basilikum-Pesto mit Sauerrahm und der hübsche lila Dip besteht aus übrig gebliebenem Rotkraut, welches ich mit Sauerrahm püriert habe. Ihr seht – man ist eigentlich völlig frei, wie man dieses Menü gestalten möchte…

 

ZUTATEN

Für ein Blech (und evt. noch eine extra Ofenform)

  • 2 Blaue Kartoffeln
  • 2 normale, festkochende Kartoffeln (nicht zu gross)
  • 1 kleines Stück Kürbis (z.B. Hokaido)
  • 5 Karotten
  • 1 Zucchini
  • 6 braune Champignon
  • 1 Rande (rote Beete)
  • 1 Fenchel
  • 8 Cherry Tomaten
  • 2 grosse Blätter Kale (Federkohl)
  • 2 rote Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 Zweige Thymian
  • Olivenöl/Salz/Pfeffer

Dip

  • Sauerrahm mit frischen Kräutern und gepresster Knoblauch
  • Sauerrahm mit Zitronenöl oder Zitronenschale
  • Sauerrahm mit Pesto
  • Sauerrahm mit Rotkraut (püriert mit Stabmixer)
  • Hummus
  • Sauerrahm mit Oliventapanade
  • etc.

ZUBEREITUNG

  1. Ofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen.
  2. Gemüse waschen und klein schneiden (grob).
  3. Gemüse (alles ausser Zucchini, Kale und Pilze) in einer grossen Schüssel mit Olivenöl, Salz und Pfeffer marinieren und auf ein Blech mit Backpapier geben. Bitte darauf achten, dass das Gemüse schön verteilt wird und nicht einen riesigen Haufen bildet. Es macht nichts, wenn es ein bisschen übereinander liegt, aber sollte es zu viel sein, gebt den Rest besser in eine Schale, welche ihr ebenfalls in den Ofen schiebt (Achtung: Das geht nur mit Umluft. Wenn ihr nur Unter- und Oberhitze haben solltet, dann nur etwas auf einmal in den Ofen schieben).
  4. Während der erste Teil im Ofen ist, könnt Ihr nun auch noch die Zucchini, den Kale und die Champignon mit Olivenöl, Salz und Pfeffer marinieren. Nach 20 Minuten Backzeit werden dann die Zucchini, Kale und Champignon UND den Thymian zum restlichen Gemüse gegeben.
  5. Nach weiteren 20 Minuten (Total ca. 40 Minuten) sollte das herbstliche Ofengemüse ready sein. Abhängig ist das v.a. von der Grösse der Kartoffeln.

Ob ihr das Ofengemüse als Hauptgang oder Beilage verwendet, ist euch überlassen. Für ein easy Dinner nach dem Feierabend, reicht mir das vollkommen aus. Falls Ihr jedoch noch dazu servieren möchtet, würde z.B. ein frischer Salat oder auch ein bisschen Fleisch (Lamm Nierstück, Pouletbrüstli etc.) passen.

 

Süsses

Marroni Tiramisu mit Amaretto-Zimt-Zwetschgen

November 6, 2016

Das klassische Tiramisu gehört zu meinen absoluten Dessert-Favoriten, dicht gefolgt von Crème Brulée und Mousse au Chocolat. Da ich aber ein Nachtisch servieren wollte, welcher mein Herbstmenü perfekt abrundete, kreierte ich kurzerhand eine Neuinterpretation des Italienischen Klassikers. Das daraus entstandene Marroni-Tiramisu mit Amaretto-Zimt-Zwetschgen ist lecker und passt hervorragend in die kalte Jahreszeit.

Dank dem fertigen Marroni-Püree und den Tiefkühlzwetschgen ist das Dessert auch in relativ kurzer Zeit zubereitet.

Und so geht’s:

 

ZUTATEN

Für 6-8 Personen

  • 250g Mascarpone
  • 2 Eier (frisch!)
  • 5 EL Zucker
  • 200g Marroni-Püree (aus dem Tiefkühler)
  • 32 Zwetschgen-Hälften
  • 3dl Wasser
  • 6 EL Amaretto
  • 1/2 Zimtstange
  • Zimt (gemahlen)
  • 1/2 Packung Löffelbisquit

ZUBEREITUNG

  1. Das Eiweiss mit einer Prise Salz steif schlagen.
  2. Das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren. Den Mascarpone und das Marroni-Püree dazu geben und alles zusammen glatt rühren.
  3. Sobald die Masse schön cremig ist, wird der Eiweissschnee vorsichtig darunter gezogen.
  4. Die Zwetschgen zusammen mit dem Wasser, der Zimtstange und dem Amaretto aufkochen und für ca. 5 Minuten leicht weiter köcheln lassen. Sobald die Zwetschen etwas weich sind, werden diese zum Auskühlen auf einen Teller gelegt. Die Flüssigkeit ebenfalls ein bisschen auskühlen lassen.
  5. In 8 Gläser werden nun schichtweise der getränkte Löffelbisquit, die Marroni-Crème und die Zwetschgen gefüllt. Startet am besten mit einem Löffelbisquit, welchen Ihr kurz in den Zwetschgen-Sud taucht, dann halbiert und auf den Glasböden verteilt.
  6. Als zweite Schicht kommen nun die Zwetschenhälften (2-3 Stück) auf den Bisquit. Achtet darauf, dass die Hälften schön am Glasrand verteilt sind, so dass man diese nachher von aussen sehen kann.
  7. Als dritte Schicht kommt nun die Marroni-Crème. Anschliessend beginnt Ihr wieder von vorne mit dem getränkten Löffelbisquit.
  8. Ich habe insgesamt 2 Schichten von allem gemacht. Aber dies ist stark abhängig, wie gross eure Gläser sind und wie hoch ihr diese füllt. Wichtig ist, dass die letzte Schicht aus Crème besteht.
  9. Die Marroni Tiramisu Gläser werden mit Folie zugedeckt und kalt gestellt. Erst kurz vor dem Servieren werden sie noch mit einer Schicht Zimt bestäubt. Hierfür am besten den Zimt durch ein feines Sieb streuen.

Tipp: Das Dessert kann problemlos am Vortag zubereitet werden und eignet sich daher ideal für ein Gäste-Menü, bei welchem man die Gäste nicht lange alleine verweilen lassen muss ;)

Extra-Tipp: Das beste Rezept für ein klassisches Tiramisu findet ihr übrigens hier. :)